Ein Team von Intel-Entwicklern versucht erneut, HDR-Unterstützung für Linux umzusetzen. Dazu werden vor allem Änderungen an Wayland und Weston vorgeschlagen. Einigkeit in der Community zum Vorgehen herrscht aber nicht.
Über die eigene Infrastruktur hat die Videolan-Community ihren VLC-Player bereits mehr als drei Milliarden Mal als Download verteilt. Die echte Zahl dürfte jedoch deutlich darüber liegen.
Zusätzlich zur Hardware arbeitet das Purism-Team an eigener Software für das freie Linux-Smartphone Librem 5. Unter anderem funktioniert nun das Telefonieren und die Bibliothek Libhandy macht GTK3-Anwendungen mobilfähig.
Nach dem Firmware-Hersteller AMI unterstützt nun auch der Konkurrent Phoenix den Linux Vendor Firmware Service (LVFS). Linux-Nutzer könnten damit schon bald für eine Vielzahl von Geräten einfache Firmware-Updates bekommen.
Microsoft wird die iOS-App von Windows Virtual Desktop um Mausunterstützung erweitern. Ein Mitarbeiter des Unternehmens zeigt im Video, wie er auf dem iPad seine Bluetooth-Maus verwenden kann. Momentan gibt es aber noch Einschränkungen.
ChromeOS-Nutzer können seit vergangenem Jahr typische Linux-Anwendungen in dem System von Google verwenden. Diese Crostini genannte Technik öffnet Google nun offenbar mit Einschränkungen auf die Verwendung anderer Linux-Distributionen.
Die Compiler-Community LLVM möchte für ihre offiziellen Quellcode-Repositorys von SVN auf Git wechseln. Mit dem Wechsel des Versionskontrollsystems ist auch ein Umzug auf Github geplant. Der Prototyp dafür ist offenbar fertig, so dass der Umzug bald stattfinden kann.
Um eine bessere Übersicht über die Anzahl der Nutzer und Varianten der Linux-Distribution Fedora zu bekommen, will das Team die Nutzer anonymisiert über die Paketverwaltung zählen. Opensuse geht bereits ähnlich vor.
Die Entwickler der Bourne Again Shell des GNU Projekts, kurz Bash, haben Version 5.0 ihrer Software veröffentlicht. Es ist der erste große Versionssprung seit 10 Jahren.
Dank einiger Anpassungen läuft der Mali-GPU-Treiber Panfrost nun standardkonform wie die anderen freien Linux-3D-Treiber. Das ermöglicht die Ausführung von Programmen wie etwa Weston oder auch Kodi.
Der Code-Hoster Github stellt sein Finanzierungsmodell um. Künftig erhalten auch kostenlose Accounts private Repositorys. Außerdem wird das Enterprise-Angebot aus Cloud und selbst gehosteter Software zusammengeführt.
Das Gimp-Team hat im Jahr 2019 viel vor. In Version 2.10.10 sollen zuerst neue Tools wie Smart Fill kommen, in Version 3.0 wird der Editor auf GTK 3 umgestellt. Dazu nehmen die Entwickler gern jede Hilfe an - bei der Programmierung, der Dokumentation und der Übersetzung.
Wer ein Notebook mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM besitzt oder zu kaufen plant, kann mittlerweile Firefox als nativen ARM64-Browser nutzen. Der ist deutlich flotter als die emulierte x86-Version.
Linus Torvalds hat die erste Vorabversion von Linux 5.0 freigegeben. Sicherheit steht abermals im Vordergrund, der AMDGPU bringt Freesync mit und für das Touchscreen der Raspberry Pi Foundation gibt es einen Treiber.
Die Web-Entwicklung mit lokalem HTTPS ist nicht immer einfach und auch nicht ohne weiteres möglich. Um den eigenen Code dennoch leicht lokal mit einer HTTPS-Verbindung zu testen, hat ein Google-Sicherheitsforscher das Werkzeug Mkcert vorgestellt.
Offenbar wegen dauerhaft schlechter Qualität haben sich die Chrome-Entwickler dazu entschieden, den freien Nvidia-Treiber für Linux, Nouveau, über eine Blacklist zu blockieren. Die vorgeschlagenen Lösungen scheinen unterdessen wenig praktikabel.
Das Kompressionsverfahren Zstandard von Facebook soll einen schnelleren Ersatz für den bisher häufig verwendeten Deflate-Algorithmus bieten. Das wichtige Basisprogramm Tar des GNU-Projekts unterstützt nun erstmals Zstd.
Als Linus Torvalds sich für seine Unflätigkeit entschuldigte und auch die Linux-Community Verhaltensregeln erhielt, fürchteten viele, die Hölle werde nun zufrieren und die Community schwer beschädigt. Stattdessen ist es eigentlich ganz nett geworden dort.
Einige Beiträge im öffentlichen Code-Repository von Google zeigen, dass das weiter ominöse Betriebssystem Fuchsia künftig eventuell Android-Apps ausführen soll. Das könnte einen Übergang von Android zu Fuchsia klar erleichtern.
Im Jahr 2019 soll das Team der Vollzeit-Entwickler für Thunderbird auf 14 Mitarbeiter steigen. Damit sollen die UI und die Leistung des E-Mail-Clients verbessert werden. Die Integration in die verschiedenen Betriebssysteme und Dienste wie GMail soll ebenso besser werden.
Erstmals im Dezember 2018 konnte Windows 10 einen größeren Marktanteil erzielen, als das mehrere Jahre alte Windows 7 - wenn auch nur sehr knapp. Windows 8.1 und Vista spielen kaum eine Rolle mehr. Generell bleibt das Windows-Ökosystem sehr dominant.
Nachdem die ersten Tests offenbar erfolgreich verlaufen sind, hat die EU ihr Bug-Bounty-Programm für Open-Source-Software für das Jahr 2019 erweitert. Insgesamt stehen dafür rund 900.000 Euro für 15 Projekte bereit.
Die bisher im Linux-Kernel neben anderen Techniken als Spectre-Schutz eingesetzten Retpolines sollen schneller werden. Ermöglicht werden soll das mit ganz viel Assembler-Code, wobei aber auch alle indirekten Code-Branches gepatcht werden sollen, nicht nur ausgewählte.
Die Xbox One könnte die erste aktuelle Konsole sein, auf der die Emulationssoftware Retroarch ohne Jailbreak möglich sein könnte. Möglich soll das mit Microsofts Entwicklermodus sein, der von jedem aktiviert werden kann - aber eine kleine Gebühr kostet.
35C3 Wer hat schon ein Smartphone mit LAN-Anschluss? Die Berlinerin Susanne S. hat sich aus Datenschutzgründen mit einem Raspberry Pi ein Handy zusammengebaut. Unter gewissen Bedingungen lässt sich damit sogar telefonieren.
In Linux 4.20 gibt es weitere Patches für Spectre v2, einen verbesserten Block-Layer und ein Framework, das Ausfälle früh erkennen soll. Zudem wurde ein Ersatz für die veraltete Dateistruktur Radix-Tree nach langer Entwicklungszeit aufgenommen.
Die ursprünglich von der NSA entwickelte Chiffre Speck wird im Linux-Kernel nun offiziell durch die Google-Implementierung Adiantum ersetzt. Dem vorausgegangen waren viele Diskussionen, dafür bekommen nun aber auch schwache Android-Geräte eine gute Verschlüsselung.
Die freie VPN-Technik Wireguard entsteht zwar für den Linux-Kernel und soll dort eingepflegt werden. Als Client entsteht unter anderem auch eine iOS-App, die nun offiziell in Apples App Store verfügbar ist. Stabil ist die App wohl aber noch nicht.
Die kommende Linux-Version unterstützt eine variable Bildwiederholrate, was AMD in seinem Treiber als Freesync bezeichnet. Genutzt werden kann das per Displayport und HDMI. Patches für die Userspace-Bibliothek Mesa sind ebenfalls in Arbeit.
Wie angekündigt, bringt die aktuelle Version 2.6 der Programmiersprache Ruby einen neuen JIT-Compiler, der den Code deutlich beschleunigen soll. Hinzu kommen einige kleinere Sprachverbesserungen.
Die aktuelle Version 4.0 des Javascript-Frameworks Electron bringt Updates für seine Grundlagen Chromium, V8 und Nodejs. Darüber hinaus kann das Remote-Modul zur Interprozesskommunikation aus Sicherheitsgründen deaktiviert werden.
Die aktuelle Version von Mozillas Trackingschutz-Browser Firefox Klar bietet Nutzern granulare Einstellungen für Cookies zur Nutzerverfolgung. Zudem warnt der Browser vor dem Besuch möglicherweise betrügerischer Webseiten.
Der ursprünglich aus Solaris stammende Code für das Dateisystem ZFS wird von einer Community für verschiedene Betriebssysteme gepflegt. Die FreeBSD-Entwickler müssen nun aber offenbar auf den Linux-Port von ZFS wechseln, der damit de facto wohl die Standardquelle für den Code wird.
In Version 6 überarbeitet Oracle seine Virtualisierungssoftware Virtualbox und macht sie besser zur eigenen Cloud-Infrastruktur kompatibel. Nutzer können sich aber auch über verbesserte Grafikleistung und viele andere neue Funktionen unter Windows, Linux, Solaris und MacOS freuen.
Nach dem Abtritt von Guido van Rossum als Projektchef auf Lebenszeit bekommt die Python-Community künftig ein gewähltes Leitungsgremium. Dieses Konzept hat sich auch schon in anderen Open-Source-Communitys bewährt.
Die aktuelle Ubuntu-Version 18.04 mit Langzeitsupport bekommt demnächst die aktuelle OpenSSL-Version 1.1.1 und damit Langzeitsupport der Hauptentwickler für die wichtige Krypto-Bibliothek. Damit kann auch TLS 1.3 genutzt werden. Pakete wie Apache sollen ebenfalls angepasst werden.
Mit WLinux bietet ein Start-up bereits eine kommerzielle Distribution für das Windows-Subsystem für Linux an. Mit einem RHEL-Klon soll das Geschäft nun auch auf Enterprise-Kunden ausgeweitet werden. Das soll aber einiges kosten.
Nach einigen Monaten Verzögerung werden die Entwicklerboards des freien Linux-Smartphones Librem 5 verteilt. Um den Zeitplan für das Smartphone noch halten zu können, braucht es wohl die Hilfe der Community.
Seit 2010 können Linux-Nutzer über Steam Spiele für ihr Betriebssystem kaufen. Insbesondere viele große Blockbuster-Titel fehlen jedoch bisher. Steam-Betreiber Valve möchte das mit einer neuen Technik namens Proton ändern. Wir erklären, wie das geht.
Nur kurz nach der Übernahme von MIPS durch Wave Computing soll der CPU-Befehlssatz lizenzkostenfrei als Open Source zur Verfügung stehen. Wie bei RISC-V dürfen die Chip-Designs aber proprietär bleiben.
Mit Hilfe von Ubuntu-Sponsor Canonical hat KDE-Entwickler Harald Sitter die Snap-Unterstützung für KDE-Software deutlich vereinfacht und verbessert. Sogar der Plasma-Desktop ist nun als Snap-Paket nutzbar.
Die Bahn in der Schweiz ist gut ausgebaut und gilt als technisch fortgeschritten. Die SBB testet eine Zukunft ohne Schiene: Die Bahngesellschaft hat angekündigt, im kommenden Jahre eine Hyperloop-Teststrecke zu bauen.
Anwendungen, die SQLite einsetzen und von außen SQL-Zugriff darauf bieten, sind offenbar von einem Fehler betroffen, der eine beliebige Codeausführung ermöglicht. Dazu gehören unter anderem Browser auf Chromium-Basis, für die inzwischen Updates bereitstehen.
Lange hat es gedauert: Windows Server 2019 wird mit dem beliebten Tool OpenSSH ausgestattet. Die Neuerung kommt etwa ein halbes Jahr nach der Integration in das reguläre Windows 10. Trotzdem ist es ein Vorteil, wenn Admins auf nur eine Software zurückgreifen können - das sieht Microsoft genauso.
Die Seite Linux.org sah eine Zeit lang ziemlich anders aus als sonst. Statt News und Tipps zeigte die Domain Beleidigungen in Leetspeak und sexistische Inhalte. Der Grund: Eines der Administratorkonten wurde übernommen. Die Domainverwalter entschuldigen sich.
Eine Analyse von API-Daten der Online-Enzyklopädie gibt erstmalig tieferen Einblick in das Treiben der aktivsten unter den verifizierten Firmenkonten der deutschen Wikipedia. Dabei stellt sich heraus, dass sie auch genutzt wurden, um Artikel durch die Vordertür zu manipulieren.
Microsoft stellt drei wichtige GUI-Frameworks auf Github quelloffen zur Verfügung. Entwickler können direkt sehen, welche Änderungen der Hersteller vornimmt und wie GUI-Elemente überhaupt aufgebaut sind. Außerdem wird es eine neue Version von .Net Core geben.
Die Linux und die RISC-V Foundation wollen künftig gemeinsam die Arbeit an der freien CPU-Befehlssatzarchitektur voranbringen. Die Linux Foundation will dafür vor allem ihre über die Jahre gewachsenen Ressourcen einbringen und die Community stärker einbinden.