CPU-Befehlssatz: Linux Foundation will RISC-V-Konsortium unterstützen
Zwei große auf Open Source und Kollaboration gerichtete Konsortien, die Linux Foundation und die RISC-V Foundation, wollen künftig stärker zusammenarbeiten(öffnet im neuen Fenster). Die Kooperation soll die Entwicklung und den Einsatz der freien CPU-Befehlssatzarchitektur RISC-V beschleunigen. An der Technik, die eine Alternative zu ARM- und MIPS-Architekturen werden soll, wird von Forschern der UC-Berkeley seit 2010 gearbeitet.
Seit 2015 wird RISC-V von einem großen Industriekonsortium vorangetrieben, an dessen Gründung unter anderem Google, HPE und Oracle beteiligt waren. Mittlerweile hat die RISC-V Foundation mehr als 200 Mitglieder und wächst weiter. Dank der Kooperation mit der Linux Foundation könnte die Zahl der RISC-V-Unterstützer und Anwender weiter steigen.
Oberstes Ziel der Zusammenarbeit ist laut Ankündigung offenbar, dafür zu sorgen, dass Firmen und Hersteller, die auf Linux setzen, künftig vermehrt RISC-V-Designs und -Chips als Grundlage ihrer Produkte verwenden. Darüber hinaus verantwortet die Linux Foundation neben Linux mit Zephyr(öffnet im neuen Fenster) ein kleines freies Echtzeitbetriebssystem, das mit wenig Ressourcen auskommt und für kleine Controller oder IoT-Geräte gedacht ist, für die Linux zu groß wäre. Vor allem im Bereich dieser kleinen Chips gibt es bereits einige RISC-V Designs.
Neben ihren Erfahrungen in der Projektleitung und der generellen Open-Source-Entwicklung will die Linux Foundation im Zuge der Kooperation weitere konkrete Ressourcen für RISC-V-Beteiligte bereitstellen. Dazu gehören Trainingsprogramme, Infrastrukturwerkzeuge, Community-Arbeit sowie Marketing- und Rechtswissen.
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