Ubuntu: KDE-Plasma-Desktop und -Apps laufen einfach als Snaps
Die Verwendung des neuen und von Ubuntu-Sponsor Canonical vorangetriebenen Paketformats Snap für KDE-Anwendungen ist in der Vergangenheit für dessen Entwickler nicht besonders einfach gewesen. Gemeinsam mit Canonical hat der langjährige KDE-Entwickler Harald Sitter die Erstellung und Verwendung von KDE-Software als Snaps deutlich vereinfacht(öffnet im neuen Fenster) .
So gibt es nun ein Build-Snap, das die komplette Entwicklungsumgebung mit notwendigen Bibliotheken und Abhängigkeiten enthält, um KDE-Software zu erstellen. Entwickler bekommen damit etwa aktuelle Version von Qt und den KDE Frameworks, ohne sich um externe Paketquellen oder gar Container oder eine VM kümmern zu müssen. Um das zu erreichen, übernimmt Snapcraft die notwendige Arbeit zum Erstellen dieses Snaps.
Darauf aufbauend gibt es einen sogenannten Content-Snap, der die Bibliotheken der Laufzeitumgebung für KDE-Anwendungen erhält, um Aussehen und Funktionalität verschiedener KDE-Snaps einheitlich zu gestalten. Denn die Idee des Content-Snaps ist es, dass dieser von allen anderen KDE-Snaps als gemeinsame Grundlage genutzt wird. Einzelne Anwendungen können damit vergleichsweise klein gepackt werden und müssen nicht jede für sich die kompletten Abhängigkeiten enthalten wie etwa Qt.
Als besonders weitgehende Demo der Snap-Technik haben die Beteiligten es sogar geschafft, den KDE Plasma-Desktop als Snap-Paket(öffnet im neuen Fenster) bereitzustellen, was aber noch als sehr experimentell einzuschätzen ist. Das Desktop-Snap soll sich dann aber aus dem Anmeldebildschirm heraus starten lassen. Um die Arbeit für Entwickler künftig noch weiter zu vereinfachen, soll die IDE KDevelop künftig alle nötigen Werkzeuge erhalten, um die Snaps zu erstellen.
- Anzeige Hier geht es zum Handbuch für Softwareentwickler bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



