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Linux-Rechteausweitung:
Wie ein normaler Linux-Nutzer zu Root wird

Im Mai 2026 trafen drei universelle Linux-Rechtelücken zusammen, alle nach demselben alten Muster. Was zu tun ist.
/ Steffen Zahn
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Wer die Geschichte der Linux-Rechteausweitung kennt, erkennt aktuell ein vertrautes Bild. (Bild: MasterTux/Pixabay)
Wer die Geschichte der Linux-Rechteausweitung kennt, erkennt aktuell ein vertrautes Bild. Bild: MasterTux/Pixabay

Am 29. April 2026 hat ein Team um den Theori-Forscher Taeyang Lee die Details zu Copy Fail veröffentlicht, einer Lücke im Kryptosubsystem des Linux-Kernels. Acht Tage später folgte Dirty Frag, am 14. Mai kam Fragnesia dazu. Drei Lücken in zwei Wochen, und alle erlauben dasselbe: Normale Nutzer ohne Sonderrechte verschaffen sich volle Root-Rechte. Die US-Behörde Cisa nahm Copy Fail am 1. Mai in ihren Katalog aktiv ausgenutzter Schwachstellen auf, den Known-Exploited-Vulnerabilities-Katalog(öffnet im neuen Fenster). Bundesbehörden in den USA mussten bis zum 15. Mai patchen.

Diese Häufung ist kein Zufall, sondern die jüngste Stufe eines Musters, das sich seit fast zwei Jahrzehnten wiederholt. Local Privilege Escalation, also die lokale Rechteausweitung, bezeichnet Schwachstellen, bei denen Angreifer mit gewöhnlichem Nutzerzugang die volle Kontrolle über ein System erlangen. Sie stecken in Komponenten, die seit Jahren laufen, und funktionieren zuverlässig, sobald Angreifer einen ersten Fuß in der Tür haben. Wir zeigen, wie die Lücken funktionieren, welches Muster sie verbindet und was Admins jetzt tun müssen.

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