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Variable Bildwiederholrate: Linux bekommt Freesync-Unterstützung

Die kommende Linux-Version unterstützt eine variable Bildwiederholrate, was AMD in seinem Treiber als Freesync bezeichnet. Genutzt werden kann das per Displayport und HDMI. Patches für die Userspace-Bibliothek Mesa sind ebenfalls in Arbeit.
/ Sebastian Grüner
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Die Freesync-Implementierung ist in Linux eingepflegt worden. (Bild: David Stenlay, flickr.com)
Die Freesync-Implementierung ist in Linux eingepflegt worden. Bild: David Stenlay, flickr.com / CC-BY 2.0

Linux-Chefentwickler Linus Torvalds hat den Code zur Unterstützung von variablen Bildwiederholraten in den Hauptzweig des Linux-Kernels aufgenommen(öffnet im neuen Fenster). Die Technik, die von AMD stammt und vom Hersteller auch als Freesync bezeichnet wird, steht damit in der kommenden Linux-Version bereit. Nutzer, die die Technik bisher einsetzen wollten, mussten dazu auf den von AMD außerhalb das Hauptzweigs gepflegten Treibers AMDGPU-Pro zurückgreifen. Die Integration in den Hauptzweig ermöglicht die Nutzung künftig also ohne weiteres Zutun der Anwender.

Die Freesync-Technik stammt zwar ursprünglich von AMD, ist vom Hersteller aber als lizenzkostenfreier offen Standard zur Verfügung gestellt worden. Die Vesa hat die Technik deshalb als Adaptive-Sync in die Displayport-Spezifikation integriert. Das Pendant für die HDMI-Technik wird auch als Variable Refresh Rate (VRR) bezeichnet, technische Unterschiede zwischen diesen drei Bezeichnungen gibt es aber eigentlich nicht.

AMD stellt Freesync 2 vor (CES 2017)
AMD stellt Freesync 2 vor (CES 2017) (03:52)

Die nun in Linux verfügbare Implementierung nutzt zwei grundlegende Eigenschaften(öffnet im neuen Fenster). Eine davon wird aktiviert, wenn die Hardware die Technik unterstützt, die andere zeigt durch eine Userspache-Anwendung an, ob die Technik überhaupt genutzt werden soll. Darauf aufbauend wird die Technik dann im Linux-Grafiktreiber von AMD umgesetzt.

Zusätzlich dazu arbeiten die zuständigen Entwickler noch an der Userspace-Umsetzung in der 3D-Grafikbibliothek Mesa(öffnet im neuen Fenster). Der Code ist hier zwar noch nicht offiziell eingepflegt, das sollte aber in den kommenden Wochen oder Monaten geschehen. Zusätzlich zu AMD plant Intel, künftig die Technik ebenfalls zu verwenden. Konkurrent Nvidia setzt auf seine eigene proprietäre Technik G-Sync, die freien Linux-Treiber könnten in Zukunft aber ebenfalls auf die freie Technik setzen, die nun in Linux umgesetzt wurde.


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