Mozillas Technik zum Trackingschutz im Firefox soll künftig standardmäßig aktiviert werden. Zunächst sollen langsame Tracker blockiert werden, dann sogenanntes Cross-Site-Tracking. Getestet werden kann das Verhalten in den Nightly-Versionen des Browsers.
Virtualisierungsspezialist VMware portiert seinen Hypervisor Esxi auf ARM64. Damit sollen sich ARM- auf ARM-Systemen hosten lassen. Gedacht ist das aber nicht als Ersatz für x86-Serverfarmen, sondern für sogenanntes Edge-Computing.
Seit der Gründung von Kubernetes pflegt Google die wichtige Infrastruktur des Projekts in der eigenen Cloud. Google übergibt die Pflege der Infrastruktur nun offiziell an die CNCF-Community und spendet Cloud-Ressourcen im Wert von neun Millionen US-Dollar.
Die Sicherheitslücken in aktuellen Prozessoren lassen die Kernel-Entwickler auch in der kommenden Version 4.19 des Linux-Kernels nicht los. Darüber hinaus gibt es etliche Neuerungen, die Datei- und Netzwerkzugriffe verbessern.
Das Safety Critical Project for Linux OS (SCL) von Intel soll eine neue Linux-Distribution mit Fokus auf Sicherheit erstellen. Diese Distribution soll in autonomen Robotern, Drohnen, Autos und kritischer Infrastruktur zum Einsatz kommen.
Mozilla stellt eine vorläufige Auswertung seines Test von DNS über HTTPS in Nightly-Versionen des Firefox-Browsers vor. Die typischen Geschwindigkeitsverluste sind demnach minimal und damit "akzeptabel", besonders langsame DNS-Anfragen werden aber klar beschleunigt.
Das kleine Kommandozeilenwerkzeug Curl - zum Herunterladen von Dateien im Web - läuft schon seit seiner Entstehung auch auf Windows. Mittlerweile verteilt sogar Microsoft eigene Windows-Builds. Nun liefert die Curl-Community auch eigene offizielle Windows-Builds aus.
Nach dem Hardware-Report veröffentlicht Mozilla nun auch detaillierte Daten zur Nutzung seines Browsers Firefox durch Anwender. Die veröffentlichten Daten sind natürlich anonymisiert und stammen aus den Telemetrie-Daten, die der Browser an Mozilla sendet.
Drei Jahre nach Version 6 ist nun Babel 7 erschienen. Der Javascript-Compiler verwandelt modernes Javascript in altes, damit das auch für betagte Browser ausführbar wird. Das Team hat das Projekt aufgeräumt, Support für alte Abhängigkeiten entfernt und unterstützt neue Syntax.
Das Forschungsteam von Google Brain stellt mit Dopamine ein quelloffenes Framework bereit, das unter anderem die Reproduzierbarkeit von Ergebnissen beim sogenannten bestärkenden Lernen erreichen soll. Dopamine basiert auf Tensorflow und soll außerdem ein schnelles Experimentieren mit Ideen ermöglichen.
Offenbar ist die Entwicklung des Kerns der Wayland-Display-Architektur so weit fortgeschritten, dass das zuständige Team von regelmäßigen Veröffentlichungen abrücken will. Nach der aktuellen Version 1.16 könnte es neue Versionen nur noch geben, wenn sie nötig werden.
VMware und Amazon gehen eine weitere Partnerschaft ein und bieten Amazon RDS für die viel genutzte Virtualisierungsumgebung von VMware an. Der Dienst ist mit MySQL und vielen anderen Datenbankmanagementsystemen kompatibel: ein klares Konkurrenzprodukt zu Microsofts Azure-Cloud.
Öffi gibt es weiterhin nicht im Google Play Store, bald soll es aber wieder eine aktuelle Version in Amazons Appstore geben. Bis dahin kann Öffi über F-Droid aktuell gehalten werden, darüber werden künftig Updates verteilt.
In Kooperation mit verschiedenen Hostern bietet Nextcloud interessierten Privatnutzern künftig eine einfache Möglichkeit, sich für die Verwendung der freien Kollaborationsplattform anzumelden. Darüber hinaus will der japanische Hersteller NEC seine Router künftig mit Nextcloud ausstatten.
Entgegen der aktuellen Berichterstattung ändert Redis Labs die Lizenz seiner Datenbanksoftware nicht um. Dies sei missverstanden worden. Die Änderungen beziehen sich demnach nur auf einige spezielle Module wie Redisearch, Redis Graph oder Re-Json.
Der Postscript-Parser von Ghostscript ist nicht besonders sicher, er wird jedoch an zahlreichen Stellen automatisiert aufgerufen. Damit lassen sich etwa Bildkonvertierungen mittels Imagemagick oder Linux-Dateimanager angreifen.
Die neue Version von Steam Play nutzt Vulkan, um weitere Spiele für Linux kompatibel zu machen. Valve soll dadurch bereits diverse Titel wie Stalker oder Quake portiert haben. Schwierig wird das bei Spielen mit komplexen Anti-Cheat-Systemen.
Die erste Crowdfunding-Kampagne hatte ein zu hohes Finanzierungsziel, daher versuchen es die Macher von Openbook noch einmal: Der Konkurrent zu Facebook soll Open Source sein, keine Werbung haben und seine Nutzer nicht tracken. Der zweite Versuch verläuft erfolgreicher.
Ein Dropbox-Nutzer hat eine überraschende Ankündigung des Cloud-Dienstes entdeckt. Laut dieser stellt Dropbox ab Anfang November das Synchronisieren ein, wenn der Dienst kein unverschlüsseltes Ext 4 vorfindet.
Die spekulative Ausführung von Code führt erneut zu einer Sicherheitslücke auf Intel-Prozessoren. Mit Foreshadow können Prozesse über den Level-1-Cache unberechtigt Speicher auslesen. Besonders kritisch ist das in virtualisierten Umgebungen.
Mit Linux 4.18 kommt der Berkely Packet Filter als Ersatz für Netfilter erheblich voran. Lustre fliegt raus, ein umstrittener Verschlüsselungsalgorithmus der NSA kommt vermutlich nur vorübergehend rein und die Sicherheitslücke Spectre macht den Kernel-Hackern weiterhin Arbeit.
Der Plasma-Desktop von KDE ist dank seiner Plugin-Architektur leicht erweiterbar, was laut Entwickler David Edmundson aber auch zu vielen Fehlern und Problemen führt. Er schlägt deshalb Lösungen vor, wie das System erhalten und trotzdem verbessert werden könne.
Die Nutzung digitaler Assistenten auf dem heimischen Laptop sind bisher oft proprietären Systemen vorbehalten. Die Integration der freien Mycroft-KI in den KDE-Plasma-Desktop und ein Reiseplaner in KMail zeigen, wie dies auch mit freier Software umgesetzt werden kann.
Mit Unterstützung der Linux Foundation startet die unter anderem für den Oscar-Preis bekannte Academy of Motion Picture Arts and Sciences ein Kollaborationsprojekt, um die Open-Source-Anstrengungen der Filmindustrie besser zusammenzuführen.
Die Mobile-Oberfläche von KDE Plasma kämpft weiter mit dem Problem fehlender Hardware-Unterstützung. Dank verschiedener Initiativen mit Mainline-Treibern für Smartphones kommt das Projekt aber besser voran. Und das Erstellen des Systems werde deutlich vereinfacht, sagt der zuständige Entwickler.
Staat und zivile Vereinigungen in Südkorea wollen auf ein mögliches Ende des Regimes in Nordkoreas vorbereitet sein. Eine kleine NGO sammelt mit Hilfe von freier Software, Kartografie und Interviews Daten über die Verbrechen, um diese später aufarbeiten zu können.
Der Code-Hoster Github betreibt seine Dienste in eigenen Rechenzentren auf Bare-Metal-Servern. Das zu Microsoft gehörende Unternehmen hat nun den Code seiner Load Balancer offengelegt, die für hohen Durchsatz Pakete am Kernel vorbeischleusen.
Mit der aktuellen Version 6.1 führt das Entwicklerteam von Libreoffice neue Icons ein, an die sich einige Nutzer wohl erst gewöhnen müssen. Die Datenbankanwendung nutzt außerdem ein neues experimentelles Backend und die Verwendung von Bildern soll besser laufen.
Mit Advance startet Mozilla ein Experiment im Firefox Browser, das passend zum Browserverlauf eine Vorschlagsliste zu Neuigkeiten oder interessanten Themen liefern soll. Die Idee des sogenannten Activity Streams soll damit erweitert werden.
Die vielfach kritisierte Blockchiffre Speck stammt von der NSA und ist im Linux-Kernel enthalten, damit auch günstigere und ältere Android-Geräte eine Dateisystemverschlüsselung bekommen. Google präsentiert nun jedoch eine eigene Alternative und Speck kann wieder entfernt werden.
Eigenen Angaben zufolge nutzt mittlerweile 50 Prozent von Facebooks Traffic TLS 1.3. Genutzt wird dies vor allem in der eigenen Infrastruktur und weltweit in allen Mobile-Apps. Die verwendete Bibliothek Fizz ist nun Open Source.
Einfache UEFI-Updates unter Linux sollen künftig auch mit Lenovo-Laptops möglich sein. Der zuständige Entwickler nennt das eine "Riesensache" und erwartet, dass die Updates mehrere Hunderttausend Nutzer erreichen werden.
Die aktuelle Version 60 des Thunderbird basiert erstmals auf der neuen Firefox-Quantum-Engine. Das Projekt erhält damit ein überarbeitetes Aussehen und Webextensions. Das Team hat außerdem den Umgang mit Anhängen und den Kalender überarbeitet.
In einem Kommentar bezeichnet ein Hostinganbieter die DNS-over-HTTPS-Experimente im Firefox als "gefährlich", Sicherheitsexperte Felix von Leitner stimmt dem zu. Die Kritik schießt dabei wohl aber über das Ziel hinaus, denn hinsichtlich der stabilen Umsetzung steht noch gar nichts fest.
Die Stadtverwaltung von Italiens Hauptstadt Rom hat damit angefangen, ihre Workstations auf Libreoffice umzustellen. Dazu werden teils Jahrzehnte alte Zulieferverträge verändert und bis zu 14.000 Rechner migriert.
Schweben Apple-Mitarbeiter künftig mit dem Hyperloop zur Arbeit? Der Bürgermeister von Cupertino möchte gern eine Trasse des Schwebezugs in die Nachbarstadt San José bauen - with a little help from his friends at Apple.
Ein Team ehemaliger GPG-Entwickler arbeitet mit dem Sequoia-Projekt an einer OpenPGP-Implementierung in Rust. Sie soll den Umgang mit PGP erleichtern und aktuellen Plänen zufolge erstmals im kommenden Herbst stabil erscheinen.
Die Betaversion 69 von Googles Chrome-Browser enthält einen Decoder für den neuen freien Videocodec AV1. Das Team liefert außerdem die Unterstützung für eine neue Art von Hardwareschlüssel, aktiviert den Bild-in-Bild-Modus für Videos und CSS umfließt Display-Notches.
Der hauseigene Chiphersteller von Huawei, Hisilicon, erstellt mit Warpdrive ein neues Framework für den Linux-Kernel. Damit soll sich besondere Beschleuniger-Hardware leichter nutzen lassen.
Aufgrund von Problemen mit BGP liefen einige Telegram-Nachrichten offenbar durch die Netzwerke des iranischen Internetbetreibers. Ob es sich dabei um einen gezielten Angriff oder ein Versehen handelt, ist unklar.
Aus Unzufriedenheit hatten einige Kernentwickler der Router-Distribution OpenWRT das Projekt unter dem Namen Lede abgespalten. Inzwischen ist die Community wieder vereint und stellt die erste Veröffentlichung der nun wieder gemeinsamen Arbeiten bereit.
Zwei Jahre nach der ersten öffentlichen Vorstellung ist die VPN-Lösung Wireguard erstmals zur Aufnahme in den Linux-Kernel vorgeschlagen worden. Bis zur endgültigen Aufnahme dürfte es zwar noch dauern, das Projekt bekommt aber viel prominente Unterstützung.
Um die interne Entwicklung von Windows auf das Werkzeug Git umstellen zu können, hat Microsoft ein eigenes virtuelles Dateisystem geschaffen. Aufgrund einer Namensgleichheit mit anderen Projekten heißt die Technik künftig VFS for Git statt GVFS.
Die technische Universität Madras in Indien arbeitet an Open-Source-CPUs auf Basis des freien Befehlssatzes RISC-V. Das Projekt meldet nun einen ersten Erfolg: Das erste Tape-out startet eine Linux-Distribution.
Das Firefox-Team von Mozilla will seine Multi-Prozess-Architektur weiter ausbauen und eine ähnlich strikte Seitenisolierung umsetzen wie Googles Chrome. Zunächst muss dafür aber die Speicherbelegung verringert werden.
Die Notebook-Serie XPS 13 bietet Dell in der Developer-Edition mit vorinstalliertem Ubuntu künftig mit der aktuellen Version 18.04 LTS alias Bionic an. Dieses Angebot ist vorerst nur in den USA verfügbar, soll aber bald auch in Europa zu haben sein.
Nach einer Wartezeit von mehr als 100 Tagen vermutet Curl-Entwickler Daniel Stenberg inzwischen, dass die USA ihm wohl auch ein zweites Mal die Einreise verweigern wird. Er kann damit nicht an den Konferenzen seines Arbeitgebers Mozilla teilnehmen.
Bisher gibt es kaum Informationen zur Auswirkung der Lücke im Bluetooth-Pairing auf Linux-Systeme. Es gibt zwar einen Patch, der das Problem grundlegend löst - und damit auch für andere Verwendungszwecke als Bluetooth dienen kann. Bis der Patch die Nutzer erreicht, dauert es aber wohl noch mehrere Wochen.
Seit 25 Jahren arbeitet Patrick Volkerding an der Linux-Distribution Slackware. In einem Forumsbeitrag gibt der Entwickler nun bekannt, dass er von den Betreibern des Slackware-Shops betrogen worden und mittlerweile fast pleite sei.