Abo
  • IT-Karriere:

Clear Linux: Intel startet Linux-Distro für sicherheitskritische Einsätze

Das Safety Critical Project for Linux OS (SCL) von Intel soll eine neue Linux-Distribution mit Fokus auf Sicherheit erstellen. Diese Distribution soll in autonomen Robotern, Drohnen, Autos und kritischer Infrastruktur zum Einsatz kommen.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Intels Imad Sousou stellt SCL auf dem OSS-Summit in Vancouver vor.
Intels Imad Sousou stellt SCL auf dem OSS-Summit in Vancouver vor. (Bild: Linux Foundation/CC-BY 2.0)

Mit der steigenden Verbreitung von autonomen Robotern in Fabriken oder eigenständig agierenden Autos beziehungsweise Drohnen auf unseren Straßen steige das Sicherheitsbedürfnis vor allem mit Blick auf die eingesetzte Software. So stellt es zumindest Hersteller Intel dar, der deshalb eine eigene Linux-Distribution erstellen will, die besonders auf sicherheitskritische Einsätze zugeschnitten ist und auch schlicht so heißt: Safety Critical Project for Linux OS (SCL). Damit sollen auch bisherige Eigenlösungen einzelner Hersteller abgelöst werden.

Stellenmarkt
  1. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach
  2. WITRON Gruppe, Parkstein (Raum Weiden / Oberpfalz)

Das Projekt soll auf Intels Clear Linux basieren. Die neue Distribution will Intel laut der Ankündigung des Intel-Managers Imad Sousou im Binärformat verteilen. Pakete existieren als "funktionale Zusammenstellungen", wobei sich Intel vermutlich an Containerformaten wie Flatpak, Snap oder Ähnlichem orientiert. Software-Updates will Intel in die Distributionsarchitektur für das Betriebssystem integrieren, um schneller Sicherheitsupdates einzuspielen.

  • SCL soll auf Bare-Metal-Servern oder auch in virtualisierten Umgebungen laufen. (Bild: Intel)
SCL soll auf Bare-Metal-Servern oder auch in virtualisierten Umgebungen laufen. (Bild: Intel)

Das System soll eine einfache Versionierung erhalten und Reproduzierbarkeit und Nachverfolgbarkeit der Dateien sicherstellen, auch, um zertifizierbar zu sein. Erstellen will Intel SCL in einem automatisierten Prozess, um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten und die Entwicklungskosten zu senken. Insgesamt will es das Projekt einfacher machen, sichere und nachverfolgbare Systeme zu entwickeln, inklusive Analyse- und Testmöglichkeiten.

Angesichts der aktuellen Sicherheitslücken in Intel-Hardware und dem Umgang des Unternehmens mit den Folgen ist das Timing für das SCL-Projekt womöglich nicht perfekt. Der Nutzen sicherer Systeme für diese Art von Hardware steht außer Frage, doch es gibt schon länger andere Projekte, die ähnliche Ansätze verfolgen. Zudem steht Intels eigene Hardware häufig im Fokus der Kritik von Sicherheitsforschern, etwa Intels Management Engine. Mit Clear Linux und dessen Verbreitung in Cloud-Einsatzgebieten hat Intel offenbar aber gute Erfahrungen gesammelt.

Für das neue Projekt hat Intel eine eigene Webseite eingerichtet, einen passenden Vortrag hat Sousou auf dem Open Source Summit in Vancouver gehalten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-64%) 35,99€
  2. 4,99€
  3. (-75%) 9,99€

bionade24 30. Aug 2018

...ist selber Schuld. Selbst wenn das Distro Open Source wäre, wenns keinen interessiert...

Blackwatcher 30. Aug 2018

Open Source ist aber leider keinerlei Garantie dafür das die Sache sicher ist. Das haben...

PSmith 30. Aug 2018

.... siehe Themazeile... ich sag' nur: Intel ME und Intel Meltdown&Spectre.


Folgen Sie uns
       


LG G8x Thinq - Hands on

Das G8x Thinq von LG kann mit einer speziellen Hülle verwendet werden, die dem Smartphone einen zweiten Bildschirm hinzufügt. Golem.de hat sich das Gespann in einem ersten Kurztest angeschaut.

LG G8x Thinq - Hands on Video aufrufen
Minecraft Earth angespielt: Die Invasion der Klötzchen
Minecraft Earth angespielt
Die Invasion der Klötzchen

Kämpfe mit Skeletten im Stadtpark, Begegnungen mit Schweinchen im Einkaufszentrum: Golem.de hat Minecraft Earth ausprobiert. Trotz Sammelaspekten hat das AR-Spiel ein ganz anderes Konzept als Pokémon Go - aber spannend ist es ebenfalls.
Von Peter Steinlechner

  1. Microsoft Minecraft hat 112 Millionen Spieler im Monat
  2. Machine Learning Facebooks KI-Assistent hilft beim Bau von Minecraft-Werken
  3. Nvidia Minecraft bekommt Raytracing statt Super-Duper-Grafik

Telekom Smart Speaker im Test: Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht
Telekom Smart Speaker im Test
Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Die Deutsche Telekom bietet derzeit den einzigen smarten Lautsprecher an, mit dem sich parallel zwei digitale Assistenten nutzen lassen. Der Magenta-Assistent lässt einiges zu wünschen übrig, aber die Parallelnutzung von Alexa funktioniert schon fast zu gut.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Smarte Lautsprecher Amazon liegt nicht nur in Deutschland vor Google
  2. Pure Discovr Schrumpfender Alexa-Lautsprecher mit Akku wird teurer
  3. Bose Portable Home Speaker Lautsprecher mit Akku, Airplay 2, Alexa und Google Assistant

WLAN-Kameras ausgeknipst: Wer hat die Winkekatze geklaut?
WLAN-Kameras ausgeknipst
Wer hat die Winkekatze geklaut?

Weg ist die Winkekatze - und keine unserer vier Überwachungskameras hat den Dieb gesehen. Denn WLAN-Cams von Abus, Nest, Yi Technology und Arlo lassen sich ganz einfach ausschalten.
Von Moritz Tremmel

  1. Wi-Fi 6 Router und Clients für den neuen WLAN-Standard
  2. Wi-Fi 6 und 802.11ax Was bringt der neue WLAN-Standard?
  3. Brandenburg Vodafone errichtet 1.200 kostenlose WLAN-Hotspots

    •  /