Open-Source-Werkzeug: Curl bekommt offizielle eigene Windows-Builds

Das Open-Source-Werkzeug Curl zum Dateitransfer und -download im Web ist eigentlich ein inzwischen schon klassisches Unix-Tool. Doch das hilfreiche Werkzeug, das häufig auch in Autos(öffnet im neuen Fenster) oder Waschmaschinen eingesetzt wird, läuft auch schon seit mehr als 20 Jahren auf Windows. Das Curl-Projekt erhält nun erstmals seit Jahren wieder "offiziell und abgesegnete Curl-Builds für Windows" , wie der Projektgründer und Maintainer Daniel Stenberg in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) schreibt.
"Das bedeutet, dass wir eine Reihe empfohlener Curl-Pakete haben, die wir Benutzern unter Windows zum Herunterladen empfehlen" , schreibt Stenberg dazu als Erklärung. Unter "Linux, MacOS, Cygwin oder so ziemlich jeder anderen Alternative, die es da draußen gibt" , müssten Nutzer ihre Software in Binärform nicht von einer eventuell zufälligen Webseite herunterladen, heißt es weiter. Stenberg zufolge seien Windows-Nutzer aber leider genau dazu gezwungen.
Zwar gab es eine Zeit lang bereits offizielle Windows-Builds von Curl, der zuständige Betreuer hatte das Curl-Projekt jedoch verlassen. Diesen Missstand behebt das Projekt nun durch die Übernahme der Builds eines Entwicklers, der bereits Curl-Builds für Windows pflegt. Diese werden nun also auch über die offizielle Curl-Downloadwebseite(öffnet im neuen Fenster) verteilt und Nutzer können die Software damit von einer vertrauenswürdigen Quelle beziehen.
Zusätzlich zu den nun offiziellen Windows-Builds des Curl-Projekts haben Nutzer seit Anfang dieses Jahres auch die Möglichkeit, ein Curl-Build in Windows 10 zu beziehen, das von Microsoft gepflegt wird . Zu diesem Schritt hat sich Microsoft entschieden, nachdem der Befehl Curl zunächst nur ein Alias für die Powershell gewesen ist, was Nutzern des echten Curl einige Probleme bereitet hat.