Akademy: KDE Plasma Mobile hat weiter Hardware-Probleme

Die Mobile-Oberfläche von KDE Plasma kämpft weiter mit dem Problem fehlender Hardware-Unterstützung. Dank verschiedener Initiativen mit Mainline-Treibern für Smartphones kommt das Projekt aber besser voran. Und das Erstellen des Systems werde deutlich vereinfacht, sagt der zuständige Entwickler.

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Postmarket OS setzt bereits auf freie Treiber und Plasma Mobile.
Postmarket OS setzt bereits auf freie Treiber und Plasma Mobile. (Bild: Postmarket OS)

Seit ungefähr drei Jahren arbeitet die KDE-Community mit Plasma Mobile an einer speziell angepassten Oberfläche seiner Software, die für Mobile-Geräte und allen voran Smartphones gedacht ist. Der bisher größte Hinderungsgrund für eine weite Verbreitung von Plasma Mobile sei die schlechte Hardware-Unterstützung gewesen und wirklich "offene Geräte" gebe es kaum, sagt der Entwickler Bhushan Shah auf der KDE Akademy, die derzeit in Wien stattfindet. Dank verschiedener Initiativen werde dieses Problem aber immer kleiner und jetzt gebe es immerhin schon offene Geräte.

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Shah zählt etwa die Open-Devices-Initiative von Sony auf, die zumindest ansatzweise versuche, Treiber für die Geräte in den sogenannten Mainline-Kernel zu integrieren. Befördert wird dies von der immer stärkeren Kooperation von Qualcomm mit der Linux-Kernel-Community sowie deren gemeinsamer Anstrengungen zur Treiberpflege. Zusätzlich zu den Freedreno-Grafiktreibern gibt es nun auch Bluetooth- und Wlan-Treiber, und auch der Telefonie-Stack Ofono laufe auf immer mehr dieser Geräte.

Hardware-Initiativen geben Plasma Mobile Hoffnung

Besonders erfreut zeigt sich Shah über das Smartphone-Projekt Librem 5 von Purism, das von Beginn an darauf ausgelegt ist, Hardware mit verfügbaren Mainline-Treibern zu verwenden, oder diese möglichst schnell zu erstellen. Plasma-Mobile laufe bereits auf der ersten Version des Entwickler-Kits von Librem 5. Darüber hinaus wollen Purism und die KDE-Community weiter für das Projekt zusammenarbeiten. Geplant ist, dass das Librem 5 Anfang Januar 2019 erscheint, ob der Termin gehalten werden kann ist derzeit aber noch unklar.

Für Shah folgt aus der freien Verfügbarkeit der Treiber und vor allem deren Integration in den üblichen Linux-Stack eine wesentlich einfachere Entwicklung. Auf gerätespezifische Hacks wie über Libhyris oder die Abstraktionsschicht Halium könne dabei komplett verzichtet werden. Es handele sich dann einfach um den gleichen Stack mit der gleichen Treiberherkunft wie für die Linux-Desktop-Distributionen mit dem KDE Plasma Desktop.

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Daraus folgt, dass Plasma Mobile künftig auch einfach von anderen Distributionen in einem Abbild für Smartphones vertrieben werden könnte. Theoretisch könnten so auch Debian, Opensuse oder andere vergleichsweise leicht Mobile-Distributionen anbieten, versichert Shah.

Ganz soweit ist das Projekt und auch verschiedene Hardware-Initiativen noch nicht. Aber zusätzlich zu dem Librem 5 und einigen wenigen Geräten, die mittlerweile ein relativ gute Mainline-Unterstützung haben wie etwa das Nexus 5, gibt es mit Postmarket OS inzwischen ein recht aktive Community, die viel daran setzt, Treiber für Geräte in den Mainline-Kernel einzupflegen oder zumindest Treiber Out-of-Tree zu erstellen, die dann mit dem üblichen Linux-Stack genutzt werden können und nicht mehr auf einen Android-Unterbau und proprietäre Bestandteile angewiesen sind. Postmarket OS setzt wie von Shah beschrieben mit Alpine Linux auf eine alternative Linux-Distribution für sein Basissystem.

Shah zeigt sich ebenso erfreut über unterschiedliche Community-Versuche zum Erstellen eines freien Grafiktreibers für die Mali-GPU von ARM, so dass künftig auch andere Geräte als jene mit Qualcomm-SoC von der Linux-Community für ihre freien alternativen Systeme genutzt werden können. Bis es soweit ist, dauert es wohl aber noch einige Zeit.

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