• IT-Karriere:
  • Services:

Cloud: Dropbox fährt Linux-Support zurück

Ein Dropbox-Nutzer hat eine überraschende Ankündigung des Cloud-Dienstes entdeckt. Laut dieser stellt Dropbox ab Anfang November das Synchronisieren ein, wenn der Dienst kein unverschlüsseltes Ext 4 vorfindet.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin
Über die Gründe von Dropbox kann momentan nur spekuliert werden.
Über die Gründe von Dropbox kann momentan nur spekuliert werden. (Bild: Drew Angerer/Getty Images)

Es ist eine schlechte Nachricht für Nutzer, die andere Dateisysteme wie XFS oder Btr-FS verwenden - und das sind nicht wenige: Dropbox synchronisiert ab November nicht mehr, wenn es kein unverschlüsseltes Ext 4 vorfindet. Einige Distributionen wie Suse setzen zum Beispiel standardmäßig auf Btr-FS. Fedora Server und ältere Desktopversionen von Fedora setzen auf XFS. Viele Linux-Distributionen bieten zwar Ext 4 an, überlassen den Nutzern aber auch die Wahl eines alternativen Dateisystems.

Stellenmarkt
  1. WBS GRUPPE, deutschlandweit (Home-Office)
  2. AKDB Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern, verschiedene Standorte

Von Dropbox kommen zur Umstellung nur wenige Informationen, ein Dropbox-Mitarbeiter namens Jay bestätigte die neue Richtung aber im Forum. Demnach setzt der Cloud-Software-Hersteller ab dem 7. November auf die Extended Attributes (Xattr) von Ext 4, um Dateien zu identifizieren und zu synchronisieren. Die Firma habe die Systemanforderungen für die Desktop-App angepasst.

Über die Gründe der Dropbox-Entscheidung lässt sich nur spekulieren. Einige Nutzer vermuten eine simple Strategie zur Kosteneinsparung. Dropbox war kürzlich in den Wirtschaftsnachrichten, weil COO Dennis Woodside das Unternehmen verließ. Er gehörte zu den treibenden Kräften, die Dropbox fit für den Börsengang gemacht hatten. Nach seinem angekündigten Rücktritt verlor die Aktie des Unternehmens ein paar Punkte.

Kritik und Workarounds

Ob Dropbox tatsächlich auch verschlüsselte Ext-4-Dateisysteme nicht mehr unterstützt, ist noch unklar, eine offizielle Aussage gibt es dazu bislang nicht. So ein Schritt träfe aber wohl zahlreiche Firmengeräte mit Linux, denn viele Unternehmen geben ihre Mitarbeiterlaptops nur mit verschlüsselten Dateisystemen heraus. Betrifft die Dropbox-Entscheidung auch sie, hat die Unternehmens-IT demnächst viel zu tun, um die Nutzer umzustellen.

Viele Nutzer äußern sich in dem Forumsbeitrag verärgert über Dropbox. Sie kritisieren nicht nur die kurzfristige Ankündigung des Unternehmens, sondern auch, dass viele andere Dateisysteme ebenfalls schon lange Extended Attributes mitbrächten und Dropbox auf diesen Dateisystemen bis heute problemlos liefe.

Auch über Alternativen und Workarounds diskutieren die Anwender. So besteht wohl eine Option darin, einen Teil des Dateisystems als Ext-4-Loopmount-Device einzurichten und den Dropbox-Ordner dort anzulegen. Auch virtuelle Maschinen könnten eine Alternative sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ (PC), 64,97€ (PS4), 69,99€ (Xbox One)
  2. 5€
  3. 27,99€
  4. 9,49€

bionade24 16. Aug 2018

Da soll mir mal wer erklären was bei Windows (Server) einfacher ist. Spätestens nach den...

DASPRiD 16. Aug 2018

Oh, gut zu wissen, dass das nicht mehr offiziell unterstützt wird, danke. Ich hab von...

FreiGeistler 16. Aug 2018

Und wenn du deine daten über die üblichen cloud-dienste via Cryptomator verschlüsselst...

a user 16. Aug 2018

Welche Kosten? Da diese Funktion von fast jedem Dateisystem unter Linux genau gleich...

eidolon 16. Aug 2018

Ich kenne ne Menge Leute, die Dropbox nutzen. Aber kein einziger davon bezahlt dafür. Und...


Folgen Sie uns
       


O2 Free Unlimited im Test

Wir haben die beiden in der Geschwindigkeit beschränkten Smartphone-Tarife von Telefónica getestet, die eine echte Datenflatrate anbieten. Selbst der kleine Tarif O2 Free Unlimited Basic ist für typische Smartphone-Aufgaben ausreichend.

O2 Free Unlimited im Test Video aufrufen
Elektromobilität: Ein Besuch im tschechischen Grünheide
Elektromobilität
Ein Besuch im tschechischen Grünheide

Der Autohersteller Hyundai fertigt einen Teil seiner Kona Elektros jetzt in der EU. Im tschechischen Nošovice rollen pro Jahr bis zu 35.000 Elektroautos vom Band - sollte es keine Corona-bedingten Unterbrechungen geben. Ein Werksbesuch.
Von Dirk Kunde

  1. Crossover-Elektroauto Model Y fährt effizienter als Model 3
  2. Wohnungseigentumsgesetz Regierung beschließt Anspruch auf private Ladestelle
  3. Plugin-Hybride BMW setzt Anreize für höhere Stromerquote

Microsoft Teams im Alltag: Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten
Microsoft Teams im Alltag
Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten

Wir verwenden Microsofts Chat-Dienst Teams seit vielen Monaten in der Redaktion. Im Alltag zeigen sich so viele Probleme, dass es eigentlich eine Belohnung für alle geben müsste, die das Produkt verwenden.
Von Ingo Pakalski

  1. Adobe-Fontbibliothek Font-Sicherheitslücke in Windows ohne Fix
  2. Microsoft Trailer zeigt neues Design von Windows 10
  3. Unternehmens-Chat Microsoft verbessert Teams

Autorennen: Rennsportler fahren im Homeoffice
Autorennen
Rennsportler fahren im Homeoffice

Formel 1? Gestrichen. DTM? Gestrichen. Formel E? Gestrichen. Jetzt treten die Rennprofis gegen die besten Onlinefahrer der Welt an.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. E-Sport Die Formel 1 geht online weiter
  2. Lvl Von der Donnerkuppel bis zum perfekten Burger
  3. E-Sport Gran-Turismo-Champion gewinnt auch echte Rennserie

    •  /