Display-Server: Wayland will von regelmäßigen Veröffentlichungen abrücken

Offenbar ist die Entwicklung des Kerns der Wayland-Display-Architektur so weit fortgeschritten, dass das zuständige Team von regelmäßigen Veröffentlichungen abrücken will. Nach der aktuellen Version 1.16 könnte es neue Versionen nur noch geben, wenn sie nötig werden.

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Die Linux-Distribution Fedora nutzt Gnome mit Wayland als Standard.
Die Linux-Distribution Fedora nutzt Gnome mit Wayland als Standard. (Bild: Red Hat)

Seit rund zehn Jahren entsteht mit Wayland eine Display-Server-Architektur, die als moderne Alternative den X-Server langfristig ersetzen soll und teilweise bereits als Standard eingesetzt wird. Kern der Arbeiten ist das namensgebende Wayland-Protokoll sowie dessen Implementierung als Bibliothek, die in Teilen auch für die Client- und Server-Bestandteile der neuen Grafikarchitektur genutzt wird. Zur Veröffentlichung der aktuellen Version 1.16 schreibt der zuständige Release-Manager Derek Foreman, dass dies die wahrscheinlich letzte Version ist, die in einem regelmäßigen Rhythmus erschienen ist.

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Bisher stellte das Projekt im Rhythmus von sechs Monaten jeweils neue Versionen bereit, auch wenn die Entwickler diesen Zeitplan nicht immer einhalten konnten. Parallel dazu erschien die Referenzimplementierung des sogenannten Wayland-Compositors, Weston. Der Samsung-Angestellte Foreman schreibt nun jedoch, dass seiner Meinung nach die Veröffentlichungen von Wayland und Weston künftig getrennt werden sollten. In der E-Mail schreibt er, Wayland "sollte bei kritischen Fehlerbehebungen oder wichtigen Änderungen nach Bedarf veröffentlicht werden".

Er führt weiter aus: "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehe ich keine Notwendigkeit, eine nächste Wayland-Veröffentlichung zu planen. Sollte es jedoch keine Veröffentlichung gegeben haben, wenn wir uns der nächsten großen Veröffentlichung von Weston nähern, können wir uns ansehen, was im Code gelandet ist und entscheiden, ob eine Veröffentlichung nötig ist".

Ursächlicher Grund für diese Idee ist offenbar die zunehmend langsamer werdende Entwicklung dieses Kernteils der Wayland-Display-Architektur, der nur noch wenige neue Funktionen und tiefgreifende Änderungen erfährt. Weitergehende Arbeiten betreffen vor allem Weston oder auch die zusätzliche Protokollsammlung in dem Paket Wayland-Protocols.

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