Akademy: Plugins entfernen ist für KDE keine Lösung

Der Plasma-Desktop von KDE ist dank seiner Plugin-Architektur leicht erweiterbar, was laut Entwickler David Edmundson aber auch zu vielen Fehlern und Problemen führt. Er schlägt deshalb Lösungen vor, wie das System erhalten und trotzdem verbessert werden könne.

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Der KDE Plasma Desktop bietet zahlreiche Schnittstellen und Möglichkeiten zur Erweiterung.
Der KDE Plasma Desktop bietet zahlreiche Schnittstellen und Möglichkeiten zur Erweiterung. (Bild: KDE)

Der Plasma-Desktop von KDE ist eigentlich nur eine Sammlung vieler kleiner Bestandteile - etwa verschiedenen Anbietern für die globale Suche, verschiedenen Modulen für die Systemeinstellungen, Applets, Hintergrunddiensten und einer ansonsten leeren Shell. Besonders daran ist laut Entwickler David Edmundson jedoch, dass externe Entwickler auf diese Infrastruktur zugreifen und so den Desktop leicht erweitern können, was Entwickler wie Nutzer zu schätzen wissen. Daraus ergeben sich unter Umständen aber auch gravierende Probleme, wie Edmundson auf der KDE Akademy in Wien beschrieb.

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Schlimmstenfalls stürze der Desktop etwa nur wegen des Fehlverhaltens eines externen Applets ab, berichtete der Entwickler. Das gehe sogar soweit, das viele der Fehler, die Nutzer an KDE berichteten, oft Software beträfen, die das KDE-Projekt selbst gar nicht verteile - wie eben Applets von externen Entwicklern.

Änderungen sind unausweichlich

Anders als das Gnome-Projekt, das überlegt, seine Unterstützung für Erweiterungen aufgrund der vielen Fehler und Inkompatibilitäten eventuell wieder einzustellen, sollten die Erweiterbarkeit und der prinzipiell offene Aufbau von Plasma laut Edmundson jedoch aufrechterhalten bleiben.

Konkrete Ideen, wie das geschehen könne, stellte der Entwickler in seinem Vortrag vor. Dabei handelte es sich jedoch fast ausschließlich um Machbarkeitsstudien oder theoretische Überlegungen. Diese sollten der Community als Anstoß für weitere Diskussionen und mögliche Problemlösungen dienen.

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Die Veränderungen müssen aus Sicht von Edmundson aber auch ohne das Auftreten von Fehlern umgesetzt werden. Das liegt unter anderem an dem Aufkommen neuer Techniken, etwa Snap und Flatpak, oder auch dem irgendwann erscheinenden Qt 6. Die damit verbundenen Änderungen treffen das Plasma-Projekt in jedem Fall. Edmundson will dabei nicht nur vorsorgen, sondern auch bestehende Probleme lösen.

Standardisierte Kommunikation für Erweiterungen

Konkret schlägt er vor, dass es keine hausgemachte Kommunikationsschnittstelle zwischen Plasma und den Erweiterungen geben solle. Diese sollten vielmehr per D-Bus sowie durch einen eigenen kleinen Dienst miteinander kommunizieren. Im Falle der Suchanbieter für die globale Suche habe das erfolgreich funktioniert, die Nutzer hätten von dem Umbau nichts bemerkt, und die Anzahl der Fehler sei zurückgegangen.

Für Applets oder weitere tiefgreifende Teile schlägt der Entwickler vor, diese wie eine externe Anwendung in Plasma einzubetten und dank Wayland entsprechend integriert zu rendern. Das ist Edmundson zufolge theoretisch technisch möglich, wie er in einer Demo zeigte. Aber auch dabei gebe es viele Probleme zu lösen, bevor das System genutzt werden könne. Dazu gehörten Fragen zur Konfiguration, verfügbarem Festspeicher oder der Integration von Pop-Up-Menüs, die viele Applets bisher nutzen. Darüber hinaus würde das Auslagern der Applets in dann eigene Prozesse die Speichernutzung massiv erhöhen. Edmundson schätzt den Mehrbedarf auf etwa 20 MByte pro Applet.

Ob und wann die Ideen und Vorschläge Edmundsons umgesetzt werden, wird sich bis auf wenige bereits realisierte Ausnahmen vermutlich erst in den kommenden Jahren sowie nach einigen Diskussionen zeigen.

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