Linux-Distribution: Slackware-Gründer offenbar um Einnahmen betrogen

Im Store der altgedienten Linux-Distribution Slackware lassen sich unter anderem T-Shirts und Installations-DVDs der Distribution kaufen. Ein Teil der Einnahmen soll an Projektgründer und Betreuer Patrick Volkerding fließen, der daraus die Weiterentwicklung von Slackware finanziert. In einem Forenbeitrag auf der Seite Linuxquestions.org beklagt Volkerding jedoch(öffnet im neuen Fenster) , dass ihn sein Geschäftspartner betrogen habe, und er derzeit fast pleite sei.
In den vergangenen zwei Jahren sei er nicht mehr bezahlt worden. Die Slackware-Version 14.2 habe im Shop zwar Einnahmen von fast 100.000 US-Dollar generiert, davon habe er aber nur 15.000 US-Dollar erhalten. Der Shop-Betreiber habe ihm gesagt, dass er mit diesem Betrag noch überbezahlt sei.
Volkerding schrieb weiter, dass den Shop ein Unternehmen betreibe, an dem er selbst zusammen mit seiner Frau 40 Prozent und sein Geschäftspartner 60 Prozent hielten. Diese Aufteilung erschien ihm fair, da das Unternehmen auch für seine Familie die Krankenversicherung bezahlt habe und Ausgaben für beispielsweise die Produktion und den Versand der Güter anfielen. Sein vormaliger Geschäftspartner habe jedoch ohne sein Wissen seinen Anteil am Unternehmen verkauft, womit die Probleme begonnenen hätten.
Einnahmen zurzeit nur über private Spenden
Derzeit überlegt Volkerding, auf welchen Wegen er neue Einnahmen generieren könne und ist offen für Vorschläge. Der Slackware-Shop ist derzeit noch geöffnet, den dort früher ebenfalls vorhandenen Spendenbutton ließ Volkerding jedoch entfernen. In einem weiteren Beitrag gab er seine Paypal-Adresse an, über die derzeit Spenden an ihn geschickt werden können. Im gleichen Beitrag führt er zudem aus, dass der Geschäftspartner mittlerweile die über die Seite eingegangenen Spenden an ihn weiterreichen wolle.
Trotz der aktuellen Probleme solle die Entwicklung von Slackware 15.0 in jedem Fall weiterlaufen, betonte Volkerding.



