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Betriebssysteme: Linux 4.19rc1 optimiert Datei-, Netzwerk- und CPU-Zugriffe

Die Sicherheitslücken in aktuellen Prozessoren lassen die Kernel-Entwickler auch in der kommenden Version 4.19 des Linux-Kernels nicht los. Darüber hinaus gibt es etliche Neuerungen, die Datei- und Netzwerkzugriffe verbessern.

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Linux 4.19 sorgt für schnellere Dateizugriffe, schnellere Netzwerkverbindungen und Entlastung bei CPUs.
Linux 4.19 sorgt für schnellere Dateizugriffe, schnellere Netzwerkverbindungen und Entlastung bei CPUs. (Bild: Martin Abegglen/CC-BY 2.0)

Mit der Freigabe des ersten Release Candidates des Linux-Kernels 4.19 läutet Linux-Erfinder Linus Torvalds die etwa sechs Wochen andauernde Testphase ein. Auch in dieser Linux-Version gibt es Patches zu den bekanntgewordenen Sicherheitslücken aktueller Prozessoren. Torvalds spricht deshalb von einem "frustrierenden Release". Darüber hinaus wurden etliche Anpassungen eingepflegt, die Netzwerk- und Datenträgerzugriffe sowie CPU-Auslastung verbessern.

Inhalt:
  1. Betriebssysteme: Linux 4.19rc1 optimiert Datei-, Netzwerk- und CPU-Zugriffe
  2. Optimierte Verwaltung von Netzwerkpaketen

Und wieder mussten sich sehr zu Linus Torvalds Ärgernis die Kernel-Entwickler mit Fixes für Sicherheitslücken in CPUs herumschlagen. Diesmal wurden in aller Eile Patches für die jüngst entdeckte Foreshadow-Lücke (L1TF) eingereicht. Über die Lücke können Prozesse über den Level-1-Cache von Intel-CPUs unberechtigt Speicher auslesen. Besonders in virtualisierten Umgebungen kann die Lücke ausgenutzt werden, etwa indem aus einem Gastsystem auf den Host zugegriffen werden kann. Gegen die Sicherheitslücke Meltdown wurden bereits die Kernel-Page-Table-Isolation-Patches für 64-Bit-Systeme implementiert. Seit Linux 4.19 sind auch 32-Bit-Systeme damit abgesichert.

Besser getaktet, mehr Energie gespart

Um die geeigneten Takteinstellungen für die CPU zu finden, verwendet der Linux-Kernel einen Scheduler. Dessen Algorithmus wurde nun erweitert, so dass er die benötigte Zeit der Echtzeitprozesse, Deadline-Prozesse und Interrupts registriert und dementsprechend die Taktung der CPU anpasst. Zudem wurde die Programmierschnittstelle zur Abfrage von asynchronen Ein- und Ausgaben (Asynchronous I/O Polling Interface) wieder in den Kernel aufgenommen. Nachdem sie in Linux 4.18 zunächst Einzug hielt, wurde der Code wieder entfernt, weil Torvalds ihn nochmals begutachtete und damit nicht zufrieden war. Aufräumarbeiten fiel der Tracing-Mechanismus Jprobes zum Opfer, der längst durch Ftrace abgelöst worden ist.

Der freie Treiber für Grafikkarten von AMD hat vergleichsweise wenige Neuerungen in Linux 4.19 erlebt. Für die integrierte Grafikeinheit in den Raven Ridge genannten Accelerated Processing Units (APU) gibt es einige neue Einstellungen, die Energie sparen sollen. Künftig ist es beispielsweise möglich, die Grafikeinheiten komplett zu deaktivieren, wenn sie nicht verwendet werden, etwa wenn eine externe Grafikkarte in einem System zum Einsatz kommt. Der Code für die Powerplay-Funktionen wurde ebenfalls nochmals überarbeitet und verbessert. Zudem greift der Treiber jetzt direkt auf die PCI-Express-Schnittstelle des Kernels zu und nutzt dafür nicht mehr den eigenen.

Neuer virtueller Grafiktreiber, Unterstützung für CEC-Fernbedienungen

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Mit dem Einzug des virtuellen Grafiktreibers für die Kernel Virtual Machine (KVM) kann über die Grafikserver X.org oder Wayland auf virtuelle Gastsysteme zugegriffen werden - auch ohne die Unterstützung von Grafikkarten. VKMS entstand im Rahmen von Googles Summer of Code und bietet bereits Verbindungen zu einem Display-Controller und einem Encoder. Der Code für VKMS wurde zunächst in Linux-Next aufgenommen und soll dort noch nach möglichen Verbesserungen untersucht werden, bevor er endgültig im Hauptzweig des Linux-Codes akzeptiert wird.

Optimierte Verwaltung von Netzwerkpaketen 
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