Abo
  • IT-Karriere:

Freier Befehlssatz: Indiens RISC-V-CPU Shakti bootet Linux

Die technische Universität Madras in Indien arbeitet an Open-Source-CPUs auf Basis des freien Befehlssatzes RISC-V. Das Projekt meldet nun einen ersten Erfolg: Das erste Tape-out startet eine Linux-Distribution.

Artikel veröffentlicht am ,
Die erste Fertigung der Shakti-CPUs ist geglückt.
Die erste Fertigung der Shakti-CPUs ist geglückt. (Bild: Shakti Processors)

Als Teil eines größer angelegten Projektes, das die IT Indiens unabhängiger machen soll, erstellt das Indian Institute of Technology (IIT) Madras CPU-Designs auf Grundlage des freien Befehlssatzes RISC-V. Das Team meldet nun einen Erfolg der Shakti genannten CPUs beim initialen Tape-out, also der ersten Testfertigung: Die CPUs laufen wie gewünscht und auf ihnen lässt sich eine Linux-Distribution starten.

Stellenmarkt
  1. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Sankt Wendel
  2. Kratzer EDV GmbH, München

Gefertigt wird die Testserie in Intels 22-nm-FinFET-Low-Power-Technologie (FFL), in den ersten Versuchen takten die CPU-Kernen bei 400 MHz. Bei den nun erstmals verfügbaren CPUs handelt es sich um die kleinste Variante der geplanten Shakti-CPUs. Einem Vortrag auf dem RISC-V-Workshop (PDF) zufolge sollen diese langfristig mit ARMs Cortex-A35 und -A55 konkurrieren können, auch wenn das Team noch nicht so weit ist. Der Vortrag liefert zusätzlich weitere Details zur geplanten Mikroarchitektur und der verwendeten Pipeline.

Der Red-Hat-Angestellte und bei der Linux-Distribution Fedora unter anderem für die initiale Unterstützung der RISC-V-Architektur zuständige Entwickler Richard W.M. Jones schreibt in einem Kommentar zur Linux-Unterstützung der Shakti-CPU-Kerne, dass diese die Befehlssatzerweiterung RVC für komprimierte Befehle nicht unterstützten. Die bisher erstellten Linux-Distributionen für RISC-V könnten deshalb nicht direkt auf den Shakti-CPUs starten.

Vielmehr müssten die Linux-Distributionen zur Verwendung auf den Shakti-Kernen vollständig neu kompiliert werden. Diese Versionen sind dann auch nicht direkt kompatibel zueinander. Das könne zu einer ähnlichen Fragmentierung führen, wie dies bereits für die ARM-CPU-Architektur der Fall ist, befürchtet Jones. Dass die Shakti-CPUs RVC nicht verwenden, liege schlicht daran, dass RVC zur Zeit der Designphase der Shakti-Kerne nicht standardisiert war und lediglich als optionale Erweiterung für RISC-V behandelt wurde.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 43,99€
  2. (-80%) 6,99€
  3. 44,99€
  4. (-78%) 11,00€

Folgen Sie uns
       


Asus Zephyrus G GA502 - Test

Sparsamer Sprinter mit dunklem Display: das Zephyrus G GA502 im Test.

Asus Zephyrus G GA502 - Test Video aufrufen
Sonos Move im Test: Der vielseitigste Lautsprecher von Sonos
Sonos Move im Test
Der vielseitigste Lautsprecher von Sonos

Der Move von Sonos überzeugt durch Bluetooth und ist dank Akku und stabilem Gehäuse vorzüglich für den Außeneinsatz geeignet. Bei den Funktionen ist der Lautsprecher leider nicht so smart wie er sein könnte.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Multiroom-Lautsprecher Sonos-App spielt keine lokalen Inhalte mehr vom iPhone ab
  2. Smarter Lautsprecher Erster Sonos-Lautsprecher mit Akku und Bluetooth
  3. Soundbars Audiohersteller Teufel investiert in eigene Ladenkette

Innovationen auf der IAA: Vom Abbiegeassistenten bis zum Solarglasdach
Innovationen auf der IAA
Vom Abbiegeassistenten bis zum Solarglasdach

IAA 2019 Auf der IAA in Frankfurt sieht man nicht nur neue Autos, sondern auch etliche innovative Anwendungen und Bauteile. Zulieferer und Forscher präsentieren in Frankfurt ihre Ideen. Eine kleine Auswahl.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. E-Auto Byton zeigt die Produktionsversion des M-Byte

IAA 2019: PS-Wahn statt Visionen
IAA 2019
PS-Wahn statt Visionen

IAA 2019 Alle Autobosse bekennen sich auf der IAA zur Nachhaltigkeit, doch auf den Ständen findet man weiterhin viele große, spritfressende Modelle. Dabei stellt sich die grundsätzliche Frage: Ist das Konzept der Automesse noch zeitgemäß?
Eine Analyse von Dirk Kunde


      •  /