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Steam Play: Valve macht mehr Spiele für Linux kompatibel

Die neue Version von Steam Play nutzt Vulkan, um weitere Spiele für Linux kompatibel zu machen. Valve soll dadurch bereits diverse Titel wie Stalker oder Quake portiert haben. Schwierig wird das bei Spielen mit komplexen Anti-Cheat-Systemen.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Das Linux-Wahrzeichen mit rotem Ventil im Auge in Anlehnung an Valves Firmenlogo
Das Linux-Wahrzeichen mit rotem Ventil im Auge in Anlehnung an Valves Firmenlogo (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Valve verfolgt weiterhin das Ziel, Linux in eine Spieleplattform zu verwandeln. Um noch deutlich mehr als die 3000 bisherigen Spiele für Linux-Nutzer verfügbar zu machen, setzt die neue Betaversion von Steam Play künftig verstärkt auf eine Wine-Modifikation namens Proton. Außerdem wird verstärkt auf die Windows- und Linux-kompatible Grafikschnittstelle Vulkan gesetzt.

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Bereits in den letzten zwei Jahren habe sich die Spieleplattform Steam mit den verschiedenen Kompatibilitätsplattformen für Linux beschäftigt, heißt es in der Ankündigung. Ziel sei es, den Linux-Nutzern des Steam-Clients Zugriff auf einen größeren Katalog an Spielen zu ermöglichen. Zugleich wolle man es Entwicklern einfacher machen, Linux als Plattform zu unterstützen.

Die Beta von Steam Play verspreche Kompatibilität mit verschiedenen Windows-Spielen. Der Quellcode dazu ist auf Github zu finden. Dank Proton betreiben Anwender Windows-Spiele ohne Linux-Support nun über den Steam-Client, mit nativer Unterstützung für Steamworks und Open VR. Die Directx-11- und -12-Implementierungen basieren auf der betriebssystemübergreifenden API Vulkan, was die Performance verbessern und die Spielekompatibilität erhöhen soll. VKD3D als Direct-3D-12-Variante ist ein Ergebnis daraus.

Besserer Hardware- und Multithreading-Support

Weiterhin haben die Steam-Entwickler den Vollbild-Support verbessert. Die native Monitor-Auflösung spielt keine Rolle mehr und ein virtueller Desktop ist für den Spielbetrieb nicht erforderlich. Die Spiele erkennen von Steam unterstützte Controller - etwa den Xbox One Wireless Controller, den Dualshock 4 oder den Steam Controller. Nicht zuletzt hat sich die Performance von Multithreading im Vergleich zum unmodifizierten Wine deutlich verbessert.

Daneben testen die Steam-Macher Spiele auf ihre Kompatibilität mit der neuen Umgebung und wollen Fehler beheben. Die Ankündigung enthält eine ganze Liste von Spielen, die ab der Beta neuerdings auch unter Linux funktionieren, darunter Ultimate Doom, Warhammer, Final Fantasy VI, Stalker: Shadow of Chernobyl, Quake, aber auch Google Earth VR. Testwillige können auch noch nicht freigegebene Spiele probieren und über Spiele abstimmen, die Steam Play freigeben sollte.

Valve merkt dabei an, dass es wohl schwierig werden wird, einige Spiele für Linux kompatibel zu machen - etwa wenn diese mit komplexen Anti-Cheat-Systemen arbeiten. Leistungseinbußen sind in Spielen zu erwarten, wenn diese Vulkan nicht unterstützen und daher eine Übersetzung der Grafik-API benötigen. Zudem ist eine Version von Steam Play für MacOS derzeit nicht geplant.

Eventuell sind Valves Anstrengungen ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen die Idee der Steam Machines und des auf Linux basierenden SteamOS nicht aufgegeben hat. Möglicherweise wird es in Zukunft wieder solche Konsolen geben, nachdem sie zwischenzeitlich fast komplett verschwunden sind.



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FreiGeistler 24. Aug 2018 / Themenstart

Armselige Spieleunterstützung? Wie viele Titel hat denn Xbox/Nintendo? GoG hat über 2000...

CalebR 24. Aug 2018 / Themenstart

Ich glaube hier ist es zu einem Missverständnis gekommen. Ich habe weder aus Hohn noch...

gadthrawn 23. Aug 2018 / Themenstart

Nur mal so angemerkt. Seit letztem Jahrtausend wird in ein oder zwei Jahren Linux auf...

CalebR 23. Aug 2018 / Themenstart

Derzeit scheint der Xbox One Controller nicht zu laufen, oder nur teilweise unter neueren...

Frotty 23. Aug 2018 / Themenstart

Hast du schonmal vulkan benutzt? Low-level ist etwas, was man gerade als Entwickler eher...

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