Die Verschlüsselung privater Kommunikation soll auch auf europäischer Ebene angegriffen werden. Da der Einbau von Hintertüren offenbar vom Tisch ist, geht es nun um Schwachstellen bei der Implementierung und das Hacken von Passwörtern.
Update Im Streit über die neue ePrivacy-Verordnung haben sich die Befürworter eines starken Verbraucherschutzes durchsetzen können. Der IT-Wirtschaft und den Verlegern gefällt der Beschluss des Innenausschusses jedoch nicht.
Wer ist wo auf dem Musikfestival oder beim Shoppen? Das können Nutzer von Whatsapp nun kontinuierlich live verfolgen. Der Hersteller sagt, dass der Datenschutz dabei gewährleistet sei.
Künftig gibt es kein "You've Got Mail" mehr: Das AOL-Nachfolgeunternehmen Oath schaltet Mitte Dezember 2017 den AOL Instant Messenger (AIM) ab. Wer noch Chat-Protokolle sichern möchte, muss sich beeilen.
Nach wie vor wollen Behörden Stärke demonstrieren, können ihren Staatstrojaner aber immer noch nicht einsetzen. Eine neue Version soll Abhilfe schaffen, Zitis soll sich künftig um die Abwägung bekannter Sicherheitslücken kümmern.
Irgendwie muss Whatsapp die Übernahmekosten von 22 Milliarden US-Dollar ja wieder für Facebook einspielen: Der Messengerdienst will künftig Geld von Unternehmen - entwickelt dafür aber auch zwei neue Apps.
Die staatliche Forschungsstelle für Überwachungstechnik, Zitis, wird nicht wie geplant jetzt eröffnet. Für die IT-Sicherheit ist jede Verzögerung eine gute Nachricht.
Die staatliche Nachfrage nach Sicherheitslücken für die Quellen-TKÜ zeigt offenbar Wirkung. Schwachstellen in Whatsapp, Signal und anderen Messengern werden besser honoriert als Codeausführung in Windows.
Über ein Jahr nach der Vorstellung beseitigt Google einen großen Kritikpunkt seines KI-Messengers Allo: die fehlende Web-Oberfläche. Der Chat-Dienst kann ab sofort einfach im Browser verwendet werden, das Pairing funktioniert zunächst aber nur mit Android-Geräten.
Ein einziger Anbieter soll seit Jahresanfang rund 4.000 Apps mit bösartigem Inhalt in Umlauf gebracht haben - einige davon auch über Google Play. Die Apps können das Mikrofon aktivieren und Telefonate mitschneiden.
Trotz der einschlägigen Urteile des EuGH geben die EU-Staaten die Versuche nicht auf, gespeicherte Verkehrsdaten zur Strafverfolgung zu nutzen. "Alle Optionen" sollen geprüft werden.
Amazon will wohl bald im Messenger-Markt aktiv werden und plant eine Konkurrenz zu Whatsapp. Derzeit befragt Amazon Kunden nach ihren Wünschen für einen Messenger-Dienst.
Die meisten Messenger bieten die Funktion schon länger, nun kann es auch der Marktführer: Ab sofort dürfen Nutzer von Whatapp nicht nur Bilder und Videos, sondern alle Dateiformate verschicken. Es gibt aber noch Größenbeschränkungen.
Der vom Bundesinnenministerium beim Unternehmen Finfisher vor vier Jahren eingekaufte Bundestrojaner wird immer noch geprüft und ist deshalb nicht einsatzbereit. Die Software wurde 2013 für 150.000 Euro erworben.
In einem Sorgerechtsfall sorgt das Amtsgericht Bad Hersfeld mit einem Beschluss für einige Verwirrung. So sollen Eltern von allen Whatsapp-Kontakten der Kinder eine schriftliche Einwilligung einholen, sonst würden Abmahnungen drohen.
Der deutsche Innenminister möchte Sicherheitsbehörden den Zugriff auf Whatsapp-Daten gewähren. Auch die Videoüberwachung mit Gesichtserkennung soll intensiviert werden. Mit beiden Maßnahmen will er Terroristen leichter ausfindig machen können.
Facebook hat beim Kauf von Whatsapp wissentlich falsche Angaben gemacht - dieser Auffassung ist die EU-Kommission. Um solche Fälle künftig zu vermeiden, wird nun eine Millionenstrafe verhängt.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière fordert eine "Digitalpolitik aus einem Guss". Während er die Ausnutzung von Sicherheitslücken verteidigt, verteilt er Datenschutz-Watschen an Bundeskanzlerin Merkel und Verkehrsminister Dobrindt.
Whatsapp sichert die Daten der Nutzer weiter ab: Die Backups von iPhone-Nutzern werden ab sofort verschlüsselt. Wie es mit Android aussieht, ist derzeit noch unklar.
Wie vervielfältigt man am besten eine auf einem Smartphone gespeicherte Nachricht? Per Kopierer! So jedenfalls machten es der Bürgermeister von Seattle und sein Team als Antwort auf eine Informationsfreiheitsanfrage.
Wie bei der F8-Konferenz angekündigt, baut Facebook die Spiele-Sektion seiner Messenger-App aus: Die neuen Games werden aktuell weltweit verfügbar gemacht. Nutzer können mittlerweile bis zu 50 Spiele spielen, unter anderem den Scrabble-Klon Words With Friends oder Snake.
Die abgespeckte Version des Facebook Messenger ist über ein halbes Jahr nach der ersten Veröffentlichung offiziell in Deutschland erhältlich. Auf einem Android-Smartphone belegt die App weniger als zehn Prozent des Speicherplatzes, den der eigentliche Messenger benötigt.
Auch das Hamburger Verwaltungsgericht weiß noch nicht, ob im Streit zwischen Facebook und den Datenschutzbehörden deutsches Datenschutzrecht anzuwenden ist - oder irisches. Facebook darf weiterhin keine Daten deutscher Whatsapp-Nutzer verwenden - verrät aber einiges über die Pläne der Datennutzung.
Äußerungen von Politikern zur Verschlüsselung von Whatsapp lösen immer wieder Kopfschütteln aus. Dieses Mal will die Berliner Datenschutzbeauftragte den Einsatz von Whatsapp an Schulen untersagen - und spricht ohne Quelle von Lücken in der Verschlüsselung.
Update Noch immer verhandeln die EU und Whatsapp über die Weitergabe von Nutzerdaten an den Mutterkonzern Facebook. Hamburgs Datenschützer Caspar widerspricht seiner irischen Kollegin energisch.
EU-Justizkommissarin Vera Jourová will der Polizei ermöglichen, leichter Zugang zu Daten von Internetdienstleistern wie Whatsapp zu erhalten. Aber welche Daten? Die etwas konfuse Pressekonferenz der Kommissarin zeigt, wie wichtig technisches Verständnis bei Politikern ist.
Voice Calls heißt die neue Funktion im Messenger Telegram, über die Nutzer verschlüsselte Telefonate führen können - zunächst in Europa. Telegram nutzt dafür seine eigene umstrittene Verschlüsselung.
Das ZRT-Protokoll soll für sichere Verbindungen und verschlüsselte VoIP-Telefonate sorgen. Forscher haben Schwachstellen in zahlreichen ZRTP-Anwendungen entdeckt, die die Sicherheitsmechanismen aushebeln.
Die britische Innenministerin fordert staatlichen Zugriff auf Whatsapp-Chats. Verschlüsselte Dienste dürften Terroristen keinen Schutz bieten. Die derzeitige Situation sei "inakzeptabel".
Unter den Enthüllungen von Wikileaks zur CIA hat ein Hacking-Ziel besondere Aufmerksamkeit erregt. Doch es ist völlig unklar, ob und wie der US-Geheimdienst in vernetzte Autos eindringen kann.
Die Vault-7-Veröffentlichungen von Wikileaks sind interessanter als vorherige Leaks. Doch sie zeigen darüber hinaus: Auch die CIA kommt um viele Sicherheitsmechanismen nicht herum. Und wir sollten alle etwas chillen.
Man stelle sich eine Mischung aus den Kommunikationslösungen Slack, IRC und XMPP vor, gepaart mit Videotelefonie und einer Implementierung des Signal-Protokolls für starke Verschlüsselung. Das alles will Matrix bieten und dabei mehr sein als die Summe seiner Klone. Es könnte sogar gelingen.
Ein Github-Commit bringt die entscheidende Änderung: Signal soll ab sofort ohne Play-Services von Google nutzbar sein. Dazu werden die entsprechenden Nutzer dann automatisch Teil eines Beta-Programms.
Whatsapp bietet Nutzern ein neues Status-Update, mit dem sie Beschreibungen mit Bildern und Videos für ihre Kontakte hinterlassen können. Die App kehrt damit zurück zu ihren Wurzeln vor acht Jahren.
Eine Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung wird es in dieser Legislaturperiode nach Aussagen der SPD nicht mehr geben. Das Wirtschafts- und das Justizministerium stellen sich damit gegen den CDU-Innenminister Thomas de Maizière.
Threema-Nutzer können künftig Nachrichten bequem am PC tippen. Das funktioniert aber nur, wenn ein Smartphone in der Nähe ist und nicht mit allen Browsern.
Mit Signal können künftig auch Videoanrufe verschlüsselt werden. Dafür hat Open Whisper Systems die Infrastruktur umgebaut und setzt künftig auf WebRTC für das Streaming. Für den Gesprächsaufbau ist das Signal-Protokoll zuständig.
Mit einem sechsstelligen Code können Nutzer künftig ihren Whatsapp-Account gegen Übernahmen absichern. Die Nutzung von Authenticator-Apps ist nicht vorgesehen und wäre in vielen Fällen auch nicht sehr sinnvoll.
Das Whatsapp-Tool des Herstellers Elcomsoft ist in der Version 2.0 auch für Android erschienen und soll die Extraktion der verschlüsselten Gesprächsverläufe ermöglichen. Bislang konnten Whatsapp-Gespräche vor allem aus Apples iCloud-Backup ausgelesen werden.
Der Streit zwischen deutschen Datenschützern und Whatsapp geht vor das Landgericht Berlin. Die Sammlung von Daten und die Weitergabe an Facebook seien widerrechtlich. Doch Facebook hat die Weitergabe ausgesetzt.
München bekommt eine neue Bundesbehörde: Zitis wird ihren Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt haben. Von dort aus sollen dann verschlüsselte Nachrichten geknackt werden.
Die Diskussion um die angebliche Backdoor in Whatsapp reißt nicht ab. Bekannte Sicherheitsforscher wie Bruce Schneier kritisieren die Berichterstattung des Guardian als unverantwortlich - und vergleichen die Autoren mit Impfgegnern.
Mitarbeiter der Deutschen Bank können künftig nicht mehr untereinander per Whatsapp oder SMS kommunizieren. Die Apps sollen von den Geräten der Mitarbeiter entfernt werden - weil es die Behörden so wollen.
Update Hat Whatsapp eine Backdoor? Das behaupten zumindest ein Sicherheitsforscher und der Guardian. Tatsächlich könnte es auch eine weniger spektakuläre Erklärung geben.
Ein sehr großes Problem bei Kryptosystemen wie PGP ist die praktikable Verifikation von öffentlichen Schlüsseln. Mit dem Projekt Key Transparency will Google das nun auch für moderne Software wie Chat-Apps vereinfachen.
Mehr Datenschutz für Whatsapp und Skype, außerdem einfachere Regeln für den Umgang mit Cookies - das fordert die EU-Kommission in ihrem Konzept zur Neufassung der ePrivacy-Verordnung. Kritik kommt von Bürgerrechtlern und aus der Wirtschaft.
33C3 Zwei Sicherheitsforscher haben auf dem 33C3 einen genauen Blick in die Innereien des Messengers Threema geworfen. Ihre Ergebnisse sind bei Github dokumentiert - und sollen sich für die Entwicklung von Bots eignen.