Verschlüsselter Messenger: Signal kann jetzt anonym nach Gifs suchen

Mit einer neuen Funktion in Signal können Nutzer anonym nach animierten Gifs suchen. Dazu haben die Entwickler einiges an Arbeit investiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Endlich: Signal kann ab sofort nach animierten Gifs suchen.
Endlich: Signal kann ab sofort nach animierten Gifs suchen. (Bild: Signal/Giphy)

Signal-Nutzer können in der Android-Version der App ab sofort animierte Gifs sicher an Freunde und Bekannte verschicken. Dazu hat das Team um Entwickler Moxie Marlinspike die Gif-Suche Giphy in die App integriert.

Stellenmarkt
  1. Software Developer für Anwendungen und Schnittstellen (m/w / divers)
    Continental AG, Villingen
  2. Software Architect - Data Infrastructure (m/f/d)
    Advantest Europe GmbH, Böblingen
Detailsuche

Nutzer müssen zum Versenden der animierten Bilder den Button für Anhänge neben dem Nachrichteneingabefeld betätigen, dort können Sie dann aus Vorschlägen auswählen oder auch Gifs nach Stichworten durchsuchen.

Gifs suchen, aber anonymisiert

Normalerweise würde eine Anfrage an Giphy die Vorlieben der Nutzer verraten. Signal hat daher ein mehrstufiges Verfahren entwickelt, um die Person hinter der Anfrage zu verschleiern. Wenn ein Nutzer eine Anfrage stellt, öffnet die Signal-App demnach eine TCP-Verbindung zu den Signal-Servern.

Diese öffnen eine weitere TCP-Verbindung zum HTTPS-Api-Endpoint von Giphy und vermitteln den Traffic zwischen Nutzer und Giphy. Die Signal-App nutzt dann TLS-Verschlüsselung, um das abgefragte Bild zu übertragen.

Golem Karrierewelt
  1. IT-Grundschutz-Praktiker mit Zertifikat: Drei-Tage-Workshop
    21.-23.11.2022, Virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17./18.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Weil die Signal-Server als Proxy für die Anfrage dienen, die Verbindung zwischen Giphy und dem Nutzer aber TLS-verschlüsselt ist, werden gleich zwei Ziele erreicht: Signal kennt den Inhalt der Nachricht nicht, für Giphy hingegen bleibt die Person hinter der Anfrage verborgen.

via GIPHY

Perfekt ist dieser Mechanismus nach Angaben von Signal aber nicht. Denn obwohl die IP-Adresse der Nutzer vor dem Dienst verschleiert wird, könnten die TLS-Session-Daten genutzt werden, um aus mehreren korrelierten Anfragen von Nutzern Rückschlüsse auf den Client zu ziehen. Auch Signal selbst könne durch eine Analyse des Traffics Rückschlüsse auf die gesuchten Bilder ziehen - das ginge über einen Größenvergleich der versendeten Bilder. Mit einer genügend großen Stichprobe könnten hier unter Umständen einzelne Bilder identifiziert werden.

Die Funktion ist zwar schon nutzbar, soll aber weiterentwickelt werden. Dann könnten häufig wiederkehrende Elemente per Padding verschleiert werden. Außerdem soll TLS-Session-Resume deaktiviert werden. Nach ausgiebigen Tests mit der Android-App soll die Funktion dann auch für die iOS- und Desktop-Clients umgesetzt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


berritorre 14. Nov 2016

Nein. Und wird auch so schnell erst mal nicht passieren. Ich verwende Signal nicht...

Tony_spitz 03. Nov 2016

Es stimmt auch schlichtweg nicht. Der Signal Client lässt sich ohne Handy nutzen. Nach...

HSB-Admin 03. Nov 2016

Beides habe ich auch noch nicht in den Diskussionen bei github gesehen. Vielleicht wäre...

HSB-Admin 03. Nov 2016

Auch hier kann ich wieder nur sagen: Von offizieller Seite ist damit nicht zu rechnen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
40 Jahre nach dem Tod von Philip K. Dick
Die Filmwelten eines visionären Autors

Vor 40 Jahren starb Philip K. Dick. Das Vermächtnis des visionären Science-Fiction-Autors lebt mit vielen Filmen und Serien fort.
Von Peter Osteried

40 Jahre nach dem Tod von Philip K. Dick: Die Filmwelten eines visionären Autors
Artikel
  1. Cloudgaming: Google Stadia scheiterte nur an sich selbst
    Cloudgaming
    Google Stadia scheiterte nur an sich selbst

    Die Technik war nicht das Problem von Alphabets ambitioniertem Cloudgaming-Dienst. Das Problem liegt bei Google. Ein Nachruf.
    Eine Analyse von Daniel Ziegener

  2. Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor: KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer
    Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor
    KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer

    Dev-Update Die Diskussion um die kommerzielle Verwertbarkeit von Open Source erreicht Akka und Apache Flink, OpenAI macht Spracherkennung, Facebook hilft Javascript-Enwicklern und Rust wird immer siegreicher.
    Von Sebastian Grüner

  3. Tiktok-Video: Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job
    Tiktok-Video
    Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job

    Er befummle von Berufs wegen großbrüstige Frauen, hatte ein Apple Vice President bei Tiktok gewitzelt. Das kostete ihn den Job.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED TV 2022 65" 120 Hz 1.799€ • ASRock Mainboard f. Ryzen 7000 319€ • MindStar (G.Skill DDR5-6000 32GB 299€, Mega Fastro SSD 2TB 135€) • Alternate (G.Skill DDR5-6000 32GB 219,90€) • Xbox Series S + FIFA 23 259€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000€ Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /