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Disappearing Messages: Signal kopiert Snapchat

Signal-Nutzer können künftig selbstzerstörende Nachrichten versenden – ein bekanntes Feauture von anderen Messengern. Außerdem soll es einfacher werden, den Fingerprint des Gegenübers zu verifizieren.
/ Hauke Gierow
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Signal kopiert Snapchat. (Bild: Signal)
Signal kopiert Snapchat. Bild: Signal

Der beliebte Kryptomessenger Signal führt in der aktuellen Version eine Funktion ein, die von Snapchat kopiert wurde. Künftig können Nutzer mit der Funktion "Disappearing Messages" Nachrichten versenden, die sich nach einer festgelegten Zeit selbst vernichten, wie das Unternehmen in seinem Blog schreibt(öffnet im neuen Fenster) .

Nutzer können den Timer für jegliche Konversationen verwenden. Zum Verschwinden gebracht werden können sowohl verschickte als auch empfangene Nachrichten. Der Timer wird aktiviert, sobald das Gegenüber die entsprechende Nachricht gelesen hat. Nutzer können beliebige Zeiten zwischen fünf Sekunden und einer Woche einstellen.

Signal-Gründer Moxie Marlinspike bezeichnet das neue Feature in einem Blogpost als "Möglichkeit für dich und deine Freunde, die Nachrichten-Historie sauber zu halten" . Nach wie vor könnten Nutzer aber natürlich Screenshots oder Fotos von Nachrichten machen, um Inhalte weiterhin zu speichern, heißt es in dem Blogpost.

Neue Fingerprints

Signal bietet mit dem Update zudem eine überarbeitete Möglichkeit zur Verifikation der kryptographischen Fingerprints an. Einerseits können Nutzer weiterhin einen QR-Code nutzen, wie es zum Beispiel auch bei Threema möglich ist. Andererseits wird der Fingerprint zur manuellen Eingabe nicht mehr als Hex-Code angezeigt, sondern in einfachen Ziffern.

Marlinspike begründet dies unter anderem mit der Tatsache, dass viele Alphabete keine Kompatibilität mit Hexadezimalzahlen hätten. Außerdem könnten Nutzer einfache Ziffernfolgen besser unterscheiden als Hex-Code. Der neue Code ist außerdem kürzer und verwendet nur halb so viele Zeichen wie der bisherige Fingerprint-Mechanismus.

Signal hat vor kurzem über die erste Anfrage nach Nutzerdaten berichtet. Viel konnte das Unternehmen aber auf Grund der praktizierten Datensparsamkeit nicht übermitteln.


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