Landgericht Berlin: Verbraucherschützer verklagen Whatsapp wegen Datenaustausch

Der Streit zwischen deutschen Datenschützern und Whatsapp geht vor das Landgericht Berlin. Die Sammlung von Daten und die Weitergabe an Facebook seien widerrechtlich. Doch Facebook hat die Weitergabe ausgesetzt.

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Facebook und die Datenweitergabe bei Whatsapp
Facebook und die Datenweitergabe bei Whatsapp (Bild: Carl Court/Getty Images)

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat vor dem Landgericht Berlin Klage gegen Whatsapp eingereicht. Das gab die Organisation am 30. Januar 2017 bekannt. Aus Sicht der Verbraucherschützer sammle und speichere das Unternehmen teilweise widerrechtlich Daten und gebe sie an Facebook weiter.

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Im August 2016 änderte Whatsapp seine Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen und kündigte an, die Telefonnummern der Nutzer künftig mit dem Mutterkonzern Facebook zu teilen. Nutzer können der Übermittlung der Nummer nicht widersprechen, nur der Nutzung der Information für Werbezwecke. Außerdem soll mit Facebook geteilt werden, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird, um Werbung und die Freunde-Vorschläge in Facebook-Diensten zu verbessern, erklärte der Konzern.

Facebook hat den Austausch der Daten ausgesetzt

VZBV-Vorstand Klaus Müller sagte: "Nun treffen wir uns vor Gericht wieder. Jeder Verbraucher muss selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten bestimmen können."

Im November 2016 hatte Facebook nach dem Einschreiten von Datenschützern die Weitergabe von Daten europäischer Whatsapp-Nutzer jedoch vorläufig ausgesetzt.

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Facebook hatte Whatsapp im Jahr 2014 für 21,8 Milliarden US-Dollar gekauft. Damals war den Wettbewerbsbehörden versichert worden, dass die Daten bis auf weiteres getrennt bleiben und Whatsapp weiterhin unabhängig agieren solle. Auch jetzt wurde versichert, dass Facebook keinen Zugang zu Inhalten der Kurznachrichten bekomme - auch weil diese verschlüsselt seien.

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