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Screenshot des Desktop-Clients Riot unter Linux
Screenshot des Desktop-Clients Riot unter Linux (Bild: Screenshot Golem.de/CC0 1.0)

Echtzeitkommunikation ausprobiert: Willkommen in der Matrix

Screenshot des Desktop-Clients Riot unter Linux
Screenshot des Desktop-Clients Riot unter Linux (Bild: Screenshot Golem.de/CC0 1.0)

Man stelle sich eine Mischung aus den Kommunikationslösungen Slack, IRC und XMPP vor, gepaart mit Videotelefonie und einer Implementierung des Signal-Protokolls für starke Verschlüsselung. Das alles will Matrix bieten und dabei mehr sein als die Summe seiner Klone. Es könnte sogar gelingen.
Von Jan Weisensee

Mit einem offenen Netzwerk föderierter Server will das Projekt Matrix eine quelloffene Alternative zu den Insellösungen für die Kommunikation im Internet bieten. Durch die Einbindung existierender Kommunikationsplattformen wie IRC, Slack, Twitter und sogar Apples iMessage über sogenannte Bridges soll ein großes, dezentrales Netz der Netze geschaffen werden, in dem jeder mit jedem kommunizieren kann.

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Matrix ist eindeutig als Tool für die Gruppenkommunikation in Teams oder Chaträumen konzipiert. Das sieht man sofort an der Benutzeroberfläche, die Slack- und IRC-Aficionados bekannt vorkommen dürfte. Aber auch für private Gespräche hält Matrix spannende Funktionen wie zum Beispiel Ende-zu-Ende-verschlüsselte Videotelefonie bereit. Dazu aber später mehr.

Was Matrix kann

Der Kern von Matrix sind die Homeserver. Jeder Homeserver verwaltet die dort angelegten Nutzerkonten und speichert alle Chats, an denen die dort registrierten Nutzer beteiligt sind. Selbstverständlich ist die Kommunikation über Homeserver hinweg möglich, ähnlich wie bei dezentralen Systemen wie E-Mail oder XMPP. Das Neue an Matrix ist also nicht das Prinzip, sondern die versprochenen Funktionen.

Wir haben Matrix mit den Riot-Apps getestet, den Referenz-Clients, die zeigen sollen, was Matrix alles kann. Riot steht derzeit als Desktop-Variante für Windows, MacOS und Linux sowie als Smartphone-App für iOS und Android zur Verfügung. Letztere ist auch über F-Droid zu haben. Außerdem gibt es bereits mehr als ein Dutzend inoffizielle Clients, darunter auch solche für die Kommandozeile.

  • Matrix will bisher voneinander getrennte "Kommunikationssilos" miteinander verbinden. (Quelle: Matrix.org)
  • Oberfläche des Riot-Clients für Linux mit Suchfeld für öffentliche Chaträume (Quelle: Screenshot Golem.de)
  • Anmeldemaske des Riot-Clients für Linux (Quelle: Screenshot Golem.de)
  • Für Chaträume bietet Matrix detaillierte Berechtigungseinstellungen für jeden Nutzer. (Quelle: Screenshot Golem.de)
  • Einstellung der Zugangsberechtigungen und des Zugriffs auf die Chathistorie in verschlüsselten Chats (Quelle: Screenshot Golem.de)
  • Die Schlüsselverifizierung muss pro Gerät manuell durchgeführt werden. (Quelle: Screenshot Golem.de)
  • Nutzungsentwicklung des Referenzservers von Matrix.org (Quelle: Matrix.org)
  • Funktionsweise des Verschlüsselungsprotokolls (Quelle: Matrix.org)
  • Funktionsweise des Verschlüsselungsprotokolls (Quelle: Matrix.org)
Matrix will bisher voneinander getrennte "Kommunikationssilos" miteinander verbinden. (Quelle: Matrix.org)

Die Bedienung der Riot-Apps ist nicht nur für Slack-Freunde leicht zu erlernen: Links befindet sich eine Liste der Konversationen und Gruppen, an denen man teilnimmt, mittig die Inhalte des jeweils ausgewählten Chats und rechts eine Liste der Teilnehmer desselben. Matrix bietet außerdem alle Funktionen eines modernen Chatsystems: eine serverseitige Suchfunktion, Lesebestätigungen, Schreibnotifizierung und Präsenzanzeige für Kontakte.

Matrix soll aber mehr sein als ein Slack-Klon. Über sogenannte Bridges lassen sich bestehende Tools wie IRC, Gitter, Github oder eben Slack in die Matrix-Oberfläche einbinden. So ist es möglich, über Matrix in IRC-Räumen mitzudiskutieren oder Teil einer Slack-Gruppe zu sein. Die Community arbeitet außerdem offenbar bereits an Bridges zu Facebooks Messenger, Whatsapp und Twitter. Matrix soll so in einer einzigen Anwendung eine freie, netzwerkübergreifende Kommunikations- und Informationszentrale bieten.

Leichte Installation, einfache Bedienung 

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Enter the Nexus 08. Mär 2017

Gibt halt auch einige kostenlose Alternativen und selbst gehostete Server.

Themenstart

satan666 07. Mär 2017

Ja. Der entsprechende Messenger-Dienst muss dies natürlich erlauben, bzw. darf nichts...

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satan666 07. Mär 2017

Ja. Sydent als momentaner "identity server" ist nur als ein Notbehelf gedacht...

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satan666 07. Mär 2017

^ Du kannst dir dazu den "Benutzer" NickServ (oder so ähnlich) einladen.

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OlafLostViking 07. Mär 2017

927 ist doch mittlerweile Standard ;)

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