Abo
  • Services:
Anzeige
Einfallstor für Geheimdienste? Die OBDII-Diagnosebuchse eines Autos.
Einfallstor für Geheimdienste? Die OBDII-Diagnosebuchse eines Autos. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Vault 7: Was macht die CIA mit gehackten Autos?

Einfallstor für Geheimdienste? Die OBDII-Diagnosebuchse eines Autos.
Einfallstor für Geheimdienste? Die OBDII-Diagnosebuchse eines Autos. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Unter den Enthüllungen von Wikileaks zur CIA hat ein Hacking-Ziel besondere Aufmerksamkeit erregt. Doch es ist völlig unklar, ob und wie der US-Geheimdienst in vernetzte Autos eindringen kann.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Die Enthüllungsplattform Wikileaks trägt gerne mal dick auf, wenn es darum geht, die Brisanz von veröffentlichten Dokumenten aufzubauschen. Mit Blick auf die Anfang der Woche geleakten Unterlagen des US-Geheimdienstes CIA stach ein Satz besonders hervor: "Im Oktober 2014 wollte die CIA auch eine Fahrzeugsteuerung infizieren, wie sie moderne Autos und Lkw verwenden. Der Zweck einer solchen Kontrolle wird nicht genannt, aber sie würde es der CIA erlauben, nahezu nicht erkennbare Mordanschläge zu begehen", hieß es in der Pressemitteilung. Vernetzte Autos als potenzielle Mordwerkzeuge? Das ist wirklich der Alptraum von Sicherheitsexperten.

Anzeige

Doch womit wird diese Behauptung belegt? In dem Dokument, das Wikileaks als Quelle angibt, finden sich allgemeine Überlegungen der CIA zu Angriffszielen im Internet der Dinge (IoT). Dort steht unter anderem: "Vehicle Systems (e.g. VSEP)" sowie "QNX - not addressed by any EDB work, big player in VSEP". Während die Abkürzung EDB für "Embedded Devices Branch" steht, hat bislang offenbar noch niemand herausgefunden, was mit VSEP gemeint ist. Selbst ein von Golem.de angefragter erfahrener Entwickler von vernetzten und automatisierten Autos hat diese Abkürzung noch nie gehört.

Autohacks sind längst Realität

QNX ist wiederum ein Mikrokernel-Betriebssystem, das in Fahrzeugen unter anderem für Navigations- und Unterhaltungssysteme eingesetzt wird. Blackberry hatte QNX Software Systems im Jahr 2010 übernommen. Auf der CES 2017 hatten Blackberry und Ford mitgeteilt, das QNX-System für die Anforderungen vernetzter Autos weiterzuentwickeln.

Was lässt sich also an dem Interesse der CIA an QNX und Fahrzeugsystemen schließen? Zunächst geht aus dem veröffentlichten Dokument nicht hervor, dass es dem Geheimdienst bereits gelungen ist, ein vernetztes Fahrzeug zu hacken und damit sogar in dessen Steuerung einzugreifen. Das dies möglich ist, hatten die beiden US-Sicherheitsforscher Charlie Miller und Chris Valasek beim spektakulären Hack eines Chrysler Cherokee-Jeep im Jahr 2015 gezeigt. Warum sollten Geheimdienste das nicht auch versuchen?

Auch Navigationssysteme sind interessant

Allerdings sind die Autohersteller spätestens mit dem Chrysler-Hack wachgeworden und geben der IT-Sicherheit eine hohe Priorität. Schließlich wollen Autofahrer nicht das Risiko eingehen, dass ihre hochautomatisierten und autonomen Fahrzeuge aus der Ferne manipuliert und gesteuert werden können. Sollte es Hackern immer wieder gelingen, über die Internetverbindung der Autos in die Steuerung vorzudringen, wäre das Vertrauen in die Technik schnell zerstört.

Aber vielleicht streben die Geheimdienste dies gar nicht an. Schließlich kann ihnen schon von Nutzen sein, wenn lediglich das Navigations- und Unterhaltungssystem gehackt wird. Auf diese Weise könnten sie beispielsweise den Standort eines Autos überwachen, ohne einen eigenen Sender anbringen zu müssen. Da die Systeme inzwischen in der Lage sind, online mit Sprachassistenten wie Cortana oder Alexa zu kommunizieren, könnten die Mikrofone von der CIA genutzt werden, um die Gespräche zu belauschen.

Eigene Firmware per OBDII? 

eye home zur Startseite
frostbitten king 13. Mär 2017

Dann wirds echt blöd. Aber wissenschaftlich betrachtet brauchst halt indizien bzw eine...

MarioWario 10. Mär 2017

Man könnte auch schreiben USB, Bluetooth, RAM ohne ECC, etc. Und selbst dann könnte auch...

Inova 10. Mär 2017

Wikipedia sagt: "Die eSIM ist elektrisch kompatibel mit 2FF- und 3FF-Karten" Wäre es für...

Niaxa 10. Mär 2017

Zeig mir ein echtes neuronales Netzwerk und ich glaube dir :-).

Gamma Ray Burst 10. Mär 2017

Seit Snowden seinen Krempel veröffentlicht hat, sollte doch klar sein, dass alles was...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart
  2. Habermaaß GmbH, Bad Rodach
  3. Groz-Beckert KG, Albstadt
  4. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Apple-Produkte günstiger, z. B. Apple Watch Series 3 ab 345€ und iPhone 7 ab 559€)
  2. 429€
  3. (u. a. Forza 7 42€, Gears of War 4 19,99€, Halo Wars 2 19,99€, Halo Master Chief Collection...

Folgen Sie uns
       


  1. Autonomes Fahren

    Singapur kündigt fahrerlose Busse an

  2. Coinhive

    Kryptominingskript in Chat-Widget entdeckt

  3. Monster Hunter World angespielt

    Die Nahrungskettensimulation

  4. Rechtsunsicherheit bei Cookies

    EU warnt vor Verzögerung von ePrivacy-Verordnung

  5. Schleswig-Holstein

    Bundesland hat bereits 32 Prozent echte Glasfaserabdeckung

  6. Tesla Semi

    Teslas Truck gibt es ab 150.000 US-Dollar

  7. Mobilfunk

    Netzqualität in der Bahn weiter nicht ausreichend

  8. Bake in Space

    Bloß keine Krümel auf der ISS

  9. Sicherheitslücke

    Fortinet vergisst, Admin-Passwort zu prüfen

  10. Angry Birds

    Rovio verbucht Quartalsverlust nach Börsenstart



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Montagewerk in Tilburg: Wo Tesla seine E-Autos für Europa produziert
Montagewerk in Tilburg
Wo Tesla seine E-Autos für Europa produziert
  1. Elektroauto Walmart will den Tesla-Truck
  2. Elektrosportwagen Tesla Roadster 2 beschleunigt in 2 Sekunden auf Tempo 100
  3. Elektromobilität Tesla Truck soll in 30 Minuten 630 km Reichweite laden

Fitbit Ionic im Test: Die (noch) nicht ganz so smarte Sportuhr
Fitbit Ionic im Test
Die (noch) nicht ganz so smarte Sportuhr
  1. Verbraucherschutz Sportuhr-Hersteller gehen unsportlich mit Daten um
  2. Wii Remote Nintendo muss 10 Millionen US-Dollar in Patentstreit zahlen
  3. Ionic Fitbit stellt Smartwatch mit Vier-Tage-Akku vor

E-Golf im Praxistest: Und lädt und lädt und lädt
E-Golf im Praxistest
Und lädt und lädt und lädt
  1. Garmin Vivoactive 3 im Test Bananaware fürs Handgelenk
  2. Microsoft Sonar überprüft kostenlos Webseiten auf Fehler
  3. Inspiron 5675 im Test Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020

  1. Re: 24/32

    esqe | 07:05

  2. Re: Entwickler kündigen

    GodsBoss | 06:56

  3. Re: Nicht jammern, sondern machen

    esqe | 06:54

  4. Re: Interessant was Golem da so lapidar als...

    Lasse Bierstrom | 06:51

  5. Re: Wer bei Drillisch abschließt....

    Mett | 06:34


  1. 17:56

  2. 15:50

  3. 15:32

  4. 14:52

  5. 14:43

  6. 12:50

  7. 12:35

  8. 12:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel