Telefonnummer, E-Mail: Facebook will Betroffene nicht über Datenleck informieren

Die 500 Millionen Betroffenen des Facebook-Leaks könnten das Problem nicht mehr beheben, deshalb will Facebook sie auch nicht informieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Leak-Betroffene erhalten keinen Hinweis oder Unterstützung von Facebook.
Leak-Betroffene erhalten keinen Hinweis oder Unterstützung von Facebook. (Bild: ijmaki/Pixabay)

Ein Datenleck enthält die Telefonnummer und viele weitere Informationen von über 500 Millionen Facebook-Nutzern. Das soziale Netzwerk möchte die Betroffenen jedoch nicht über das Datenleck informieren, wie ein Facebook-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeitende DevOps-Engineer IT-Application (m/w/d)
    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg, Berlin
  2. Software-Entwickler*in (w/m/d) in der Bildungsbranche
    SchoolCraft GmbH, deutschlandweit (Home-Office)
Detailsuche

Das Social-Media-Unternehmen sei nicht sicher, dass es den vollen Überblick darüber habe, welche Nutzer benachrichtigt werden müssten, erklärte der Sprecher der Nachrichtenagentur. Bei der Entscheidung, die Nutzer nicht zu informieren, müsste zudem berücksichtigt werden, dass die Nutzer das Problem nicht beheben könnten und die Daten ohnehin öffentlich zugänglich gewesen seien.

In einem Blogeintrag betont Facebook derweil erneut, dass es davon ausgeht, dass die Daten durch Scraping abgeflossen sind. Demnach hätten Betrüger den Kontaktimporter von Facebook missbraucht, um die entsprechenden Daten abzufragen.

Über die Funktion konnte mit Hilfe einer Telefonnummer oder E-Mail-Adresse nach dem zugehörigen Facebook-Nutzenden gesucht werden. Kriminelle konnten die Funktion jedoch auch dazu missbrauchen, um Telefonnummern durchzuprobieren und Facebook-Konten zuzuordnen.

Golem Karrierewelt
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    05./06.12.2022, Virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Telefonnummern an sich waren also gar nicht öffentlich zugänglich, sondern konnten durch schlichtes Ausprobieren mit einem Facebook-Profil verknüpft werden. Die so erlangten Daten werden bereits seit geraumer Zeit verkauft. So konnte gegen Zahlung von 20 US-Dollar die zugehörige Telefonnummer zu einer Facebook-ID über einen Telegram-Bot abgefragt werden. Auch die passende Facebook-ID zu einer Telefonnummer konnte auf diese Weise erfragt werden.

Hacking & Security: Das umfassende Handbuch. 2. aktualisierte Auflage des IT-Standardwerks (Deutsch) Gebundene Ausgabe

Betroffene des Facebook-Leaks müssen sich selbst helfen

Über die Plattform Have I Been Pwned (HIBP) können Facebook-Nutzer selbst überprüfen, ob ihre Telefonnummer oder E-Mail-Adresse Teil des Datenlecks ist. Neben mehreren Bundestagsabgeordneten soll auch die Telefonnummer von Mark Zuckerberg im Datenleck enthalten sein. Diese soll ironischerweise bei dem Messenger Signal registriert sein. Entsprechend könnte Zuckerberg auf die datensparsame Konkurrenz zu Whatsapp und Facebook Messenger setzen.

Laut Facebook sollen die Daten vor 2019 gesammelt worden sein. Allerdings werden Telefonnummern meist über längere Zeiträume genutzt. Insgesamt sind 533 Millionen Facebook-Nutzer betroffen, davon rund 9 Millionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Teil des Datenlecks sind neben den Nutzernamen, E-Mail-Adressen und Telefonnummer auch Geschlecht, Beruf, Stadt, Land und Beziehungsstatus.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


treysis 23. Apr 2021

Ne, ist auch anbieterabhängig. Ich habe meine Nummer auch seit ca. 20 Jahren, damals bei...

treysis 22. Apr 2021

Diese SMS haben ne andere Ursache.

dummzeuch 11. Apr 2021

Genau der Grund, weshalb ich um Facebook bisher einen großen Bogen gemacht habe. Bei...

ZerP 08. Apr 2021

Mit dem Datensatz könnten viele Singles zuverlässig zufällig bei ihrem Schwarm landen.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Prozessor-Bug
Wie Intel einen Bug im ersten x86-Prozessor fixte

Der Prozessor tut nicht ganz, was er soll? Heute löst das oft eine neue Firmware, vor 40 Jahren musste neues Silizium her.

Prozessor-Bug: Wie Intel einen Bug im ersten x86-Prozessor fixte
Artikel
  1. CD Projekt Red: Remake von The Witcher bietet offene Welt
    CD Projekt Red
    Remake von The Witcher bietet offene Welt

    Kleine, aber wichtige Info: Die Neuauflage von The Witcher schickt uns in eine offene Welt - was grundlegend neues Gameplay bedeutet.

  2. Nach dem Black Friday: Satte Rabatte beim eBay Re-Store
     
    Nach dem Black Friday: Satte Rabatte beim eBay Re-Store

    Der Black Friday ist vorbei, doch es gibt weiterhin interessante Deals. Im Re-Store bei eBay gibt es zurzeit 10 Prozent Sonderrabatt.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. x86: Torvalds sieht kaum praktische Vorteile in AVX-512
    x86
    Torvalds sieht kaum praktische Vorteile in AVX-512

    Mit der Deaktivierung von AVX-512 in Alder Lake sorgte Intel für reichlich Diskussionen. Linux-Erfinder Torvalds unterstützt Intel nun indirekt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger • AOC Curved 34" WQHD 389€ • Palit RTX 4080 1.499€ • Astro A50 Gaming-Headset PS4/PS5/PC günstiger • Gigabyte RX 6900 XT 799€ • Thrustmaster Flight Sticks günstiger [Werbung]
    •  /