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Bruce Schneier auf der RSA-Konferenz 2016
Bruce Schneier auf der RSA-Konferenz 2016 (Bild: Hauke Gierow/Golem.de)

Angebliche Backdoor: Kryptographen kritisieren Whatsapp-Bericht des Guardian

Bruce Schneier auf der RSA-Konferenz 2016
Bruce Schneier auf der RSA-Konferenz 2016 (Bild: Hauke Gierow/Golem.de)

Die Diskussion um die angebliche Backdoor in Whatsapp reißt nicht ab. Bekannte Sicherheitsforscher wie Bruce Schneier kritisieren die Berichterstattung des Guardian als unverantwortlich - und vergleichen die Autoren mit Impfgegnern.

Eine Gruppe von Aktivisten und renommierten Kryptologen hat die Berichterstattung des Guardian über eine angebliche 'Backdoor' in Whatsapp als unverantwortlich kritisiert. Der Guardian und der Sicherheitsforscher Tobias Boelter würden mit ihren Veröffentlichungen dazu beitragen, Menschen zu verunsichern und diese dazu zu bringen, weit unsicherere Alternativen wie SMS oder den Facebook-Messenger zu nutzen.

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Die Gruppe umfasst die Kryptologen Bruce Schneier und Matthew Green sowie zahlreiche weitere Kryptologen. Auch andere bekannte Sicherheitsforscher wie Filippo Valsorda, Thomas Ptacek, Kenneth White und Jonathan Zdiarski haben sich der von der türkischstämmigen Technik-Soziologin und Autorin Zeynep Tufekci angestoßenen Erklärung angeschlossen.

Die Gruppe schreibt, die Wortwahl des Guardian entspreche der Behauptung von Impfgegnern. Denn auch wenn Impfstoffe in einigen wenigen Fällen Todesfälle verursachen würden, würden sie Millionen Menschenleben retten.

Schwachstelle und keine Hintertür

Die in dem Guardian-Artikel beschriebene Schwachstelle sei keine Hintertür, es handele sich um eine nachvollziehbare Designentscheidung. Diese Begründung hatte auch Whatsapp nach der Veröffentlichung verwendet. Tatsächlich verwendet Whatsapp ein anderes Verfahren als der Kryptomessenger Signal. Wenn Nutzer bei Signal die App neu installieren oder ein neues Smartphone nutzen, werden Nachrichten zunächst nicht zugestellt. Dabei können aber Nachrichten verloren gehen.

Dies sei ein Verhalten, das einer technisch versierten Nutzergruppe mit Verweis auf die Sicherheit vermittelt werden könne. Bei einem von mehr als einer Milliarde Menschen verwendeten Messenger mit weniger technischer Nutzergruppe sei dies nicht ohne weiteres möglich. Jede App müsse sich entscheiden, wie sie diesen Fall handhaben will, heißt es in dem Brief.

Seit die Story publiziert worden sei, höre man von verunsicherten Aktivisten, Journalisten und anderen Menschen, die Whatsapp genutzt hätten und nun zu unsicheren Diensten wie SMS oder zum Facebook-Messenger wechseln würden. Dies sei aber für die meisten Nutzer weder sinnvoll noch notwendig.

Schwachstelle in der Realität kaum ausnutzbar 

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tha_specializt 25. Jan 2017

[ ] du hast verstanden was ich schrieb du wolltest einfach mal was gesagt haben

koelnerdom 23. Jan 2017

Nein wäre es nicht. Auch wenn es in diesen Tagen immer so gern raustrompetet wird: Auch...

kayozz 23. Jan 2017

Sehe ich das richtig: * Aktivist A wird vom Regim festgenommen und sein Handy...

baltasaronmeth 23. Jan 2017

Die Amis streiten gerne polarisiert über Schwarzweißthemen: Slug or snail? Pro life, pro...

Shismar 22. Jan 2017

Du hast schon den Artikel gelesen? Bis auf den letzten Satz berichtet Golem lediglich...



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