Open Source: Wire beginnt mit der Freigabe des Server-Quellcodes

Wire hat damit begonnen, den Quellcode zum Betrieb eines eigenen Messenger-Servers zu veröffentlichen. Künftig soll damit deutlich mehr möglich sein.

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Wire stellt seinen Server-Code unter eine offene Lizenz.
Wire stellt seinen Server-Code unter eine offene Lizenz. (Bild: Wire)

Der in Berlin ansässige Messenger-Dienst Wire hat die ersten Teile des Server-Quellcodes bei Github hochgeladen. Der Code steht unter der AGPL. Wire kommt damit einer Ankündigung aus dem vergangenen Jahr nach. Der Prozess habe sich etwas hingezogen, weil der Code von einigen Altlasten befreit worden sei. Die aktuelle Veröffentlichung betrifft "die ersten Backend-Komponenten", in den kommenden Monaten soll der Prozess dann abgeschlossen werden.

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Der Quellcode der Wire-Apps ist schon seit längerem offen. Juristisch hat der Dienst seinen Hauptsitz in der Schweiz, die Softwareentwicklung findet allerdings in Berlin statt. Wire nutzt zur Verschlüsselung eine eigene Version des von Signal-Gründer Moxie Marlinspike mitentwickelten Double-Ratchet-Algorithmus. Der Quellcode von Signals Server steht ebenfalls unter der AGPL.

Wire unterstützt die gleichzeitige Verschlüsselung von Nachrichten auf mehreren Geräten. Aus diesem Grund gibt es auch einen vollwertigen Desktop-Client. Bei Threema und Whatsapp kann nur ein Webclient in Verbindung mit einem Smartphone genutzt werden.

Wire kündigt an, dass es künftig möglich sein soll, einen eigenen, federierten Wire-Server zu betreiben. Privatnutzer oder Unternehmen könnten so ihre eigene Instanz betreiben, aber trotzdem mit den restlichen Nutzern kommunizieren. Um die Federation zwischen Signal und der alternativen Version Libresignal hatte es zuletzt immer wieder Streit gegeben.

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Eine Person mit dem Nickname Tina Membe hatte im Januar dieses Jahres Kritik am Schlüsselaustausch und anderen Funktionen von Wire geäußert. Wire hatte die Kritik auf Anfrage von Golem.de zurückgewiesen und als nicht zutreffend bezeichnet.

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