Nach rund fünf Jahren Streit zwischen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung auf der einen Seite und dem Perlentaucher auf der anderen Seite hat das Oberlandesgericht Frankfurt bestätigt: Das Geschäftsmodell des Perlentauchers ist rechtskonform.
Paypal Europe hat im Streit um eingefrorene Konten deutscher Onlinehändler, die mit kubanischen Waren handeln, einem Vergleich zugestimmt. Der Zahlungsabwickler hatte versucht, die Veröffentlichung der Einigung zu verhindern.
In der Europäischen Union rufen Bürgerrechtler zum Widerstand gegen das internationale Antipiraterieabkommen Acta auf. In einem Video warnen sie vor gravierenden Folgen für Privatsphäre, freie Meinungsäußerung, medizinische Versorgung und Lebensmittelversorgung von EU-Bürgern.
Die Landesregierung von Schleswig-Holstein will ihre Fanpage bei Facebook entgegen der Forderung des Landesbeauftragten für den Datenschutz Thilo Weichert nicht abschalten. Das teilte Arne Wulff, Chef der Staatskanzlei, dem Datenschützer mit.
Netzpolitik.org hat aufgedeckt, dass die Bundesländer den Schulbuchverlagen erlauben, mit einer Software nach unerlaubten Kopien auf Schulservern zu suchen. Ein Schultrojaner sei das aber nicht, sagen die Verantwortlichen.
Einer Gruppe von Forschern ist es gelungen, eine Sicherheitslücke in Skype dazu auszunutzen, die IP-Adressen von Nutzern zu bestimmen und deren Ortswechsel zu beobachten. Das Verfahren kann auch dazu eingesetzt werden, Filesharing-Aktivitäten zu beobachten.
Telefónica Germany hat die Zusammenarbeit mit dem Fotomodel Vanessa Hessler beendet. Die 23-Jährige hatte sich als Geliebte eines getöteten Gaddafi-Sohnes geoutet und das Gaddafi-Regime verharmlost.
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, hat die vergangene Woche verabschiedete Novellierung des Telekommunikationsgesetzes als unzureichend bezeichnet. Der Gesetzgeber habe EU-Vorschriften zu Cookies nicht umgesetzt.
Anonymous will die Website des US-Fernsehsenders Fox News am 5. November 2011 lahmlegen. Die Aktion ist nach Angaben der Gruppe eine Reaktion auf die polemische Berichterstattung des Senders über die Occupy-Bewegung.
Cyberangriffe auf britische Unternehmen und Regierungsstellen haben nach Angaben von GCHQ-Chef Iain Lobban ein "beunruhigendes" Ausmaß angenommen. Lobban warnte im Vorfeld einer Cybersicherheitskonferenz in London vor den Auswirkungen auf die britische Wirtschaft.
Der E-Personalausweis hatte mehrere Sicherheitsprobleme und daher einen schlechten Start. Mittlerweile sind 8,5 Millionen E-Personalausweise ausgegeben worden, aber erst rund 20 Unternehmen und Institutionen haben die Funktion in ihre Internetangebote eingebunden.
Denial-of-Service-Attacke, Namen veröffentlicht, eine Belohnung ausgesetzt: Nachdem bei einer Demonstration im kalifornischen Oakland ein Demonstrant schwer verletzt wurde, hat die Gruppe Anonymous zum Widerstand gegen die Polizei aufgerufen.
Skype hat Skypekit for Desktop 4.02 veröffentlicht. Damit können andere Anwendungen auf die Videotelefoniefunktionen von Skype zugreifen - auch unter Mac OS X und Linux.
Das EU-Parlament hat mit großer Mehrheit dem umstrittenen Fluggastdatenabkommen mit Australien zugestimmt. Wenn der EU-Rat Ende des Jahres das Abkommen unterzeichnet, können Passagierdaten europäischer Bürger in Australien jahrelang gespeichert werden.
Domainnamen, die in offensichtlicher Missbrauchsabsicht bei der Denic registriert wurden, müssen von dieser nach Hinweis der Geschädigten gelöscht werden. Das ist die Kernaussage eines Urteils, das der Bundesgerichtshof gestern gefällt hat.
Update Auch Satelliten sind nicht vor Angreifern sicher: Unbekannte haben sich vor einigen Jahren mehrfach Zugang zu zwei US-Satelliten verschafft. Sie hätten die Raumflugkörper sogar übernehmen können.
Das soziale Netzwerk Google Plus (Google+) steht nun Google-Apps-Nutzern zur Verfügung. Sie können darüber auch Beiträge mit Personen nur aus ihrer Organisation, ihrem Unternehmen oder ihrer Universität teilen, selbst wenn diese nicht zuvor einem Kreis zugeordnet wurden.
Die New York Times will das Rätsel um Apples Pläne für einen eigenen Fernseher gelöst haben: Die Sprachsteuerung Siri soll dem Gerät zum Erfolg verhelfen. Prototypen soll es bereits geben, vor 2013 ist aber nicht mit der Markteinführung zu rechnen.
Google hat sein Nachrichtenportal Google News optisch und inhaltlich stark überarbeitet. Für Leser soll der Relaunch mehr Übersicht und Personalisierung bieten. Einige Verleger dürften durch die langsame Abkehr von vollautomatisch zusammengestellten News deutlich profitieren.
Google hat die ersten Innenansichten von Geschäften bei Street View veröffentlicht. Wie durch die Straßen können Nutzer virtuell durch Geschäfte oder Restaurants gehen.
Die am Donnerstag im Bundestag verabschiedete Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) erlaubt es, die Verkehrsdaten der Nutzer zeitlich unbegrenzt aufzuzeichnen. Die Ermittlungsbehörden haben darauf Zugriff.
Ein Gesetzentwurf des US-Repräsentantenhauses sieht vor, die Sperrung von Domains zu erleichtern, die Verstöße gegen das US-Urheberrecht ermöglichen. Kritiker sprechen schon von der "Großen Firewall von Amerika".
Ein US-Unternehmen hat ein fliegendes Windkraftwerk gebaut: ein Prallluftschiff mit einer Windturbine. Es soll in etwa 600 Meter aufsteigen, wo der Wind stetiger und stärker ist als in Bodennähe.
Sonos-Kunden können nun auch Juke auf ihren funkvernetzten Musiksystemen nutzen. Über den deutschen Musikdienst kann auf 13 Millionen Songs zugegriffen werden.
Ein internationales Forscherteam hat den Code eines komplett verschlüsselten Buches aus dem 18. Jahrhundert geknackt. Das Manuskript besteht aus lateinischen und griechischen Buchstaben sowie erfundenen Symbolen.
Wie verändert das Internet die Gesellschaft - dieser Frage werden künftig Wissenschaftler am Berliner Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft nachgehen. Das von Google mitfinanzierte Institut ist im Beisein von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eröffnet worden.
Nach einem Urteil gegen irreführende Werbeaussagen zu VDSL-Verträgen der Telekom trotz Drosselung hat der Konzern jetzt erklärt: "Wir sehen dies im Vertrag zwar vor, drosseln aber die Internetzugänge bei Überschreitung der Volumenbeschränkung nicht."
Der Skandal um den Staatstrojaner für die Onlinedurchsuchung weitet sich immer weiter aus. Jetzt hat der Chaos Computer Club (CCC) eine neuere Version der Malware untersucht. Mit fast dem gleichen Ergebnis wie bei der ersten Enthüllung.
Die Urheberrechtsorganisation GVU will mit Zahlen von Media-Control beweisen, dass durch die Streamingplattformen Kino.to und Kinox.to der Betrieb in Videotheken direkt zurückgeht.
Update Die Zeitschrift Pad & Phone 1/11 liegt seit heute am Kiosk. Das Heft über Smartphones und Tablets ist in Zusammenarbeit von PC Games Hardware und Golem.de entstanden.
Update Die Telekom darf die Drosselung des Produkts Call & Surf Comfort VDSL nicht mehr in einem PDF verstecken. Während in der Werbung keine Volumenbeschränkung und eine Datentransferrate von 25 MBit/s zugesagt werden, drosselt der Konzern auf 6 MBit/s.
Das US-Patent- und Markenamt hat Apple ein Patent für den bekannten Entsperren-Knopf von iOS und die dazugehörige Geste zugesprochen. Bei Android-Handys wird diese Technik teilweise ebenfalls eingesetzt.
Der Chef der Piratenpartei geht davon aus, dass die illegalen Funktionen des Staatstrojaners für die Onlinedurchsuchung bewusst versteckt wurden. Der Verfassungsbruch sei mit voller Absicht geschehen.
Ohne Hackerangriffe sind kaum Erfolge gegen Kinderpornografie-Plattformen zu erzielen, die sich hinter anonymisierenden Netzwerken verstecken. Das haben Ermittler von Naiin eingeräumt. Den Angriff von Anonymous lehnen sie jedoch ab.
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Betreiber eines Blogs unter gewissen Umständen für die Inhalte verantwortlich ist. Stimmen die von Nutzern aufgestellten Behauptungen nicht oder sind beleidigend, müssen sie gelöscht werden.
Ein neues Programm für DoS-Angriffe sorgt in der Securityszene für Gesprächsstoff. Da es Lücken im SSL-System angreift, sollen auch mittelgroße Webserver mit einem einzigen PC lahmgelegt werden können.
Facebook muss Bilder, die Nutzer in Deutschland hochladen, nach deutschem Datenschutzrecht behandeln, so ein Gutachten. Facebook behält sich bisher das Recht vor, alle Bilder kommerziell zu nutzen und die Nutzungsrechte an Dritte weiterzugeben.
Julian Assange hat die Veröffentlichung von Dokumenten über die Wikileaks-Plattform ausgesetzt. Als Grund wird Geldmangel angegeben. Laut Assange werden 95 Prozent der Spenden blockiert.
Forscher der Ruhr-Universität Bochum konnten sich in Accounts der Amazon Web Services hacken, um Images anzulegen und zu löschen. Auch der Amazon-Shop sei für Cross-Site-Scripting-Angriffe anfällig gewesen.
Update Anonymous hat Plattformen von Pädophilen wie die Wiki-Rubrik Hard Candy Lolita City und die Kinderpornographieplattform im Darknet angegriffen. Dabei gelang es, Server längere Zeit offline zu nehmen. Nun wurden auch Nutzernamen veröffentlicht.
In einem Interview sprach Steve Jobs über seine Pläne für einen Cloud-fähigen Apple-Fernseher. Bislang hat Apple nur eine Set-Top-Box im Angebot, aber kein Fernsehgerät.
Google hat ein Filmangebot für Android-Tablets gestartet: Über Android Movies können Nutzer Filme mieten und offline anschauen. Ob das Angebot auch in Deutschland verfügbar sein wird, ist noch unklar.
Unbekannte haben sich am Sonntag Zugang zum Youtube-Kanal von Microsoft verschafft, die Videos gelöscht und durch eigene ersetzt. Es ist der zweite Hack eines prominenten Youtube-Kanals in einer Woche.
In den frühen Morgenstunden des 23. Oktober 2011 ist der deutsche Forschungssatellit Rosat in die Erdatmosphäre eingetreten. Ob Satellitentrümmer dabei auf die Erde gestürzt sind, ist noch unbekannt.
Nokia will den eigenen Navigationsdienst namens Karten respektive Maps künftig auch für andere Mobiltelefonplattformen anbieten. Damit geht es vor allem in direkte Konkurrenz zu Google Maps, legt sich aber auch mit Microsofts Bing Maps an.
Nach den jüngsten Berechnungen von Raumfahrtexperten stürzt der deutsche Forschungssatellit Rosat wahrscheinlich am Sonntag auf die Erde. Wo genau, ist weiterhin unklar - das Risko größerer Schäden ist aber sehr gering.
Internetprovider sind nicht verpflichtet, auf Grundlage des Urheberrechtsgesetzes die IP-Adressen von Filesharern "auf Zuruf" von Rechteinhabern zu speichern, hat das Landgericht München I entschieden. Der Gesetzgeber müsse die "Regelungslücke" schließen.