Abo
  • Services:
Anzeige
Skype: Sicherheitslücke ermöglicht Beobachtung von Nutzern
(Bild: AFP/Getty Images)

Skype: Sicherheitslücke ermöglicht Beobachtung von Nutzern

Einer Gruppe von Forschern ist es gelungen, eine Sicherheitslücke in Skype dazu auszunutzen, die IP-Adressen von Nutzern zu bestimmen und deren Ortswechsel zu beobachten. Das Verfahren kann auch dazu eingesetzt werden, Filesharing-Aktivitäten zu beobachten.

Skype gilt als sehr abhörsicher und vergleichsweise datenschutzfreundlich. Forschungsergebnisse einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern kratzen nun an diesem Image. Den Forschern Stevens Le Blond, Chao Zhang, Arnaud Legout, Keith Ross und Walid Dabbous ist es gelungen, die IP-Adressen von Skype-Teilnehmern ohne deren Wissen und Kooperation herauszufinden. Die Daten für die Studie wurden sowohl von freiwilligen Probanden als auch von unbekannten Skype-Teilnehmern erhoben.

Anzeige

In einem ersten Schritt haben die Forscher die Skype-IDs von Nutzern anhand der Einträge von E-Mail-Adressen im Skype-Nutzerverzeichnis ermittelt. Anschließend wurde anhand von verschickten und empfangenen IP-Paketen aus Skype-Verbindungsanfragen die IP-Adresse der Nutzer und ihr Skype-Status ermittelt. Dabei wählten die Forscher die Datenpakete so, dass der Empfänger nicht darauf aufmerksam wurde. Dazu genügt es, den Aufbau einer TCP-Verbindung zu verhindern.

Die Antwortmuster verrieten den Forschern, ob es sich um die echte IP-Adresse des ahnungslosen Skype-Nutzers handelte oder um eine NAT-IP-Adresse. Die Skype-Antworten verrieten den Forschern ebenfalls, ob ein Nutzer innerhalb der letzten 72 Stunden von einer bestimmten IP-Adresse per Skype telefoniert hatte. So war es von Fall zu Fall möglich, den IP-Adresswechsel von Nutzern zu erfassen und unter Verwendung von Lokalisierungsdiensten die Bewegung der Nutzer zu rekonstruieren. Ebenfalls war es anhand der IP-Adressen möglich zu beobachten, welche Nutzer Inhalte in Filesharing-Netzwerken bereitstellten oder daraus herunterluden.

Das von den Forschern entwickelte Verfahren zum Skype-Nutzer-Tracking lässt sich nach ihren Aussagen auch auf andere Peer-to-Peer-Systeme anwenden. Dabei ist es hoch skalierbar. Mit ihrem Versuchsaufbau konnten die Forscher unter Einsatz von 30 Computern 10.000 Skype-Nutzer pro Stunde beobachten.

Laut PC World ist Skype bereits von den Forschern über die Sicherheitslücke informiert worden. Skypes Chief Information Security Officer, Adrian Asher, erklärte auf Anfrage in einer E-Mail, dass bei Skype ebenso wie bei anderer Kommunikationssoftware die Teilnehmer wechselseitig ihre IP-Adressen bestimmen könnten. Das Unternehmen arbeite aber daran, "Fortschritte auf diesem Gebiet zu machen und unsere Software zu verbessern".


eye home zur Startseite
nOOcrypt 29. Nov 2011

Um Skype abzuhoeren existieren Generalschluessel, die auch an Geheimdienste verkauft...

patrick.liebold 31. Okt 2011

Wenn ich eine Sache in den letzten Jahren gelernt habe (besonders in den letzten Monaten...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Mobile Collaboration GmbH, Ettlingen
  2. Landespolizeiamt Schleswig-Holstein, Kiel
  3. M-net Telekommunikations GmbH, München
  4. Daimler AG, Stuttgart


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 184,90€ + 3,99€ Versand (Bestpreis!)
  2. (täglich neue Deals)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  2. Praxiseinsatz, Nutzen und Grenzen von Hadoop und Data Lakes


  1. Megaupload

    Dotcom droht bei Auslieferung volle Anklage in den USA

  2. PC-Markt

    Unternehmen geben deutschen PC-Käufen einen Schub

  3. Ungepatchte Sicherheitslücke

    Google legt sich erneut mit Microsoft an

  4. Torus

    CoreOS gibt weitere Eigenentwicklung auf

  5. Hololens

    Verbesserte AR-Brille soll nicht vor 2019 kommen

  6. Halo Wars 2 im Test

    Echtzeit-Strategie für Supersoldaten

  7. Autonome Systeme

    Microsoft stellt virtuelle Testplattform für Drohnen vor

  8. Limux

    Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts

  9. Betriebssysteme

    Linux 4.10 beschleunigt und verbessert

  10. Supercomputer

    Der erste Exaflops-Rechner wird in China gebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
EU-Funkanlagenrichtlinie: Mit dem Router-Lockdown kommt das absolute Chaos
EU-Funkanlagenrichtlinie
Mit dem Router-Lockdown kommt das absolute Chaos
  1. Freie Software Gemeinnützigkeit-as-a-Service gibt es auch in Europa
  2. CPU-Architektur RISC-V soll dominierende Architektur werden
  3. IETF-Standard Erste Quic-Tests kommen noch diesen Sommer

Autonomes Fahren: Die Ära der Kooperitis
Autonomes Fahren
Die Ära der Kooperitis
  1. Neue Bedienungssysteme im Auto Es kribbelt in den Fingern
  2. Amazon Alexa im Auto, im Kinderzimmer und im Kühlschrank
  3. Focalcrest Mixtile Hub soll inkompatible Produkte in Homekit einbinden

Thimbleweed Park angespielt: Die Rückkehr der unsterblichen Pixel
Thimbleweed Park angespielt
Die Rückkehr der unsterblichen Pixel

  1. Re: richtig so!

    Eheran | 01:36

  2. Re: Wirklich witzig

    laserbeamer | 01:34

  3. Re: Wie kann es so ein RoboRacer "übertreiben"?

    Vögelchen | 00:56

  4. Re: "keine besondere Laserpräzision notwendig"

    Johannes Kurz | 00:48

  5. Re: Verzicht

    Nielz | 00:40


  1. 18:33

  2. 17:38

  3. 16:38

  4. 16:27

  5. 15:23

  6. 14:00

  7. 13:12

  8. 12:07


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel