Abo
  • Services:

Wikileaks: Assange setzt Veröffentlichungen wegen Geldmangel aus

Julian Assange hat die Veröffentlichung von Dokumenten über die Wikileaks-Plattform ausgesetzt. Als Grund wird Geldmangel angegeben. Laut Assange werden 95 Prozent der Spenden blockiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Wikileaks geht das Geld aus.
Wikileaks geht das Geld aus. (Bild: Leon Neal/Getty/AFP)

Auf einer Pressekonferenz in London hat Wikileaks-Aktivist Julian Assange mitgeteilt, dass die Whistleblower-Plattform keine geheimen Dokumente mehr veröffentlichen kann. Laut Assange fehlen Wikileaks dazu gegenwärtig mindestens 3,5 Millionen US-Dollar. Die an Wikileaks gespendeten Summen seien zu 95 Prozent blockiert. Assange nannte unter anderem die Bank of America, Paypal, Visa und Mastercard als die Institutionen, die Spenden an Wikileaks zurückhalten. Nach dem derzeitigen Stand reichen die Gelder noch bis zum Ende dieses Jahres. Assange bezeichnete die gegenwärtige finanzielle Lage als existentiell bedrohlich.

Wikileaks will nur noch gegen Blockade vorgehen

Stellenmarkt
  1. SSP Safety System Products GmbH & Co. KG, Spaichingen
  2. Beuth Hochschule für Technik Berlin, Berlin

Die Spenden waren kurz nach der Veröffentlichung der geheimen Botschaftsdepeschen am 7. Dezember 2010 eingefroren worden. Nun habe die "unrechtmäßige Blockade" Wikileaks dazu gezwungen, von weiteren Veröffentlichungen abzusehen, sagte ein sichtlich nervöser Assange auf der Pressekonferenz. Bei den noch nicht veröffentlichten Materialien soll es sich unter anderem um Dokumente von der Bank of America handeln.

Assange machte konservative Kräfte in den USA für die Blockade verantwortlich. Die noch verfügbaren Gelder sollen jetzt dafür verwendet werden, gegen die Blockade vorzugehen, unter anderem in Island, Großbritannien, Dänemark und Australien. Außerdem will die Organisation in Brüssel bei der EU-Kommission Beschwerde einreichen.

Die Whistleblower-Plattform genieße weiterhin weltweit großes Ansehen und habe immer noch zahlreiche Unterstützer. Insgesamt seien Wikileaks Spenden in Höhe 40 bis 50 Millionen US-Dollar entgangen, sagte Wikileaks-Mitarbeiter Hrafnsson. Spenden können weiterhin direkt über die Webseite des Projekts eingereicht werden.

Neue Dokumenteneingabe ohne SSL

Wikileaks-Aktivisten seien derweil mit der Errichtung einer neuen Einreichungsinfrastruktur beschäftigt, die komplett auf SSL verzichtet, sagte Assange. Die Verschlüsselung per SSL sei nicht mehr sicher, denn die Unternehmen, die SSL-Zertifikate ausstellen, seien inzwischen von Geheimdiensten unterwandert. Gegenwärtig hat Wikileaks keine sichere Eingabemöglichkeiten. Diese soll Daniel Domscheit-Berg mitgenommen haben, als er Wikileaks verließ.

Nachdem sich der Streit zwischen Domscheit-Berg und Assange während des Chaos Computer Camps im August 2011 zuspitzte, gelangten die Botschaftsdepeschen ungewollt ins Internet. Assange selbst gab daraufhin die letzten Dokumente frei.

Inzwischen ist Assanges Biografie erschienen, an der er zunächst selbst mitgewirkt hatte. Später distanzierte er sich davon und versuchte, die Veröffentlichung zu verhindern. Der Verlag Cannongate veröffentlichte daraufhin eine weitgehend unredigierte Fassung. Assange hatte zuvor einen Vorschuss über 400.000 Euro erhalten und diese teilweise für seine Anwaltskosten verwendet. Ihm wird in Schweden sexuelle Belästigung vorgeworfen. Ein britisches Gericht soll im November 2011 über seine Auslieferung entscheiden. Die Frage, ob Assange Spenden an Wikileaks für seine eigenen Verhandlungen verwende, verneinte er.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 47,95€
  2. 185,00€ (Bestpreis + Geschenk!)
  3. 98,00€ (Bestpreis!)
  4. 469,00€

Baron Münchhausen. 25. Okt 2011

Die US Konservative & Co. setzen auf genau solche schlichte Gemüter. Einfach eins von...

JeanClaudeBaktiste 25. Okt 2011

wo sonst trotzdem find eich es schade dass die USA alles nach plan erledigen...

%username% 25. Okt 2011

...finde ich!

Anonymer Nutzer 25. Okt 2011

Besseren Nachfolger? Habt ihr eigentlich eine Ahnung wer die ersten Fälle aufdeckte und...

Anonymer Nutzer 25. Okt 2011

Du nennst dich jude und kannst nicht rechnen??? sehr merkwürdig.. Die Sichtung erfolgte...


Folgen Sie uns
       


Bionic Finwave - Bericht (Hannover Messe 2019)

Festo zeigte auf der Hannover Messe einen schwimmenden Roboter aus dem 3D-Drucker.

Bionic Finwave - Bericht (Hannover Messe 2019) Video aufrufen
Technologie: Warum Roboter in Japan so beliebt sind
Technologie
Warum Roboter in Japan so beliebt sind

Japaner produzieren nicht nur mehr Roboter als jede andere Nation, sie gehen auch selbstverständlicher mit ihnen um. Das liegt an der besonderen Geschichte und Religion des Inselstaats - und an Astro Boy.
Von Miroslav Stimac

  1. Kreativität Roboterdame Ai-Da soll zeichnen und malen
  2. Automatisierung Roboterhotel entlässt Roboter
  3. Cimon Die ISS bekommt einen sensiblen Kommunikationsroboter

Falcon Heavy: Beim zweiten Mal wird alles besser
Falcon Heavy
Beim zweiten Mal wird alles besser

Die größte Rakete der Welt fliegt wieder. Diesmal mit voller Leistung, einem Satelliten und einer gelungenen Landung im Meer. Die Marktbedingungen sind für die Schwerlastrakete Falcon Heavy in nächster Zeit allerdings eher schlecht.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer und dpa

  1. SpaceX Raketenstufe nach erfolgreicher Landung umgekippt
  2. Raumfahrt SpaceX zündet erstmals das Triebwerk des Starhoppers
  3. Raumfahrt SpaceX - Die Rückkehr des Drachen

Online-Banking: In 150 Tagen verlieren die TAN-Zettel ihre Gültigkeit
Online-Banking
In 150 Tagen verlieren die TAN-Zettel ihre Gültigkeit

Zum 14. September 2019 wird ein wichtiger Teil der Zahlungsdiensterichtlinie 2 für die meisten Girokonto-Kunden mit Online-Zugang umgesetzt. Die meist als indizierte TAN-Liste ausgegebenen Transaktionsnummern können dann nicht mehr genutzt werden.
Von Andreas Sebayang

  1. Banking-App Comdirect empfiehlt, Sicherheitswarnung zu ignorieren

    •  /