Es ist voll in der Erdumlaufbahn: Immer mehr Satelliten kreisen im Orbit, und auch immer mehr Weltraumschrott. Die einzige Möglichkeit, des Problems Herr zu werden, ist laut Esa, ihn zu beseitigen. Für 2025 ist die erste europäische Aufräummission geplant.
Was haben Jim Peebles, Michel Mayor und Didier Queloz je für uns getan? Sie haben die Frühzeit des Universums untersucht und fremde Welten entdeckt. Golem.de erklärt, wofür ihnen der Physik-Nobelpreis 2019 verliehen wird.
Update Die Boeing 747-SP mit eingebautem Teleskop wird laut DLR erstmals von Europa aus eine Forschungsmission starten. Ziel ist der Norden, der von Stuttgart besser erreicht werden kann als von der US-Heimatbasis.
Die Realität sieht anders aus, als manche Überschrift vermuten lässt. Die neue Entdeckung von Wasser auf einem Exoplaneten deutet nicht auf Leben hin, dafür aber auf Probleme im Wissenschaftsbetrieb.
UpdateKopf in den Sand! Erst kam der Urknall, dann entstand zufällig Leben - oder es war alles vollkommen anders. Informationen könnten das Wichtigste im Universum sein, und vielleicht leben wir in einer Simulation.
C/2019 Borisov ist kein Asteroid wie Oumuamua, sondern ein echter Komet, und er kommt nicht aus unserem Sonnensystem. Entdeckt von einem Amateurastronomen wird er jetzt die Profis beschäftigen.
Das sieht nach einer Premiere aus: Die Observatorien Ligo und Virgo haben Gravitationswellen erfasst, deren Ausgangspunkt mutmaßlich die Verschmelzung eines Neutronensterns mit einem schwarzen Loch ist. Die Forscher suchen nach weiteren Hinweisen, sie haben aber nur geringe Zweifel an ihrer Entdeckung.
Sie sind so alt und so weit weg, dass sie nicht mehr im sichtbaren Spektrum des Lichts erscheinen: Forscher aus Tokio haben mehrere Galaxien entdeckt, die in der Frühzeit des Kosmos entstanden sind.
Wasp-121b ist kein Exoplanet wie andere: Auf ihm ist es so heiß, dass Eisen verdampft und in den Weltraum entweicht. Außerdem hat er ein Problem mit der Schwerkraft seines Zentralgestirns.
Mit 3,7 Petaflops wird der VSC-4 Österreichs schnellster Supercomputer werden. Das System von Lenovo steht in der TU Wien und soll für wissenschaftliche Simulationen genutzt werden - etwa um den Anfang des Universums zu erforschen.
Ab Oktober soll Spektr-RG erstmals den gesamten Himmel im mittleren Röntgenspektrum kartographieren. Das Projekt ist in der Sowjetunion schon 1987 geplant gewesen, doch chronische Finanzprobleme haben es immer wieder verzögert.
Die Entdeckung großer Asteroiden ist selten geworden - die meisten sind bekannt. Doch jetzt haben Astronomen noch einen gefunden, der gut einen Kilometer groß ist. Seine ungewöhnliche Bahn im Innern des Sonnensystem hat mutmaßlich dafür gesorgt, dass er so lange unentdeckt geblieben ist.
Für die Nasa ist nicht nur der Mars von Interesse, sondern auch die Sonne: Zwei künftige Missionen sollen die Sonnenwinde untersuchen. Die Weltraumorganisation verspricht sich dadurch ein besseres Verständnis, wie sich die Sonnenaktivität auf die Atmosphäre der Erde auswirkt.
Am 21. Juni 2019 sollte eigentlich das deutsche Röntgenteleskop Erosita von Baikonur aus in die Umlaufbahn geschossen werden. Die russische Trägerrakete kann aber aufgrund eines technischen Problems nicht abheben, der Start wurde verschoben - vorerst auf den Folgetag.
Das Universum dehnt sich immer schneller aus. Der Motor dafür wird - mangels besseren Wissens - als Dunkle Energie bezeichnet. Ein deutsch-russischer Satellit mit einem in Deutschland entwickelten Röntgenteleskop an Bord soll Erkenntnisse über die Dunkle Materie liefern.
Erst vor wenigen Tagen hat die Nasa die Aufträge für die Mondlander vergeben. In seiner Kritik an den Plänen zeigt US-Präsident Trump Schwächen in Astronomie oder Grammatik.
Die 60 Starlink-Satelliten waren zuerst ein spektakulärer Anblick. Inzwischen sind sie meistens kaum noch sichtbar. Dennoch wird über den Einfluss auf den Nachthimmel diskutiert.
Über 4.000 Planeten außerhalb unseres Sonnensystem sind inzwischen bekannt. Die meisten sind Gasriesen wie Jupiter oder Neptun. Mit einer verbesserten Suchmethode haben deutsche Forscher Daten des Weltraumteleskops Kepler erneut durchsucht und mehrere kleine Exoplaneten gefunden.
Nummer 15 und 16: Die Gravitationswellen-Observatorien Ligo und Virgo haben zwei kosmische Kollisionen entdeckt. Eine davon könnte eine Premiere sein: Das Signal lässt auf die Kollision eines Neutronensterns mit einem Schwarzen Loch schließen.
Forscher haben mit der ersten Aufnahme eines schwarzen Lochs Wissenschaftsgeschichte geschrieben. Dafür waren 20 Jahre Vorarbeit und eine internationale Kooperation nötig. Golem.de sprach mit dem Radioastronomen Heino Falcke, der maßgeblich an dem Projekt beteiligt war.
Das Bild des schwarzen Lochs von M87 ging um die Welt. Aber es ist kein Foto. Niemand kann wissen, wie das Objekt wirklich aussieht. Denn acht über die Erde verteilte Radioteleskope machen die Erde nicht zu einem großen Radioteleskop.
Wasserstoff und Helium gehören zu den ersten Elementen, die nach dem Urknall entstanden - und sie bildeten auch das erste Molekül im Universum. Forscher haben das Heliumhydrid-Ion vor knapp 100 Jahren im Labor erzeugt. Mit Hilfe des fliegenden Teleskops Sofia konnten sie es auch im Universum nachweisen.
Japaner produzieren nicht nur mehr Roboter als jede andere Nation, sie gehen auch selbstverständlicher mit ihnen um. Das liegt an der besonderen Geschichte und Religion des Inselstaats - und an Astro Boy.
Die Existenz von schwarzen Löchern war schon seit Langem vorhergesagt, bisher konnten sie aber nur indirekt nachgewiesen werden. Dem Projekt EHT ist es gelungen, mit Hilfe eines virtuellen, erdumspannenden Teleskops erstmals ein Bild eines schwarzen Lochs aufzunehmen.
Ob es am Vorweihnachtsstress lag? Beinahe unbemerkt explodierte Mitte Dezember ein Meteor über der Beringsee. Erst drei Monate später wurde das Ereignis bekannt - inklusive Foto.
Um Schrott aus der Erdumlaufbahn zu entfernen, haben sich europäische Wissenschaftler in Kooperation mit Airbus ein kreatives Konzept einfallen lassen: Sie wollen alte Satelliten und anderen Weltraumschrott mit einer Harpune aufspießen. Ein erster Test verlief erfolgreich.
Radioastronomen können aufatmen: Zwar bringt iRobot in diesem Jahr seinen Rasenmähroboter auf den Markt. Doch das funkbasierte Navigationssystem des Roboters werde die radioastronomischen Messungen nicht stören, versichert der Hersteller.
Die Cloud wirkt wie ein großes Versprechen: Sie scheint unendliche Möglichkeiten zu bieten, alles zu können und die Zukunft der IT zu sein. Doch nicht jede Cloud-Lösung kann jedem Zweck dienen - und nicht immer ist überhaupt eine sinnvoll. Wir sortieren.
Es hat einen Geburtsfehler und immer wieder mal Schluckauf: Kürzlich hat es erneut ein technisches Problem beim Weltraumteleskop Hubble gegeben. Doch die Hubble-Wissenschaftler sagen, dass das Teleskop noch bis Mitte des kommenden Jahrzehnts einsatzfähig ist.
Kepler hat einen würdigen Nachfolger gefunden: Das 2018 in den Orbit geschossene Weltraumteleskop Tess hat in wenigen Monaten drei Exoplaneten entdeckt. Weitere Entdeckungen werden noch geprüft.
Der Asteroid MU69 besteht aus zwei runden Körpern, die wie ein Schneemann miteinander verbunden sind, wie Bilder der Raumsonde New Horizons zeigen. Das bestätigt Theorien zur Entstehung der Himmelskörper aus früheren Messungen und liefert sogar Hinweise auf die mögliche Form des interstellaren Asteroiden Oumuamua.
Vor zwei Jahren haben Forscher erstmals Gravitationswellen experimentell nachgewiesen. Seither gab es weitere Entdeckungen kosmischer Ereignisse, die diese Wellen erzeugten. Das bisher größte entdeckte Ereignis fand mehrere Hundert Millionen Jahre vor der Entstehung unseres Sonnensystems statt.
Salzlaugen aus Perchloraten würden selbst auf dem Mars flüssiges Wasser ermöglichen. Messungen, nach denen solches Wasser auf dem Planeten tatsächlich existiert, wurden jetzt aber als falsch erkannt.
Das Kepler-Weltraumteleskop entdeckte Tausende Planeten und ferne Sterne und zeigte, dass Planeten der Normalfall und keine Ausnahme sind. Ohne Treibstoff geht nun seine einzigartige Mission zu Ende.
Hubble kommt wieder in den normalen Betrieb. Einmal aus- und wieder einschalten. Kräftig durchschütteln. Läuft wieder. Aber auch mit ausgefallenem Kompass wäre Hubble nicht verloren gewesen.
Weil ein weiteres Instrument zur Ausrichtung von Hubble ausfiel, ist das Weltraumteleskop in einen abgesicherten Modus versetzt worden und außer Betrieb. Das Problem hatte sich bereits abgezeichnet.
Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Beim Einsammeln von Weltraumschrott hat ein europäisches Projekt einen Erfolg verbucht: Es hat einen kleinen Satelliten mit dem Netz eines großen eingefangen. So sollen künftig Schrottteile und kaputte Satelliten aus dem Orbit entfernt werden.
Seit Jahrzehnten sucht Seti den interstellaren Raum nach Signalen ab, die von Außerirdischen stammen könnten. Dabei empfangen die Forscher auch andere astronomisch interessante Daten, wie etwa schnelle Radioblitze. KI hilft bei der Suche.
Erstmals sind Details des neuen chinesischen Weltraumteleskops veröffentlicht worden. Es soll die bisher schärfste Übersicht über das Universum liefern.
Am heutigen Freitag wird der Mond für knapp eindreiviertel Stunden durch den Kernschatten der Erde wandern und dabei rot am Himmel erscheinen. Es wird die längste Mondfinsternis im 21. Jahrhundert. Gleichzeitig ist der Mars besonders groß am Himmel, und die ISS ist zu sehen.
Zum Glück ist er weit weg: Der Jungstern RW Aur A hat mutmaßlich einen oder mehreren Protoplaneten verschlungen. Bestätigt sich das, wäre es das erste Mal, dass Wissenschaftler beobachten, wie ein Planet in einen jungen Stern stürzt. Die Daten wurden mit dem Weltraumteleskop Chandra gesammelt.
Auf der Suche nach Leben fernab der Erde setzen Astronomen auf eine ungewöhnliche Methode: Maschinelles Lernen, erprobt in der Biomedizin. Der Algorithmus könnte Wasser in den Atmopshären von Exoplaneten finden.
Astronomen aus Heidelberg ist eine wichtige Entdeckung gelungen: Sie haben einen jungen Stern gefunden, in dessen Umlaufbahn sich gerade ein Exoplanet bildet. An diesem Beispiel wollen sie prüfen, ob die bisherigen Modelle zur Entstehung von Planeten stimmen.
Lange dachten Forscher, Neutrinos hätten keine Masse. Doch 2011 wiesen zwei Physiker nach, dass sie doch eine haben, und erhielten dafür den Nobelpreis. Mit einer neuen Forschungsanlage am KIT wollen Forscher die Masse der Elementarteilchen bestimmen.
Update Die Raumstation Tiangong-1 ist unkontrolliert über dem Südpazifik abgestürzt. Zuvor wurde sogar eine internationale Beobachtungskampagne einberufen. Dabei war die Raumstation nicht größer als ein Raumfrachter und unkontrollierte Abstürze von Weltraumschrott dieser Größe sind weitgehend normal.
Raketen aus dem 3D-Drucker, Milliarden-Investitionen aus dem Silicon Valley und Träume von künstlicher Intelligenz, die mit Lichtgeschwindigkeit durchs All reist: Die Digitalisierung sorgt für einen Boom in der Raumfahrt.
Der Astrophysiker Stephen Hawking selbst nannte sich einmal den "Archetypus eines behinderten Genies". Mit seinen Theorien über die Geheimnisse des Weltalls fesselte er Forscher und Laien zugleich - bis zu seinem Tod.