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Remove Debris: Europäer testen Einfangen von Weltraumschrott

Beim Einsammeln von Weltraumschrott hat ein europäisches Projekt einen Erfolg verbucht: Es hat einen kleinen Satelliten mit dem Netz eines großen eingefangen. So sollen künftig Schrottteile und kaputte Satelliten aus dem Orbit entfernt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Remove Debris: Cubesat wie geplant eingefangen
Remove Debris: Cubesat wie geplant eingefangen (Bild: Surrey Space Centre/Screenshot: Golem.de)

Satellit fängt Satellit: Ein europäisches Team unter Leitung der englischen University of Surrey hat erfolgreich ein System zur Entfernung von Weltraumschrott getestet. Dabei fing ein Satellit einen anderen mit einem Netz ein.

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Für das Projekt Remove Debris wurde ein etwa 100 kg schwerer Satellit entwickelt, der einen Cubesat-2 an Bord hat und mit einem Fangnetz ausgerüstet ist. Das Gespann flog im April auf die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS). Die Besatzung setze den Satelliten im Juni aus.

Für den Test setzte der große Satellit zunächst den Cubesat aus. Als dieser etwa sechs Meter entfernt war, öffnete er eine aufblasbare Konstruktion, die den Minisatelliten in etwa so weit vergrößerte, dass dieser die Maße eines real einzufangenden Satelliten hatte.

Dann fing der große Satellit den kleinen ein. Dazu schoss er ein Kunststoffnetz in Richtung des Cubesat ab. An den Rändern waren sechs Gewichte befestigt, die dafür sorgten, dass sich das Netz zu seiner vollen Größe von etwa fünf Metern ausfaltete. Wie geplant legte es sich um den Cubesat.

Bei einem realen Einsatz wäre an dem Netz eine Leine befestigt. Der Fangsatellit würde dann seine Triebwerke zünden, beide würden gemeinsam in der Erdatmosphäre verglühen. Für den Test wurde auf die Leine verzichtet, etwa um zu verhindern, dass die beiden Satelliten kollidieren. Der große soll nämlich noch weitere Experimente durchführen. Der Cubesat soll in etwa einem Jahr verglühen.

"Wir sind mit dem Ergebnis der Netztechnik sehr zufrieden", sagte Guglielmo Aglietti, Leiter des universitären Surrey Space Centre. Das Prinzip höre sich einfach an. Doch ein Stück Weltraumschrott mit einem Netz einzufangen, sei eine komplexe Aufgabe, die mehrere Jahre Planung, Entwicklung und Koordination zwischen den Projektpartnern, darunter der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus, erfordert habe.

In den verschiedenen Orbits um die Erde sind zehntausende Objekte mit einem Gesamtgewicht von etwa 7.600 Tonnen unterwegs. Das US Space Surveillance Network beobachtet ständig rund 40.000 Objekte. Die ISS muss immer wieder Schrottteilen ausweichen. Entsprechend arbeiten viele an Konzepten, um das Problem einzudämmen. Ein Versuch der japanischen Weltraumagentur Jaxa im vergangenen Jahr schlug jedoch fehl.



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FreiGeistler 25. Sep 2018

Elektrodynamisches Tethering. Müllsonde dockt Tether an Schrott an, Tether bremst mit...

FreiGeistler 25. Sep 2018

Laser erhitzen nur. Geschieht das schnell genug, passiert das explosionsartig = mehr...

Volker Vollhorst 24. Sep 2018

Ok, die Relativgeschwindigkeiten dort sind momentan noch gering. Könnte eines Tages ein...

chefin 24. Sep 2018

Was passiert wenn man einen Laser auf ein Satelliten schiesst? Nein, er explodiert...

Volker Vollhorst 22. Sep 2018

https://raumzeit-podcast.de/2011/01/21/rz007-weltraumschrott/


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