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Weltraumteleskop: Hubble ist außer Betrieb

Weil ein weiteres Instrument zur Ausrichtung von Hubble ausfiel, ist das Weltraumteleskop in einen abgesicherten Modus versetzt worden und außer Betrieb. Das Problem hatte sich bereits abgezeichnet.
/ Werner Pluta
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Zwei Astronauten wechseln die Gyroskope an Hubble aus. (Bild: Nasa)
Zwei Astronauten wechseln die Gyroskope an Hubble aus. Bild: Nasa / CC0 1.0

Das Weltraumteleskop Hubble(öffnet im neuen Fenster) (Hubble Space Telescope, HST) ist nach dem Ausfall eines Gyroskops nicht in Betrieb. Die Gyroskope oder Kreiselinstrumente sind für die Ausrichtung des Teleskops zuständig. Das muss aber nicht das Ende der Hubble-Mission bedeuten.

Rachel Osten, stellvertretende Leiterin des Hubble-Projekts, bestätigte den Ausfall per Twitter(öffnet im neuen Fenster). "Sehr stressiges Wochenende. Im Moment ist HST im abgesicherten Modus, während wir überlegen, was zu tun ist." Ein erster Schritt sei zu versuchen, das ausgefallene Kreiselinstrument wieder zum Laufen zu bekommen.

Der Ausfall hatte sich laut Osten(öffnet im neuen Fenster) schon angedeutet. "Das Gyro hat sechs Monate länger durchgehalten, als wir gedacht hatten (wir hätten es beinahe schon im Frühjahr abgeschaltet)."

Hubble hat sechs Gyroskope an Bord, mit deren Hilfe das Teleskop auf jene Himmelregionen ausgerichtet wird, die die Wissenschaftler erkunden wollen. Die Instrumente erwiesen sich jedoch von Anfang an als heikel und mussten mehrfach repariert werden. 2009, bei der letzten Service-Mission(öffnet im neuen Fenster), wurden alle sechs ausgetauscht.

Davon sind jetzt noch zwei funktionstüchtig. Für den optimalen Betrieb braucht das HST drei funktionierende Gyroskope. Allerdings kann das Teleskop auch mit zwei und sogar nur mit einem einzigen betrieben werden. Sollte sich das Instrument nicht reaktivieren lassen, ist Letztere sogar die wahrscheinlichere Variante.

Jubiläum – 25 Jahre Hubble (Nasa)
Jubiläum – 25 Jahre Hubble (Nasa) (16:17)

"Der Plan war immer, in einen Ein-Gyro-Betrieb zu gehen, wenn nur noch zwei übrig bleiben", sagte Osten(öffnet im neuen Fenster). Der unterscheide sich nicht wesentlich von einem Betrieb mit zweien, erkaufe der wissenschaftlichen Gemeinde aber mehr dringend benötigte Beobachtungszeit.

Hubble wurde 1990 von einem Spaceshuttle ins All gebracht. Doch schnell zeigte sich, dass das Teleskop kaum brauchbar war, weil es einen Fehler am Hauptspiegels hatte. 1993 brachten Astronauten ein Spiegelsystem an, das den Fehler korrigierte. Seither lieferte Hubble brauchbare Bilder.

HST sollte bereits 2007 durch das James Webb Space Telescope(öffnet im neuen Fenster) (JWST) ersetzt werden. Das Projekt verzögerte sich jedoch über die vergangenen Jahrzehnte mehrfach. Aktuell nennt die US-Raumfahrtbehörde Nasa 2021 als Starttermin.


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