• IT-Karriere:
  • Services:

Seti: Das Wow!-Signal war ein Komet

Es waren doch keine Außerirdischen, die uns 1977 ein Signal geschickt haben. Amerikanische Forscher konnten das berühmte Radiosignal jetzt nachstellen.

Artikel von veröffentlicht am
Das berühmte Wow!-Signal
Das berühmte Wow!-Signal (Bild: Wikimedia)

Als Jerry R. Ehman im August 1977 die Daten des Big Ear Radioteleskops der Ohio State University auswertete, fand er das stärkste Signal, das Seti - die Suche nach außerirdischem Leben - jemals fand. Es war erstaunlich genug, dass er ein Wow! neben das Signal schrieb. Nach 40 Jahren haben Forscher jetzt die Herkunft des Signals geklärt.

Stellenmarkt
  1. SW Automation GmbH, Tettnang
  2. Greenpeace e.V., Hamburg

In seinem neuesten Paper zeigt Antonio Paris, vom Center for Planetary Science in Washington, dass die Radioemissionen offensichtlich vom 2006 entdeckten Kometen 266/P Christensen stammen. Der kurzperiodische Komet hielt sich am 15. August 1977 in der Nähe des beobachtenen Flecks am Himmel auf, was die Messung verfälscht hat.

Wasserstoff sendet das Signal

Seti suchte nach Radiosignalen auf einer Frequenz von 1.420 Megahertz, die absichtlich ausgewählt wurde, weil sie einer charakteristischen Emissionslinie von Wasserstoffgas entspricht. Dahinter stand die Idee, dass das weit verbreitete Gas als ein interstellarer Standard für Radiokommunikation dienen und Außerirdische diese Frequenz nutzen könnten.

Dabei hatte Seti eine Reihe von möglichen natürlichen Quellen wie Pulsaren ausgeschlossen, genauso wie mögliche Emissionen von Satelliten. Die Herkunft des starken Radiosignals war deshalb über Jahrzehnte ungeklärt. Eine Reihe von Beobachtungen mit einem 10-Meter-Radioteleskop lieferte jetzt Daten, mit denen sich das Wow!-Signal nachstellen ließ.

Es wurden vier Kometen untersucht

Dazu wurde das Teleskop nicht nur auf den inzwischen bekannten Kometen 266/P Christensen gerichtet, sondern auch auf drei weitere zufällig ausgewählte Kometen und das 1.420-Megahertz-Signal mit einem Bereich ohne Kometen am Himmel verglichen. Kometen bestehen zu einem großen Teil aus Wassereis, aus dem durch Interaktion mit extremer UV-Strahlung oder Sonnenwind auch gewisse Mengen Wasserstoffgas entstehen können, was Radioemission im Bereich von 1.420 Megahertz möglich macht.

In allen Fällen wurde ein Signal von den Kometen beobachtet, das dem Fünf- bis Sechsfachen des Hintergrundrauschens des Radioteleskops entsprach. Das Wow!-Signal entsprach zwar dem 30-Fachen des Hintergrundrauschens, aber das Big Ear Telescope war größer und hätte bei der gleichen Quelle ein entsprechend besseres Signal-Rausch-Verhältnis. Hinzu kommt, dass der Komet sehr kurzperiodisch ist und weniger als sieben Jahre für die Umrundung der Sonne benötigt. Außerdem löst er sich langsam auf. Vor 40 Jahren dürfte der Komet damit wesentlich größer gewesen sein und ein stärkeres Signal erzeugt haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Asus Vivobook A705QA (17,3 Zoll) für 449€, Lenovo Chromebook C340 (11,6 Zoll) für 279€)
  2. 239,00€ statt 349,00€ (bei beyerdynamic.de)
  3. (u. a. Samsung GQ55Q90RGTXZG QLED für 1.509€, Samsung UE82RU8009 (82 Zoll, 207 cm) für 1...
  4. (Blu-ray 99,99€, 4K UHD 199,99€)

irata 08. Jun 2017

Darf ich Dich darum bitten, nicht mehr "Sternensysteme" zu sagen, wenn du...

vkl 07. Jun 2017

Das BigEar hatte einen Öffnungswinkel von DEC 40 arc min/0,67° und RA sogar nur 10 arcmin...

MAGA 07. Jun 2017

Lohnt Bitcoin Mining noch wenn man den Strom selbst bezahlen muss? Gesetzt dem Fall man...

voerden 07. Jun 2017

Oder .. Planeten mit den Eigenschaften der Erde könnten Mangelware sein. Unserer Planet...

triplekiller 07. Jun 2017

jetzt bin ich traurig auch wenn ich nicht weiß warum aliens solche em-signale verschicken...


Folgen Sie uns
       


Rahmenloser TV von Samsung (CES 2020)

Der fast unsichtbare Rand des Q950TS hat anscheinend nicht nur Vorteile.

Rahmenloser TV von Samsung (CES 2020) Video aufrufen
Geforce Now im Test: Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU
Geforce Now im Test
Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU

Wer mit Nvidias Geforce Now spielt, bekommt laut Performance Overlay eine RTX 2060c oder RTX 2080c, tatsächlich aber werden eine Tesla RTX T10 als Grafikkarte und ein Intel CC150 als Prozessor verwendet. Die Performance ist auf die jeweiligen Spiele abgestimmt, vor allem mit Raytracing.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Cloud Gaming Activision Blizzard zieht Spiele von Geforce Now zurück
  2. Nvidia-Spiele-Streaming Geforce Now kostet 5,49 Euro pro Monat
  3. Geforce Now Nvidias Cloud-Gaming-Dienst kommt noch 2019 für Android

Galaxy-S20-Serie im Hands-on: Samsung will im Kameravergleich an die Spitze
Galaxy-S20-Serie im Hands-on
Samsung will im Kameravergleich an die Spitze

Mit der neuen Galaxy-S20-Serie verbaut Samsung erstmals seine eigenen Isocell-Kamerasensoren mit hoher Auflösung, auch im Zoombereich eifert der Hersteller der chinesischen Konkurrenz nach. Wer die beste Kamera will, muss allerdings zum sehr großen und vor allem wohl teuren Ultra-Modell greifen.
Ein Hands on von Tobias Költzsch, Peter Steinlechner und Martin Wolf

  1. Galaxy Z Flip Samsung stellt faltbares Smartphone im Folder-Design vor
  2. Micro-LED-Bildschirm Samsung erweitert The Wall auf 583 Zoll
  3. Nach 10 kommt 20 Erste Details zum Nachfolger des Galaxy S10

Nitropad im Test: Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt
Nitropad im Test
Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt

Das Nitropad schützt vor Bios-Rootkits oder Evil-Maid-Angriffen. Dazu setzt es auf die freie Firmware Coreboot, die mit einem Nitrokey überprüft wird. Das ist im Alltag erstaunlich einfach, nur Updates werden etwas aufwendiger.
Ein Praxistest von Moritz Tremmel und Sebastian Grüner

  1. Nitropad X230 Nitrokey veröffentlicht abgesicherten Laptop
  2. LVFS Coreboot-Updates sollen nutzerfreundlich werden
  3. Linux-Laptop System 76 verkauft zwei Laptops mit Coreboot

    •  /