Über der Beringsee: Meteor explodiert fast unbemerkt in der Erdatmosphäre

Ob es am Vorweihnachtsstress lag? Beinahe unbemerkt explodierte Mitte Dezember ein Meteor über der Beringsee. Erst drei Monate später wurde das Ereignis bekannt - inklusive Foto.

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Sternschnuppe (Symbolbild): Die Quelle der Wellen war schwierig zu lokalisieren.
Sternschnuppe (Symbolbild): Die Quelle der Wellen war schwierig zu lokalisieren. (Bild: Ethan Miller/Getty Images)

Stell dir vor, ein riesiger Meteorit explodiert in der Erdatmosphäre und keiner merkt etwas. Müssen wir uns gar nicht vorstellen, ist passiert: Mitte Dezember verglühte ein vergleichsweise großer Himmelskörper. Das wurde erst Monate später bekannt.

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Sogar ein Foto des Ereignisses, das beinahe verpasst worden wäre, existiert: Der japanische Wettersatellit Himawari 8 nahm es am 18. Dezember 2018 auf. Simon Proud, Flugsicherheitsexperte und Meteorologe an der Universität von Oxford, hat es über Twitter veröffentlicht.

Das Foto, das auch in Farbe existiert, zeigt einen kleinen roten Punkt - die Explosion - sowie eine Rauchsäule und deren Schatten auf den Wolken. Die Rauchsäule sei fast senkrecht, was dafür spreche, dass der Meteor sehr steil in die Erdatmosphäre eingedrungen sei, schreibt Proud.

Der Meteor explodierte vor Kamtschatka

Der Himmelskörper hatte einen Durchmesser von zehn Metern und eine Masse von 1.400 Tonnen. Er explodierte in einer Höhe von 25,6 Kilometern über der Beringsee vor der russischen Halbinsel Kamtschatka mit einer Energie von 173 Kilotonnen TNT. Das entspricht in etwa dem Zehnfachen der Explosionsenergie der Atombombe, die im August 1945 Hiroshima zerstörte.

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Damit war der Meteor der drittgrößte seit Anfang des 20. Jahrhunderts - größer waren nur der Meteorit, der 1908 in Sibirien einschlug und auf einer Fläche von 2.000 Quadratkilometern 80 Millionen Bäume umknickte, und der, der 2013 über Tscheljabinsk niederging. Der Meteor vom Dezember hatte etwa ein Drittel der Masse des Tscheljabinsk-Meteoriten.

Die Explosion wurde von einem Satelliten des US-Militärs sowie von Infraschallstationen erfasst. Diese Stationen zeichnen niederfrequente Schallwellen auf, die unterhalb der menschlichen Hörschwelle liegen. Sie wurden während des Kalten Krieges eingerichtet, um Atombombenexplosionen zu erfassen.

Um die Quelle der Wellen zu lokalisieren, bedarf es jedoch einigen Aufwandes: Um die Position per Triangulation zu ermitteln, müssen die Daten mehrerer Stationen kombiniert werden. Möglicherweise habe es deshalb solange gedauert, bis die Daten veröffentlicht worden seien, sagte Alan Fitzsimmons, Astronom und Asteroiden-Experte an der Queen's University in Belfast, dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist.

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