Starlink: Satelliten am Nachthimmel

Die 60 Starlink-Satelliten waren zuerst ein spektakulärer Anblick. Inzwischen sind sie meistens kaum noch sichtbar. Dennoch wird über den Einfluss auf den Nachthimmel diskutiert.

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Kurz nach dem Start boten die Starlink Satelliten einen spektakulären Anblick am Himmel.
Kurz nach dem Start boten die Starlink Satelliten einen spektakulären Anblick am Himmel. (Bild: Marco Langbroek/CC-BY 4.0)

Die erste Nacht war spektakulär: Die 60 Starlink-Satelliten leuchteten nach dem Start wie eine Perlenkette am Himmel. In einigen Momenten wurden sie gar heller als die hellsten Sterne. Bald darauf wurde Kritik laut. Eilige Berechnungen behaupteten gar, dass bald mehr helle Satelliten als Sterne am Himmel stehen würden. Aber inzwischen gibt es auch besonnenere Reaktionen. Tatsächlich müssen jederzeit mehrere Satelliten am Himmel stehen, damit das Konzept einer konstanten Internetversorgung umgesetzt werden kann.

Inhalt:
  1. Starlink: Satelliten am Nachthimmel
  2. SpaceX will Helligkeit weiter reduzieren

Schon in der nächsten Nacht war das Phänomen deutlich abgeschwächt. Inzwischen haben sich die Satelliten viel weiter über den Himmel verteilt und sind mit bloßem Auge fast nicht mehr zu sehen. Es gibt aber noch viel hellere Ausnahmen, bei denen Satelliten Sonnenlicht direkt zur Erde reflektieren, auch noch nach der Dämmerung. Derzeit dürften vor allem die Solarsegel dafür verantwortlich sein.

Der Effekt ist nicht neu. Die alte Konstellation der Iridium-Satelliten war bekannt für sogenannte Iridium-Flares. Sie hatten Antennen mit reflektierender Oberfläche, die in Richtung Erde angewinkelt waren und so das Sonnenlicht direkt reflektierten. Dabei konnten die normalerweise mit bloßem Auge unsichtbaren Satelliten trotz der Flughöhe von 1.200 Kilometern kurzzeitig etwa 500-mal so hell wie Sirius werden, der hellste Stern am Nachthimmel. Solche Flares, meistens in viel kleinerem Umfang, sind bei Satelliten nicht unüblich.

Während die Iridium-Flares eine permanente Eigenschaft der Satelliten waren, hat sich das Phänomen bei den Starlink-Satelliten schon nach einem Tag deutlich abgeschwächt. Einige Beobachter konnten zwar noch Satelliten sehen, die für einige Sekunden hell wurden, aber keinen dauerhaft hellen Zug von Satelliten mehr. Andere Beobachter konnten nur noch wenige Satelliten überhaupt ohne Hilfe von Ferngläsern ausmachen.

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Über die genaue Ursache der Flares macht SpaceX derzeit noch keine Angaben. Laut Elon Musk wird sich das Verhalten der Satelliten noch einmal deutlich ändern, sobald sie ihren 550 Kilometer hohen Orbit erreicht haben und die Solarsegel dauerhaft in Richtung Sonne ausgerichtet werden. Dabei sollen sie senkrecht zur Erde stehen und in einer Achse gedreht werden. Aus den beobachteten Schwankungen der Helligkeit lässt sich vermuten, dass einige Satelliten noch nicht im Weltall stabilisiert wurden.

Die Starlink Satelliten haben nur schubschwache Ionentriebwerke, die für Beschleunigung und Bahnänderungen vorgesehen sind und keine herkömmlichen Steuerungsdüsen. Die Satelliten können mit Hilfe von Schwungrädern ausgerichtet werden. Aber wenn die Schwungräder an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit kommen, müssen sie wieder verlangsamt werden. Ohne Raketentriebwerke wird eine Kraft von außen benötigt. Im Vakuum des Erdorbits sind solche Kräfte klein und der Prozess ist langsam.

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SpaceX will Helligkeit weiter reduzieren 
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