Abo
  • Services:

Weltraumteleskop: Webb besteht Tests in der Kältekammer

Das neue Weltraumteleskop der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist den Bedingungen im Weltraum gewachsen. Das haben Tests im Vakuum bei sehr niedrigen Temperaturen gezeigt. Als Nächstes wird das James-Webb-Weltraumteleskop für den Start vorbereitet, der erneut verschoben wurde.

Artikel veröffentlicht am ,
JWST kommt aus der Kältekammer: erstmals die Optik und Instrumente des Teleskops zusammen getestet
JWST kommt aus der Kältekammer: erstmals die Optik und Instrumente des Teleskops zusammen getestet (Bild: Chris Gunn/Nasa)

Für Weltraumtemperaturen geeignet: Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hat das neue Weltraumteleskop erfolgreich in der Kältekammer getestet. Der Start ist für Anfang 2019 geplant.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Köln
  2. dmTECH, Weilerswist

Rund drei Monate hat das James Webb Space Telescope (JWST) in einer Vakuum-Kältekammer verbracht, wo Nasa-Mitarbeiter es diversen Tests unterzogen, um sicherzustellen, dass es unter Weltraumbedingungen wie vorgesehen funktioniert. Dazu gehörte unter anderem, die Ausrichtung der 18 Segmente des Hauptspiegels zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie wie ein einziger, riesiger Spiegel fungieren. Außerdem wurden erstmals die Optik und Instrumente des Teleskops zusammen getestet.

Die Versorgungssysteme werden montiert

Die nächste Station des JWST ist Northrop Grumman Aerospace Systems in Redondo Beach im US-Bundesstaat Kalifornien. Dort werden ein Schild, der die Instrumente gegen das Licht der Sonne abschirmt, sowie der Spacecraft Bus installiert. Zu Letzterem gehören beispielsweise der Antrieb, die Systeme für die Energieversorgung oder die Kommunikation.

Die Arbeiten sollen bis Ende kommenden Jahres abgeschlossen sein. Dann wird das JWST zum europäischen Raketenstartplatz Kourou im französischen Übersee-Département Französisch-Guayana transportiert. Von dort aus soll eine Ariane-5-Rakete das Teleskop im Frühjahr 2019 ins All bringen.

JWST ist das größte Weltraumteleskop bisher

Das vor einem Jahr fertiggestellte JWST ist das größte bisher gebaute Weltraumteleskop. Der Hauptspiegel wiegt etwa 6,2 Tonnen, hat einen Durchmesser von 6,5 Metern und besteht aus 18 sechseckigen Segmenten aus Beryllium, die mit Gold beschichtet sind. Der Rahmen besteht aus einem eigens dafür entwickelten Verbundwerkstoff.

Das Teleskop ist dafür gedacht, die Planeten in unserem Sonnensystem sowie in anderen Sternensystemen zu betrachten. So wollen die Astronomen damit nach Wasserdampf auf den Planeten im System von Alpha Centauri suchen. Außerdem wollen sie damit sehr weit entfernte, also sehr alte Galaxien untersuchen. Das JWST wird im infraroten Spektrum arbeiten.

Webb war Chef der Nasa

Benannt ist das Teleskop nach dem ehemaligem Nasa-Direktor James Edwin Webb. An dem Projekt waren neben der Nasa auch die Raumfahrtagenturen Kanadas und Europas, CSA und Esa, beteiligt. Wegen der Kosten und der Verzögerung in der Bauzeit wollte das US-Repräsentantenhaus 2011 das Projekt stoppen.

Ursprünglich sollte JWST bereits 2011 ins All fliegen. Dann wurde der Start auf das Jahr 2014 verschoben. Die Kosten waren ursprünglich mit 1,6 Milliarden US-Dollar angesetzt worden. Inzwischen werden sie auf über 8,8 Milliarden US-Dollar geschätzt.

JWST sollte eigentlich das Weltraumteleskop Hubble ersetzen. Doch dessen Mission ist 2016 um fünf Jahre verlängert worden. Das bedeutet, die beiden Teleskope werden einige Zeit zusammen im Einsatz sein.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 49,95€
  2. 17,95€
  3. 69,95€

Dwalinn 05. Dez 2017

Hier ist mal ein bericht von 2010, einerseits waren wohl angeblich zuerst 3,5 Mrd geplant...

AllDayPiano 05. Dez 2017

Ach da schau her :) Eine kalte Metallplatte ist also der Übeltäter, der die Wärme...

TobiVH 05. Dez 2017

...gelingt der Start und der Aufbau ohne Probleme! Wäre ein schwerer Schlag wenn da noch...


Folgen Sie uns
       


Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 1)

Michael zeigt alle Jahreszeiten und Spielmodi in Forza Horizon 4.

Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 1) Video aufrufen
Dell Ultrasharp 49 im Test: Pervers und luxuriös
Dell Ultrasharp 49 im Test
Pervers und luxuriös

Dell bringt mit dem Ultrasharp 49 zwei QHD-Monitore in einem, quasi einen Doppelmonitor. Es könnte sein, dass wir uns im Test ein kleines bisschen in ihn verliebt haben.
Ein Test von Michael Wieczorek

  1. Magicscroll Mobiles Gerät hat rollbares Display zum Herausziehen
  2. CJG50 Samsungs 32-Zoll-Gaming-Monitor kostet 430 Euro
  3. Agon AG322QC4 Aggressiv aussehender 31,5-Zoll-Monitor kommt für 600 Euro

Wet Dreams Don't Dry im Test: Leisure Suit Larry im Land der Hipster
Wet Dreams Don't Dry im Test
Leisure Suit Larry im Land der Hipster

Der Möchtegernfrauenheld Larry Laffer kommt zurück aus der Gruft: In einem neuen Adventure namens Wet Dreams Don't Dry reist er direkt aus den 80ern ins Jahr 2018 - und landet in der Welt von Smartphone und Tinder.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Life is Strange 2 im Test Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
  2. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

Agilität: Wenn alle bestimmen, wo es langgeht
Agilität
Wenn alle bestimmen, wo es langgeht

Agiles Arbeiten ist, als ob viele Menschen gemeinsam ein Auto fahren. Aber wie soll das gehen und endet das nicht im Riesenchaos?
Von Marvin Engel

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

    •  /