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Astronomie: Amateur beobachtet erstmals die Entstehung einer Supernova

Auch Amateure können wichtige Erkenntnisse für die Wissenschaft beitragen. Mit der Beobachtung der ersten Stunde einer Supernova hat Victor Buso 2016 Daten für die Astronomie geliefert. Inzwischen sind sie von Wissenschaftlern ausgewertet worden.

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Auch das öffentlich zugängliche Virtual Telescope Projekt fotografierte die Supernova SN 2016gkg.
Auch das öffentlich zugängliche Virtual Telescope Projekt fotografierte die Supernova SN 2016gkg. (Bild: www.virtualtelescope.eu)

Neue Hardware muss getestet werden. Das gilt auch für die neue Kamera, die sich Victor Buso im September 2016 für sein 40-Zentimeter-Teleskop gekauft hatte. In der Nacht des 26. September richtete er sein Teleskop auf die Galaxie NGC 613. Die Bedingungen waren nicht ideal. Der Himmel war eigentlich zu hell, um die Kamera voll auszunutzen. Deswegen war auch NGC 613 Ziel. Die Galaxie ist seit dem 19. Jahrhundert im New General Catalogue verzeichnet und befand sich gerade in der Nähe des Zenits, also direkt über ihm, wo die Lichtverschmutzung am wenigsten Einfluss hat - wohl das beste Testobjekt, das die Bedingungen hergaben.

Inhalt:
  1. Astronomie: Amateur beobachtet erstmals die Entstehung einer Supernova
  2. Die Suche nach dem Stern

Trotzdem war der Himmel im Hintergrund so hell, dass Buso die Belichtungszeit auf 20 Sekunden beschränken musste. Das Ergebnis sind relativ verrauschte Bilder. Dabei benutzen Astronomen einen Trick, um das Rauschen in Bildern mit kurzen Belichtungszeiten zu reduzieren. Sie nehmen Bildreihen auf, die anschließend überlagert werden. Die Helligkeitswerte der Pixel werden gemittelt. Das Bildrauschen sinkt dann immerhin mit der Quadratwurzel der aufgenommenen Bilder.

Die erste Bildreihe - 40 Bilder - zeigte nach 20 Minuten nichts Besonders. Nach einer Pause von 45 Minuten begann Buso Aufnahmen einer zweiten Bildreihe. Da erschien, weit draußen, in den unerforschten Einöden eines total aus der Mode gekommenen Ausläufers des westlichen Spiralarms der Galaxie, ein bis dahin unbeachteter Stern. Es war die Explosion einer Supernova und die zweite Bildreihe wurde zur ersten Beobachtung der frühen Entwicklung einer Supernova, SN 2016gkg, die bis dahin nur in Computermodellen existierte - die Ankunft der Schockwelle der Explosion im Sterninneren an der Oberfläche des Sterns.

Brauchbare Daten trotz schlechter Bedingungen

Die Supernova war hell genug, um trotz der widrigen Beobachtungsbedingungen wissenschaftlich verwertbare Daten zu liefern, die nach wenigen Wochen eine ganze Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen anstießen. In einem aktuellen Paper in der Fachzeitschrift Nature wurden die Beobachtungsergebnisse von Victor Buso und anschließende Beobachtungen untersucht und es wurde versucht, die Modelle der Supernova mit den Beobachtungen in Einklang zu bringen.

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Buso hat es geschafft, den schnellen Anstieg der Helligkeit der Supernova zu dokumentieren. Supernovae sind relativ selten. In einer durchschnittlichen Galaxie mit 100 Milliarden Sternen gibt es sie im langfristigen Durchschnitt nur rund alle 100 Jahre. Die Chance, bei einer einstündigen Beobachtung so einer Galaxie die erste Stunde des Aufleuchtens einer Supernova zu beobachten, liegt also bei etwa eins zu einer Million. Das Entstehen der Supernovae SN 2006aj und SN 2008D wurde durch Gamma- und Röntgenblitze beobachtet, aber erst später im sichtbaren Licht. Die Supernova KSN 2011d wurde zwar früh beobachtet, aber nicht die Ankunft der Schockwelle an der Oberfläche des Sterns.

Um die Beobachtungsdaten überhaupt auswerten zu können, musste mehr über den Stern in Erfahrung gebracht werden, der dort explodierte - keine leichte Aufgabe bei einer Entfernung von über 20 Millionen Lichtjahren.

Die Suche nach dem Stern 
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Ach 25. Feb 2018

...mit ein paar hinzugekommenen Details : => https://www.youtube.com/watch?v=xbKkHG3KDqE

hcdlt 23. Feb 2018

Verfolge ich seit Folge 1 ;)

Emulex 22. Feb 2018

Ich spiel lieber Lotto und engagier dann jemanden, der für mich in den Himmel glotzt ;P

Cöcönut 22. Feb 2018

Na ist doch ganz klar: Die Welt ist eine Hohlkugel mit ca. 6300 km Radius, im Zentrum ist...

Dwalinn 22. Feb 2018

Jeder weiß doch das es eine Chance von "eins zu einer Million" bedarf wenn etwas auch...


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