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Astrophysik: Wissenschaftler entdecken Planeten außerhalb der Milchstraße

Manche sind klein wie der Erdmond , andere groß wie der Jupiter: Forscher haben erstmals Planeten außerhalb unserer Galaxis entdeckt. Sie haben keine eigene Sonne.
/ Werner Pluta
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Exoplaneten verzerren das Licht eines Quasars. (Bild: University of Oklahoma)
Exoplaneten verzerren das Licht eines Quasars. Bild: University of Oklahoma

Exoplaneten haben Wissenschaftler in den vergangenen Jahrzehnten in großer Zahl entdeckt. Die Sternensysteme, zu denen sie gehören, befinden sich aber alle innerhalb der Milchstraße. US-Wissenschaftler haben die ersten Planeten entdeckt, die nicht zu unserer Galaxis gehören. Sie sind rund 3,8 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. Nach Angaben der Astrophysiker der University of Oklahoma um Xinyu Dai sind es ungebundene Planeten, also Planeten, die nicht um einen Stern kreisen. Einige von ihnen haben die Größe des Jupiter. Andere seien so klein wie der Erdmond, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letters(öffnet im neuen Fenster) .

Mit dem Mikrolinseneffekt entdeckt

Entdeckt wurden sie mit Hilfe des Mikrolinseneffekts(öffnet im neuen Fenster) , der darauf beruht, dass Licht durch eine Masse abgelenkt wird. Das Licht stammt in dem Fall von dem Quasar RXJ 1131-1231. Auf der Reise zur Erde wird es von den Planeten abgelenkt. Erfasst wurde es vom Weltraumteleskop Chandra. Mit Hilfe dieser Technik wurden auch schon diverse Exoplaneten in unserer Galaxis gefunden.

"Das ist ein Beispiel dafür, wie leistungsfähig die Analyseverfahren der extragalaktischen Mikrolinsentechnik sein können. Diese Galaxie liegt 3,8 Milliarden Lichtjahre entfernt, und es besteht nicht die geringste Chance, diese Planeten direkt zu beobachten, nicht einmal mit dem besten Teleskop, das man sich in einem Science-Fiction-Szenario vorstellen kann" , sagt Eduardo Guerras, einer der Autoren der Studie. "Wir sind jedoch in der Lage, sie zu studieren, ihre Anwesenheit zu enthüllen und haben sogar eine Vorstellung von ihrer Masse. Das ist sehr coole Wissenschaft."


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