Außerirdisches Leben: Warum wir vielleicht allein im Universum sind

Nicht wenige Wissenschaftler sind überzeugt, dass wir in einem lebendigen Universum leben. Gute Gründe dafür gibt es eigentlich nicht.

Eine Analyse von Andreas Lutter veröffentlicht am
Formation Säulen der Schöpfung im Adlernebel: verschwindend geringe Zahl bewohnbarer Welten
Formation Säulen der Schöpfung im Adlernebel: verschwindend geringe Zahl bewohnbarer Welten (Bild: Nasa, Esa, Hubble Heritage Team (STScI/AURA))

Über die Frage, ob wir alleine im Weltall sind, machen sich Wissenschaftler schon seit Jahrhunderten, vielleicht sogar seit Jahrtausenden Gedanken. Viele gehen davon aus, dass wir in einem sogenannten lebendigen Universum leben, also einem Kosmos, in dem es auf vielen Planeten Leben geben könnte.

Astronomen wie Josef M. Gaßner oder der Wissenschaftsjournalist Neil deGrasse Tyson sind sich zum Beispiel darüber einig, dass primitives, einzelliges Leben nahezu überall im Weltall existieren muss, wo es entstehen kann - aber dass multizelluläres oder gar intelligentes Leben sehr selten ist.

Viele sind zudem der Überzeugung, dass bei so vielen Sternen im Universum die Möglichkeiten für die Entwicklung von Leben nahezu endlos sind - und es zwangsläufig einen zweiten oder noch mehr Planeten mit Leben geben muss.

Das Argument wird oft gestützt von der Annahme, dass viele Exoplaneten (Planeten außerhalb des Sonnensystems) in der habitablen Zone eines Sternensystems gefunden werden. Also in jenem Bereich, in dem es weder zu heiß noch zu kalt ist und Wasser in flüssiger Form existieren kann. Ein weiteres Argument: Das Leben auf der Erde ist sehr früh entstanden, also muss es auch woanders sehr schnell geschehen sein.

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Das ist aber gar nicht so logisch, wie es zunächst klingt. Eine wichtige Rolle dabei spielt die sogenannte Abiogenese, die Entwicklung von Leben aus toter Materie. Sie hat das Leben auf der Erde entstehen lassen. Die Schlussfolgerung, dass das bei der Vielzahl an Planeten und toter Materie auch woanders passieren muss, ist aber nicht zwangsläufig richtig. Denn was wäre, wenn die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Leben von Anfang derart minimal ist, dass selbst Abiogenese und die unglaublich hohe Anzahl erdähnlicher Welten daran nichts ändern?

Sind Aussagen wie die, dass wir sicher nicht allein im All sind, also eher Sätze des Glaubens als der Wissenschaft? Sind sie gar unlogisch?

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Argument 1: Viele Milliarden Sterne = viele bewohnte Planeten 
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Zoy 29. Jun 2022 / Themenstart

Ein Klotz zu formen, den ich nicht heben kann, kann ich auch als Menschen. Und den...

Kakiss 28. Jun 2022 / Themenstart

Andere Menschen mit dem gleichen zivilisatorischen und technischen Stand wie wir. Das...

Holyzarquon 27. Jun 2022 / Themenstart

Dem könnte man noch hinzufügen: Es gibt Theorien, nach denen sich das Leben an Plätzen...

forenuser 27. Jun 2022 / Themenstart

Da diese ganzen chemischen und (quanten)-physikalischen Prozesse bereits vor Entstehung...

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