• IT-Karriere:
  • Services:

Astrophysik: KI findet Radioblitze in Seti-Daten

Seit Jahrzehnten sucht Seti den interstellaren Raum nach Signalen ab, die von Außerirdischen stammen könnten. Dabei empfangen die Forscher auch andere astronomisch interessante Daten, wie etwa schnelle Radioblitze. KI hilft bei der Suche.

Artikel veröffentlicht am ,
Künstlerische Darstellung eines Fast Radio Burst: über 90 FRBs in 400 Terabyte großem Datensatz
Künstlerische Darstellung eines Fast Radio Burst: über 90 FRBs in 400 Terabyte großem Datensatz (Bild: Jingchuan Yu, Beijing Planetarium)

ET sagt immer noch nichts. Mit dem Einsatz neuer Technik haben Wissenschaftler in den Daten des Projekts Search for Extraterrestrial Intelligence (Seti) dennoch interessante Phänomene gefunden. Allerdings keine Botschaften von fremden Zivilisationen.

Stellenmarkt
  1. Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH Kreiskrankenhaus Lörrach, Lörrach
  2. KBV Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin

Dafür fand ein Algorithmus mit künstlicher Intelligenz (KI) in den Daten aus einer entfernten Galaxie 72 schnelle Radioblitze oder Fast Radio Bursts (FRB), sehr kurze Ausbrüche elektromagnetischer Strahlung.

Gerry Zhang, ein Doktorand an der Universität von Kalifornien in Berkeley und Mitarbeiter des Projekts Breakthrough Listen, schuf ein Convolutional Neural Network (etwa: faltendes neuronales Netzwerk, CNN), das den 400 Terabyte großen Datensatz durchsuchte. Die Daten hatte das Green Bank Teleskop im US-Bundesstaat West Virginia im August 2017 über fünf Stunden aufgezeichnet.

Konventionelle Algorithmen leisteten Vorarbeit

Zuvor waren die Daten schon einmal mit konventionellen Algorithmen bearbeitet worden, die 21 FRBs fanden. Diese Daten bildeten die Grundlage für Zhangs CNN. Das lernfähige System braucht schließlich Daten, mit denen es trainiert werden kann. Das Team wird seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal veröffentlichen.

Die nur wenige Millisekunden dauernden FRBs sind noch nicht lange bekannt. Über ihren Ursprung und ihr Entstehen rätseln Forscher noch. Erst von einem, FRB 121102, konnten sie den Ursprung in einer mehrere Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie ausmachen. Die neuen Ergebnisse lassen auch nicht darauf schließen, dass das Rätsel der FRBs so bald gelöst wird: Sie deuten darauf hin, dass die Signale nicht in einem bestimmbaren Muster empfangen werden.

Breakthrough Listen verfolgt wie Seti das Ziel, nach Zeichen außerirdischer Intelligenz zu suchen. Das Projekt wurde 2015 von dem russischen Industriellen Juri Milner gegründet, der es auch finanziert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

Anonymer Nutzer 16. Sep 2018

Semizufällige Daten lassen sich nur gaaanz schwer komprimieren...

0xDEADC0DE 14. Sep 2018

Nein Fruchtzwerg, das waren Spaceballs mit wahnsinniger Geschwindigkeit.


Folgen Sie uns
       


Apple Macbook Air M1 - Test

Kann das Notebook mit völlig neuem und eigens entwickeltem System-on-a-Chip überzeugen? Wir sind überrascht, wie sehr das der Fall ist.

Apple Macbook Air M1 - Test Video aufrufen
Geforce RTX 3060 (12GB) im Test: Der Preisleistungskracher - eigentlich
Geforce RTX 3060 (12GB) im Test
Der Preisleistungskracher - eigentlich

Schneller als eine Geforce RTX 2070, so günstig wie die Geforce GTX 1060: Die RTX 3060 mit 12 GByte hat das Potenzial zum Gaming-Liebling.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Nvidia Geforce RTX 3060 kommt noch im Februar
  2. Geforce RTX 3080 im Test Schnellste Laptop-GPU ist auf Effizienz getrimmt
  3. Geforce RTX 3000 Mobile Nvidia setzt Veröffentlichung technischer Daten durch

Macbook Air und Co.: Verlötete SSDs sind eine dumme Idee
Macbook Air und Co.
Verlötete SSDs sind eine dumme Idee

Immer mehr Hersteller verlöten Komponenten in Notebooks. Trotzdem schreiben sie sich Nachhaltigkeit auf die Fahne - welch Ironie.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Smartphones und Notebooks Bundesrat fordert bei Elektrogeräten wechselbare Akkus
  2. Umweltschutz Elektroschrott wird immer größeres Problem

Open-Source-Mediaplayer: Die Deutschen werden VLC wohl zerstören
Open-Source-Mediaplayer
"Die Deutschen werden VLC wohl zerstören"

Der VideoLAN-Gründer Jean-Baptiste Kempf spricht im Golem.de Interview über Softwarepatente und die Idee, einen Verkehrskegel als Symbol zu verwenden.
Ein Interview von Martin Wolf

  1. 20 Jahre VLC Die beste freie Software begleitet mich seit meiner Kindheit

    •  /