Terra: iRobot kündigt Rasenmähroboter an

Radioastronomen können aufatmen: Zwar bringt iRobot in diesem Jahr seinen Rasenmähroboter auf den Markt. Doch das funkbasierte Navigationssystem des Roboters werde die radioastronomischen Messungen nicht stören, versichert der Hersteller.

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Rasenmähroboter Terra: virtuelle Begrenzungen wie bei den frühen Staubsaugerrobotern
Rasenmähroboter Terra: virtuelle Begrenzungen wie bei den frühen Staubsaugerrobotern (Bild: iRobot)

Endlich ist er da: Der Rasenmähroboter von iRobot ist fertig. Über zehn Jahre hat der US-Roboterhersteller iRobot daran entwickelt. Ein Grund für die lange Entwicklungszeit ist das Navigationssystem, das sich grundlegend von dem anderer Rasenmähroboter unterscheidet.

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Bevor der stolze Gartenbesitzer einen herkömmlichen Rasenmähroboter zur Arbeit schickt, muss er nämlich erst einmal selbst aktiv werden: Damit der Roboter nicht ausbüxt und neben dem Rasen nicht auch noch die Blumenrabatten auf kurz trimmt, müssen Drähte im Boden vergraben werden, die für den Roboter die Begrenzung seines Aktionsraumes bilden. Nach dem Verlegen sollte der Gärtner darauf achten, die Drähte nicht aus Versehen mit dem Spaten zu zerteilen.

Das wollte iRobot vermeiden und hat nach einer anderen Möglichkeit gesucht, den Roboter in seinem Aktionsradius einzuschränken. Eine Navigation per simultaner Lokalisierung und Kartenerstellung (Simultaneous Localization and Mapping, Slam) erschien aber nicht sinnvoll: Kameras können beim Einsatz im Garten schmutzig oder von der Sonne geblendet werden. GPS ist nicht genau genug, außerdem kann das Signal unter Bäumen gestört werden.

Stattdessen hat iRobot ein funkbasiertes System entwickelt, um den Arbeitsbereich des Roboters zu begrenzen. Es ist vergleichbar mit den virtuellen Begrenzungen, die iRobot früher bei den Staubsaugerrobotern einsetzte: In den Boden werden Sender gerammt, sogenannte Beacons, um das Areal zu definieren, in dem der Roboter mähen soll und das er nicht verlassen darf. Der Roboter lokalisiert sich, indem er die Beacons anfunkt und die Laufzeit bis zur Rückkehr der Signale misst.

Die Lizenz für das Funksystem hatte iRobot 2015 bei der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) beantragt - und sich damit gleich Feinde gemacht: Die US-Gesellschaft für Astronomie befürchtete, dass das Funksystem die empfindlichen Messungen des National Radio Astronomy Observatory (NRAO) stören könne. Das NRAO sucht in einem Teil des Spektrums, das das iRobot-Funksystem nutzt, nach den spektralen Signaturen von Methanol im Weltall.

Das ist ausgeräumt: Er könne bestätigen, dass die Terras keine radioastronomischen Geräte außer Betrieb setzten, sagte iRobot-Chef Colin Angle dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Für einen Radioastronomen sei jede Energie schlecht, einschließlich der von Mobiltelefonen. "Aber das hat weitaus mehr Aufmerksamkeit erregt, als es wahrscheinlich verdient hat. Alles ist in Ordnung, Seti ist intakt."

Das Unternehmen iRobot will den Terra im dritten Quartal, also kurz vor Ende der Gartensaison, in Deutschland vorstellen - möglicherweise auf der Ifa in Berlin, wo wir Angle vor einigen Jahren schon getroffen haben. In den USA wird der Mähroboter voraussichtlich erst im kommenden Jahr verfügbar sein. Einen Preis hat der Hersteller noch nicht genannt.

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SirFartALot 31. Jan 2019

Stimmt. Richtig chillig. Ich lieg hin und wieder im Sommer auf der Liege und schau...

AP 30. Jan 2019

Ich bin mir sicher das diese Technologie Funktionieren wird. SLAM kombiniert mit einem...

AP 30. Jan 2019

Zu ihrer Frage bezüglich einer Fläche von 100m^2 kann ich ihnen sagen. Da bin ich mir...


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