Abo
  • Services:

Astronomie: Die acht Planeten von Kepler-90

Bei der Auswertung von Daten des Kepler-Weltraumteleskops mit einem neuronalen Netzwerk haben Astronomen einen achten Planeten in einem fernen Sternsystem gefunden. Ein neuer Rekord.

Artikel veröffentlicht am ,
So stellt sich die Nasa das Sonnensystem von Kepler 90 vor.
So stellt sich die Nasa das Sonnensystem von Kepler 90 vor. (Bild: Screenshot (Nasa))

Neuronale Netzwerke machen alles besser. Fast alles. Für die Suche nach Exoplaneten in den Datensätzen des Kepler-Weltraumteleskops gibt es jedenfalls bessere Algorithmen. Zu diesem Schluss kamen amerikanische Astronomen, nachdem sie Datensätze des Kepler-Weltraumteleskops mit einem neuronalen Netzwerk ausgewertet haben und dabei ein fernes Sonnensystem mit acht Planeten fanden, ein Planet mehr als beim bisherigen Rekordhalter Trappist-1.

Stellenmarkt
  1. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  2. Limbach Gruppe SE - Niederlassung H&S, Rüsselsheim

Kepler wurde gebaut, um Lichtkurven von vielen Sternen aufzunehmen. Denn wenn sich ein Planet vor einen Stern bewegt, wird der Stern ein wenig dunkler. Je mehr Sterne beobachtet werden, desto höher die Chance, Planeten zu finden. Aber um so schwieriger wird auch die Auswertung der Daten. Dabei stellt die Auswertung kein Problem dar, solange der jeweilige Planet groß genug ist und den Stern genug abdunkelt, sodass der Durchgang problemlos messbar ist. Hier reicht es, die Daten nach Abdunklungen über einem bestimmten Grenzwert abzusuchen.

Es war nur ein Test und trotzdem eine neue Entdeckung

Bei kleineren Planeten werden die Signale schwächer. Sie geraten in die Nähe von Signalen, die auch durch Sensorrauschen, kosmische Strahlen und andere Störquellen verursacht werden könnten. Ein zu niedriger Grenzwert führt schnell zu vielen falsch-positiven Signalen. Oft können solche Signale von Menschen immer noch eindeutig zugeordnet werden, aber die Datensätze sind längst zu groß, um so noch sinnvoll ausgewertet zu werden. Inzwischen kommen dafür spezialisierte Computerprogramme zum Einsatz.

Bei der Auswertung der Kepler-Daten kamen die Astronomen auf die Idee, ein neuronales Netzwerk mit vorhandenen Datensätzen von bestätigten Planetendurchgängen zu trainieren, um zu sehen, wie effizient es ist. Das Ergebnis war nicht schlecht. In 98,8 Prozent der Fälle konnte es echte Signale von falschen unterscheiden. Es gibt bereits bessere Algorithmen, aber auch deren Ergebnisse müssen anschließend von Hand kontrolliert werden. Es gab also keinen Grund, das neuronale Netz für den Test nicht auch auf echte Daten von Kepler anzuwenden.

Das neuronale Netz wertet die Daten zwar nicht besser, aber anders als andere Algorithmen aus, und so fand das Netz zwei bisher unbekannte Planeten, Planet Nummer 6 im Sternsystem Kepler 80 und den achten Planeten von Kepler 90, deren Echtheit später bestätigt werden konnte. Damit wird es jetzt spannend: Wird der neunte Planet eines Sonnensystems zuerst in unserem Sonnensystem entdeckt oder irgendwo da draußen?



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,99€
  2. (mindestens 16,15€ bezahlen und Vegas Pro 14 EDIT und Magix Video Sound Cleaning Lab erhalten)

chefin 18. Dez 2017

Gibts schon hunderet von Bildern von Huibble. Weil so ein "anfang" ja Millionen von...


Folgen Sie uns
       


HP Z2 Mini Workstation - Test

Die Z2 Mini Workstation G3 kann uns im Test überzeugen - und das nicht als sehr schnelle Maschine, sondern als gut durchdachtes Gesamtkonzept.

HP Z2 Mini Workstation - Test Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  2. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung
  3. Hades Canyon Intel bringt NUC mit dedizierter GPU

    •  /