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Gravitationswellen: Forscher weisen uralte Kollision schwarzer Löcher nach

Vor zwei Jahren haben Forscher erstmals Gravitationswellen experimentell nachgewiesen. Seither gab es weitere Entdeckungen kosmischer Ereignisse, die diese Wellen erzeugten. Das bisher größte entdeckte Ereignis fand mehrere Hundert Millionen Jahre vor der Entstehung unseres Sonnensystems statt.

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Künstlerische Darstellung von zwei schwarzen Löchern kurz vor der Verschmelzung: zwei Signale im Monat
Künstlerische Darstellung von zwei schwarzen Löchern kurz vor der Verschmelzung: zwei Signale im Monat (Bild: LIGO/Caltech/MIT/Sonoma State (Aurore Simonnet))

Kosmischer Crash: Forscher haben die größte bisher bekannte Kollision zweier schwarzer Löcher detektiert. Sie fanden Hinweise auf diese und auf weitere Kollisionen schwarzer Löcher in den Daten der wissenschaftlichen Instrumente Ligo und Virgo.

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Vier neue Kollisionen haben Wissenschaftler der beiden Observatorien, die Gravitationswellen erkennen, gefunden. Die Daten stammen aus dem zweiten Lauf des Advanced Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory (Ligo), der vom 30. November 2016 bis 25. August 2017 stattfand. Damit sind bisher zehn solcher Kollisionen bekannt. Die neuen haben Forscher auf einer Konferenz dieser Tage bekanntgegeben.

Die Kollisionen wurden im Juli und August vergangenen Jahres aufgezeichnet. Das erste Ereignis war auch das spektakulärste: Zwei schwarze Löcher krachten ineinander und fusionierten zu einem einzigen. Dabei wurden fast fünf Sonnenmassen in Gravitationswellen umgewandelt.

Kollision vor fünf Milliarden Jahren

GW170729 ist damit die massereichste Quelle von Gravitationswellen, die bisher beobachtet wurde - und am weitesten entfernte: Rund fünf Milliarden Jahre brauchten die sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegenden Gravitationswellen, bis sie die Erde erreichten. Das bedeutet, die Kollision fand rund 400 Millionen Jahre vor der Entstehung unseres Sonnensystems statt.

Eines der anderen Ereignisse am 18. August 2017 erfassten sowohl die beiden Detektoren des US-Observatoriums Ligo als auch der italienisch-französische Gravitationswellendetektor Virgo in Cascina in Italien. Dadurch war es möglich, die Quelle am nördlichen Himmel vergleichsweise gut zu lokalisieren.

Im Frühjahr 2019 wird wieder beobachtet

"Modernste Wellenformmodelle, fortschrittliche Datenverarbeitung und eine bessere Kalibrierung der Instrumente haben es uns ermöglicht, astrophysikalische Eigenschaften von bereits zuvor bekanntgegebenen Ereignissen noch genauer zu ermitteln", sagt Alessandra Buonanno, Direktorin am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam. Der nächste Beobachtungslauf ist für Frühjahr 2019 geplant. Bis dahin sollen beide Observatorien verbessert werden. Die Forscher hoffen, im Schnitt zwei Signale verschmelzender schwarzer Löcher im Monat zu finden.

Gravitationswellen sind also Störungen der Raumzeit. Albert Einstein hatte Gravitationswellen in seiner allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt. Erst 2016 konnten sie experimentell nachgewiesen werden. Im Jahr darauf erhielten die drei Entdecker den Nobelpreis für Physik.



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Dieter Grosch 07. Dez 2018

Da die ISS schon mehrere Jahre im All ist6 vermutlich niemand, man betrachtet das Problem...

Mynotower 06. Dez 2018

habe auf die Schnelle nur einen Physiker-Blog gefunden, in dem das bestätigt wird: http...

rca66 06. Dez 2018

Nein, das tue ich nicht. Wie ich bereits festgestellt habe, hast Du den Begriff eines...

Reitgeist 04. Dez 2018

Die Entfernung bekommst du aus der gemessenen Amplitude. Diese nimmt ja quadratisch mit...


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