Abo
  • Services:

Astronomie: Forscher beobachten Geburt eines Exoplaneten

Astronomen aus Heidelberg ist eine wichtige Entdeckung gelungen: Sie haben einen jungen Stern gefunden, in dessen Umlaufbahn sich gerade ein Exoplanet bildet. An diesem Beispiel wollen sie prüfen, ob die bisherigen Modelle zur Entstehung von Planeten stimmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Nah-Infrarot-Aufnahme von PDS 70 b: Der Planet sammelt Materie auf.
Nah-Infrarot-Aufnahme von PDS 70 b: Der Planet sammelt Materie auf. (Bild: A. Müller/MPIA/ESO)

Wie entsteht ein Planet? Es gibt darüber zwar Theorien und Modelle. Aber den Entstehungsprozess hat bisher noch niemand untersuchen können. Das ist Forschern aus Heidelberg gelungen: Sie haben einen Exoplaneten entdeckt, der gerade entsteht.

Stellenmarkt
  1. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin
  2. OHB System AG, Bremen, Oberpfaffenhofen

Der Exoplanet PDS 70 b ist ein riesiger Gasplanet mit mehreren Jupitermassen und einer Temperatur von etwa 1.200 Kelvin, etwa 930 Grad Celsius. Er kreist um den Stern PDS 70 und benötigt für eine Umrundung etwa 120 Erdenjahre. Der Abstand zwischen Planet und Stern beträgt etwa 22 Astronomische Ein­hei­ten (AE), das entspricht der 22fachen Entfernung der Erde zur Sonne.

PDS 70 gehört zu der Klasse der T-Tauri-Sterne und ist erst 5,4 Millionen Jahre alt. Sein Planet ist noch jünger und wächst wahrscheinlich noch. Der Stern ist umgeben von einer 130 AE breiten, protoplanetaren Scheibe aus Gas und Staub. Zum Vergleich: Der Kuipergürtel, der den äußeren Rand des Sonnensystems bildet, ist etwa 50 AE von der Sonne entfernt. PDS 70 ist etwa 370 Lichtjahre weit von der Erde weg.

  • Nah-Infrarot-Aufnahme der protoplanetaren Scheibe des Sterns PDS 70. Der Exoplanet PDS 70 b ist der helle Fleck am inneren Rand der Lücke (dunkler Bereich). (Bild: A. Müller/ESO/MPIA)
Nah-Infrarot-Aufnahme der protoplanetaren Scheibe des Sterns PDS 70. Der Exoplanet PDS 70 b ist der helle Fleck am inneren Rand der Lücke (dunkler Bereich). (Bild: A. Müller/ESO/MPIA)

Entdeckt wurde das System von Forschern des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) zusammen mit dem Sphere-Konsortium. Sphere, eine Abkürzung für Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet Research, ist eines der Instrumente des Very Large Telescope (VLT), das die Europäische Südsternwarte (ESO) in der Atacamawüste im Norden Chiles betreibt.

Die Forscher haben ein Bild aufgenommen, das den Exoplaneten in der zirkumstellaren Scheibe zeigt. Diese Scheiben bestehen aus Material, das nach der Entstehung des Sterns übrig geblieben ist. In der Scheibe ist in der Nähe des Planeten eine Lücke. Die Forscher vermuten, dass sie dadurch entstanden ist, dass ein junger Planet auf seiner Umlaufbahn um das Zentralgestirn Ma­te­rie aufsammelt.

PDS 70 b bietet damit eine sehr gute Gelegenheit, die Entstehung eines Planeten zu untersuchen sowie die entsprechenden Modelle zu überprüfen. "Wir haben uns für unsere Untersuchung mit PDS 70 einen Stern ausgesucht, bei dem man bereits vermutete, dass dort ein junger Planet seine Kreise ziehen könnte", sagt Miriam Keppler. Sie ist Doktorandin am MPIA und Erstautorin des Artikels, in dem die Entdeckung beschrieben wird.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 127,90€ (effektiver Preis für SSD 107,90€)
  2. (u. a. Battlefield 5, FIFA 19, Battlefront 2, NHL 19)
  3. (u. a. FIFA 19, New Super Mario Bros. U Deluxe, Donkey Kong Contry)
  4. (aktuell u. a. Ryzen 7 2700X 299€, Playstation-Store-Guthaben für 18,40€ statt 20€ oder...

chefin 03. Jul 2018

Ohje, der Jupiter zählt fast noch zu den inneren Planeten. Vom Jupiter bis zum...


Folgen Sie uns
       


Nuraphone Kopfhörer- Test

Der Nuraphone bietet einen automatischen Hörtest, der den Frequenzgang des Kopfhörers je nach Nutzer unterschiedlich einstellt. Die Klangqualität des ungewöhnlichen Kopfhörers hat Golem.de im Test überzeugt.

Nuraphone Kopfhörer- Test Video aufrufen
Alternative Antriebe: Saubere Schiffe am Horizont
Alternative Antriebe
Saubere Schiffe am Horizont

Wie viel Dreck Schiffe in die Luft blasen, bleibt den meisten Menschen verborgen, denn sie tun es auf hoher See. Fast 100 Jahre wurde deshalb nichts dagegen unternommen - doch die Zeiten ändern sich endlich.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autonome Schiffe Und abends geht der Kapitän nach Hause
  2. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  3. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem

Marvel im Auto: Nie wieder eine Fahrt mit quengelnden Kindern
Marvel im Auto
Nie wieder eine Fahrt mit quengelnden Kindern

CES 2019 Audi und Holoride arbeiten an einer offenen Plattform für VR-Spiele im Auto. Marvel steuert beliebte Charaktere für Spiele bei. Golem.de hat in Las Vegas eine Testrunde durch den Weltraum gedreht.
Ein Erfahrungsbericht von Dirk Kunde


    Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
    Nubia X im Hands on
    Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

    CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

    1. Videostreaming Plex will Filme und Serien kostenlos und im Abo anbieten
    2. Solar Cow angesehen Elektrische Kuh gibt Strom statt Milch
    3. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit

      •  /