
Nach einer einstweiligen Verfügung hat Zeit Online einen Bericht über eine angebliche Warnung aus Regierungskreisen zu TPM 2.0 mit Windows 8 vorerst offline genommen. Microsoft fand diesen "massiv geschäftsschädigend".

Datenschutz ist wichtig - die Parteien sind sich darin einig. Wie er aber gewährleistet werden soll, ist eine ungelöste Frage. Manche wollen ihn gleich im Grundgesetz verankern, andere verlassen sich vor allem auf die Europäische Union.

Der Deutsche Bundestag lässt eine Online-Debatte zu einer Petition gegen das britische Überwachungsprogramm Tempora nicht zu. Zugleich ist neues Material zum Überwachungsprogramm des britischen Geheimdienstes GCHQ veröffentlicht worden.

Der Streit über die Speicherung und Abfrage von Nutzerdaten geht auch im Wahlkampf weiter. Sogar die Enthüllungen von Edward Snowden haben wenig an den widerstrebenden Positionen der Parteien zur inneren Sicherheit geändert. Teil 3 unserer Serie zu den Wahlprogrammen.

Aus einem öffentlichen Dokument eines US-Gerichts geht hervor, was schon lange vermutet wurde: Google versuchte, sich gegen die Maulkörbe der Geheimdienste im Juni 2013 zu wehren. Ohne Erfolg zwar, aber da der Name der Firma nun bekannt ist, spielen sich weitere Geheimdienstpossen ab.

Der Chef von Lavabit macht Andeutungen, was die Geheimdienste wirklich von ihm wollten. Er sollte den verschlüsselten E-Mail-Dienst, den auch Edward Snowden nutzte, komplett für deren Zugriff öffnen.

Die Geheimdienstskandale führen dazu, dass die Menschen in Deutschland Big Data oft ablehnen. Nutzer sozialer Netzwerke sind zu 58 Prozent gegen das Aggregieren und Analysieren von Kundendaten.

Auf einer Cryptoparty sollen Bundestagsabgeordnete sichere Kommunikation mit End-To-End- und Festplattenverschlüsselung lernen. Viele nutzen ungeschützte externe E-Mail-Konten für dienstliche Kommunikation.

Wird Deutschland zum "attraktiven Datenstandort, an dem gezielt die Nutzung von Daten gefördert wird", wird das Leistungsschutzrecht wieder abgeschafft? Was die Parteien zum Thema Internet für die Zeit nach der Bundestagswahl versprechen, untersucht Golem.de in einer sechsteiligen Serie.

Nicht nur Einrichtungen der EU-Kommission, sondern auch die Zentrale der Vereinten Nationen soll von der NSA abgehört worden sein, berichtet der Spiegel und beruft sich auf geheime Dokumente. Dem US-Geheimdienst sei es gelungen, die Verschlüsselung der internen Videokonferenzanlage zu hacken.

Die NSA soll Google, Facebook, Microsoft und Yahoo für die Teilnahme an Prism mehrere Millionen US-Dollar gezahlt haben. Yahoo hat Ausgleichszahlungen bestätigt. Die Snowden-Dokumente bekommt wegen des starken Drucks der britischen Regierung künftig auch die New York Times.

Laut neuseeländischen Polizeiunterlagen wurde gegen die Betreiber von Megaupload mit Prism ermittelt. E-Mails wurden so überwacht und nach Suchbegriffen (Selectors) durchsucht.

Die CIA hat Dokumente zur sagenumwobenen Area 51 freigegeben. Dort sollen keine Außerirdischen untersucht, sondern nur Spionageflugzeuge getestet worden sein. Wer's glaubt - ich nicht!

Der Partner des NSA-Enthüllers Glenn Greenwald hat eine einstweilige Verfügung gegen die Beschlagnahmung seiner elektronischen Ausrüstung auf dem Flughafen Heathrow durchgesetzt. Es ist ein Teilerfolg.

Trotz Sprechverbots ist bekannt geworden, dass dem Gründer von Lavabit mehrfach mit Gefängnis gedroht wurde. Er weigert sich, in der NSA-Affäre der Regierung zu helfen und Nutzerdaten herauszugeben.

Die NSA hat Überwachungstechnik von Narus, Cisco Systems und Juniper Networks bei den großen Telekommunikationsbetreibern der USA installiert. Darüber werden massenhaft Metadaten und E-Mail-Inhalte abgegriffen, auch von US-Bürgern.

Windows 8 ist ein inakzeptables Sicherheitsrisiko für Behörden und Firmen, warnen Experten der Regierung nach Dokumenten, die Zeit Online vorliegen. Das sogenannte Trusted Computing sei eine Hintertür für die NSA. Das BSI dementiert.

Auf der Webseite Groklaw werden keine neuen Inhalte mehr erscheinen. Als Grund wird die NSA-Affäre genannt, denn die Macher von Groklaw seien nicht mehr in der Lage, ungestört vor dem US-Geheimdienst per E-Mail zu kommunizieren.

In einer symbolischen Machtdemonstration haben Geheimdienstler den britischen Guardian gezwungen, Festplatten zu zerstören, um die Berichterstattung aus dem Snowden-Archiv zu beenden. "Wir können die schwarzen Hubschrauber wieder zurückziehen", witzelte ein GCHQ-Agent.

Vom Chaos Computer Club Hannover wird der Messenger Whistle.im grundlegend kritisiert. Das ganze System sei "broken beyond Repair".

Die Bundesregierung hat auf einen umfangreichen Fragenkatalog zur NSA-Affäre geantwortet. Darin hält sie eine komplette Erfassung von Kommunikation für rechtens. In der Sitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums gab es dagegen kaum Neues.

Offenbar um Glenn Greenwald einzuschüchtern, ist sein Partner auf der Rückreise von Berlin am Londoner Flughafen neun Stunden lang verhört worden. Seine gesamte elektronische Ausrüstung wurde einbehalten. Brasiliens Regierung protestierte.

Ein Experte von Kaspersky Lab erzählt im Gespräch mit Golem.de, welche Möglichkeiten Geheimdienste haben, um SSL anzugreifen.

Wegen der Snowden-Enthüllungen will China untersuchen, welche Rolle IBM, Oracle und EMC bei den IT-Angriffen durch US-Geheimdienste auf das Land spielten.

NSA-Spione wurden intern angewiesen, aus Berichten an die Aufsichtsbehörde möglichst Details herauszuhalten und allgemeine Aussagen zu machen. In einem weiteren Fall wurde das Geheimgericht Fisc über eine neue Datensammelmethode erst informiert, nachdem diese schon monatelang eingesetzt worden war.

Die Regierungskoalition will die NSA-Affäre für beendet erklären. Dabei habe sie sich bislang nicht einmal getraut, den USA kritische Fragen zu stellen, sagt der Geheimdienst-Kontrolleur Ströbele im Interview mit Golem.de.

Oracle liefert seine Datenbanken auch an die NSA. Konzernchef Larry Ellison findet die Überwachungsprogramme des Geheimdienstes vielleicht auch deswegen "großartig". Die ganze Frage der Privatsphäre sei absolut faszinierend.

Die EU ist gefordert, und einen kleinen Gipfel gibt es auch: Die Bundesregierung hat im Kabinett Maßnahmen für den Schutz der Privatsphäre beschlossen. Dabei gibt es aber nur ein konkretes Ergebnis und einen Aufruf an die deutsche IT-Branche.

Seit seiner Gründung nutzen einige der Kunden des German Commercial Internet Exchange weiterhin Kupferkabel. Nun haben die letzten 21 am DE-CIX auf Glasfaserkabel umgestellt.

Das Verschlüsseln der Daten vor dem Verschicken über das Internet ist nichts wert, wenn das System, auf dem verschlüsselt wird, schon vom Angreifer beherrscht wird. Darum stellt Ubuntu-Privacy-Remix eine abgeschottete Umgebung für vertrauliche Korrespondenz bereit.

Der Gründer des verschlüsselten E-Mail-Dienstes Lavabit soll mit Gerichtsbeschlüssen gezwungen werden, der Regierung Zugang zu allen Nutzerdaten zu gewähren. Phil Zimmermann stellt fest, dass sich die Welt von bestimmten IT-Unternehmen aus den USA abwendet.

Die Off Pocket blockt nahezu alle Funkverbindungen des Smartphones und macht es so unsichtbar für Schnüffler und Ortungsversuche - aber auch immun gegen Anrufe oder Textnachrichten.

Die entscheidende Adresse hat wohl edsnowden@lavabit.com gelautet. Der Gründer des Webmail-Dienstes Lavabit legte nach zehn Jahren lieber sein Unternehmen still, als den US-Geheimdiensten zu helfen. Jetzt hat Ladar Levison erst einmal genug von E-Mail-Diensten.

Die NSA nutzt die Überwachungsdaten aus Deutschland, um Anonymous-Aktivisten aufzuspüren. Das sei kein Problem, solange es keine US-Bürger seien.

Als Resultat aus den Vorwürfen gegen deutsche und US-Geheimdienste soll es ein Abkommen der Dienste geben. Das hält der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) für nicht ausreichend. Die bisherigen Verträge sollen nun begrenzt öffentlich zugänglich gemacht werden.

Auf Druck der US-Regierung im NSA-Skandal haben Lavabit und Silent Circle ihre verschlüsselten E-Mail-Dienste eingestellt. Nun will Mega Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbieten und die Nachrichten trotzdem durchsuchbar machen.

Das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr) des Bundestages, das die Geheimdienste beaufsichtigen soll, hört den ehemaligen Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier nicht an. Der SPD-Abgeordnete bezeichnete das als "Unverschämtheit".

Deutschland ist für den US-Geheimdienst NSA als Ziel von Spionage nur von mittlerem Interesse. Das soll aus Unterlagen von US-Whistleblower Snowden hervorgehen, die der Spiegel eingesehen hat.

Seit den Enthüllungen von Edward Snowden gilt die Verschlüsselung von E-Mails plötzlich als angesagt. Doch von einem Boom kann trotz aller Kryptopartys noch lange keine Rede sein. Wie Teenagersex, sagen Netzpolitiker.

Der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst NSA nimmt ausführlich Stellung zu den Spähvorwürfen. Zugleich verspricht US-Präsident Obama mehr Transparenz bei den Überwachungsprogrammen.

Die Ankündigung von T-Online, GMX und Web.de zur E-Mail-Sicherheit ist laut CCC ein Sommermärchen. Den Nutzern der E-Mail-Dienste wird vorenthalten, dass eine Verschlüsselung der Verbindung zwischen den Anbietern noch nicht bedeutet, dass die E-Mails dort auch verschlüsselt abgelegt werden.

Bei ihren Durchsuchungen von Internetdaten gehen die Mitarbeiter der NSA auch Informationen über Dritte nach, die bereits überwachte Personen erwähnen. Das kann auch US-Bürger betreffen. Einen Durchsuchungsbefehl benötigen sie dafür nicht.

Als Reaktion auf den NSA-Skandal wollen die Telekom und United Internet die E-Mails zwischen ihren Rechenzentren verschlüsselt übertragen. Und ab 2014 sollen nur noch SSL-verschlüsselte Mails transportiert werden. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann das nicht ersetzen.

Der BND gibt erstmals Details zur Nutzung von XKeyscore preis. Der Regierung zufolge werden damit jedoch keine zusätzlichen Telekommunikationsdaten abgegriffen.

Die E-Mail-Provider Lavabit und Silent Circle vernichten lieber die E-Mails ihrer Kunden, als sie an die NSA weiterzugeben. Sie geraten offenbar unter Druck der US-Strafverfolgungsbehörden. Über die genauen Gründe dürfe er nicht sprechen, schreibt der Lavabit-Gründer.

Nach Angaben von Whatsapp gibt es 20 Millionen aktive Anwender in Deutschland. Whistle.im will eine 2.048-Bit-End-To-End-verschlüssselte Alternative sein, bei der das Adressbuch nicht bei der NSA abgegeben wird.

Anstatt gemeinsam zur Aufklärung der NSA-Affäre beizutragen, hauen Regierung und Opposition weiter aufeinander ein. Am Montag will die Regierung die Hintergründe der Kooperation zwischen BND und US-Diensten erläutern.

Die Staatschefs der USA und Russlands werden sich auf dem G20-Gipfel Anfang September nicht unter vier Augen treffen. Der US-Präsident Obama hat das Treffen abgesagt. Der Grund ist unter anderem, dass Russland Edward Snowden aufgenommen hat.

Der frühere NSA-Chef Michael Hayden hat sein eigenes Bild über die Verteidiger von Edward Snowden. Dies seien "Nihilisten, Anarchisten, Aktivisten, Lulzsec, Anonymous und Twens, die seit fünf oder sechs Jahren nicht mit dem anderen Geschlecht gesprochen haben".

US-Cloud-Anbieter wie Microsoft, Amazon und Google haben durch die NSA-Enthüllungen zunehmend Probleme mit Kunden im Ausland. Das wird die Betreiber Milliarden kosten.