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Verschlüsselung: Telekom erschwert das Abhören von Handygesprächen

Die Deutsche Telekom will das Telefonieren im Mobilfunknetz mit einer neuen Verschlüsselungstechnik sicherer machen.

Artikel veröffentlicht am , Jürgen Berke/Wirtschaftswoche/
Telekom setzt künftig A5/3 ein.
Telekom setzt künftig A5/3 ein. (Bild: Deutsche Telekom)

Als erster Anbieter in Deutschland rüstet der Konzern das gesamte Mobilfunknetz auf die verbesserte Verschlüsselungssoftware A5/3 um. Das bestätigte Telekom-Vorstand Thomas Kremer, verantwortlich für den Datenschutz, der Wirtschaftswoche. Bis zum Jahresende will die Telekom die neue Software bundesweit in all ihren Basisstationen für den Mobilfunk einsetzen. "Wir können unseren Kunden durch diese Verschlüsselung jetzt mehr Abhörsicherheit im Mobilfunknetz bieten", sagte Kremer dem Magazin.

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Der bisherige Verschlüsselungsstandard A5/1 wurde mehrfach geknackt und eröffnete selbst halbwegs technisch versierten Hobbybastlern die Möglichkeit, mit überschaubarem finanziellen Aufwand von kaum mehr als 100 Euro Lauschstationen zu bauen, mit denen sich Mobiltelefonate auch aus 100 Metern Entfernung gezielt abhören ließen.

Die Telekom-Wettbewerber Vodafone, E-Plus und O2 wollen die neue Verschlüsselungstechnik erst in den kommenden Jahren einführen. Ursprünglich hatte ­Vodafone geplant, den verbesserten Sicherheitsstandard schon bis März dieses Jahres in Deutschland einzusetzen. Wegen technischer Probleme verschob der Mobilfunkbetreiber das Projekt aber um zwei Jahre auf 2015. Nur eine einzige Funkstation, nämlich die besonders schützenswerte rund um den Reichstag und das Kanzleramt im Berliner ­Regierungsviertel, rüstete Vodafone bisher um.

Auch bei der Telekom verzögerte sich die Einführung der neuen Sicherheitstechnik um einige Monate, weil bei zwei Handys älterer Bauart Störungen auftraten. Für die betroffenen 50.000 Kunden musste erst Spezialsoftware entwickelt werden. Die dafür erforderlichen Praxistests konnte die Telekom im November erfolgreich abschließen. Die Konkurrenten O2 und E-Plus, die im nächsten Jahr fusionieren wollen, können noch nicht genau sagen, wann sie die neue Technik einsetzen.

Nachtrag vom 9. Dezember 2013, 10:28 Uhr

Die Telekom hat den Bericht bestätigt. Der Konzern erklärte: "Derzeit wird der Standard bundesweit implementiert, bis Ende 2013 soll die Umsetzung abgeschlossen sein. Das Vertrauen der Menschen in Telekommunikation und Internet hat durch die NSA-Affäre in den vergangenen Wochen stark gelitten", sagte Kremer. Für den neuen Standard sei bundesweit neue Hard- und Software an rund 30.000 Basisstationen und zentralen Netzpunkten installiert worden. Die Aktivierung des neuen Algorithmus erfolge regional nach und nach.

Die Herausforderung bei der Umstellung sei gewesen, dass bundesweit immer noch circa 50.000 ältere Geräte im Gebrauch sind, die mit dem neuen Verschlüsselungsstandard nicht funktionsfähig sind. Bei diesen Modellen werden Gespräche weiterhin mit dem Standard A5/1 verschlüsselt.



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Anonymer Nutzer 09. Dez 2013

Also wer hier glaubt, dass man mit einer teilweisen Verschlüsselung von Verbindungen vor...

elidor 09. Dez 2013

Wenn ich das jetzt nicht komplett überlesen habe, wurde nicht gesagt, dass A5/3 komplett...

hrothgaar 08. Dez 2013

Mit garantierter Hintertür für alle gängigen Geheimdienste und Regierung, einschließlich...

David64Bit 08. Dez 2013

Doch - weil sie dann schlussendlich trotzdem für die Überwachung waren. Ich hätte die...

Anonymer Nutzer 08. Dez 2013

das fühlt sich nicht nur so an ... das ist marketing geblubber. es geht hier immerhin...


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