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Geheimdienste: GCHQ spioniert Mobilfunknetz aus

Neue Dokumente aus dem Snowden-Fundus zeigen, dass der britische Geheimdienst sich Zugang zum Mobilfunknetz verschafft und gezielt Diplomaten in 60 Ländern weltweit ausspioniert hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Hauptquartier des GCHQ in Cheltenham, Großbritannien
Das Hauptquartier des GCHQ in Cheltenham, Großbritannien (Bild: Ministry of Defence/Open Government Licence v1.0)

Wie weitreichend die Spionage der beiden Geheimdienste NSA und GCHQ ist, zeigen abermals Informationen, die aus Dokumenten des Whistleblowers Edward Snowden hervorgehen. Sie demonstrieren, wie erpicht die Geheimdienste waren, sich Zugriff auf das GRX (GPRS Roaming Exchange) zu verschaffen. "Sämtliche Diplomaten in aller Welt benutzen mittlerweile Smartphones", heißt es in den Dokumenten. Seine Fähigkeiten, sich in den Mobilfunk einzuklinken, habe er bereits auf den G20-Gipfeln 2009 eingesetzt, schreibt der GCHQ.

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Bereits veröffentlichten Unterlagen zufolge hat der GCHQ den belgischen Provider Belgacom gehackt. Außerdem sammeln die Geheimdienste Reisedaten von Diplomaten aus den Reservierungssystemen für Hotels.

Zielgerichtet ausspioniert

Jede Zielperson habe laut den Unterlagen eine eindeutige ID in einer Datenbank für Zielpersonen, schreibt der Guardian. Das deute daraufhin, dass explizit Personen von den Geheimdiensten zur Überwachung ausgewählt worden sind und nicht in einer Rasterfahndung zufällig ausspioniert wurden.

Der britische Geheimdienst interessierte sich unter anderem für die offizielle Kommunikation zwischen Deutschland und der Türkei sowie nach Georgien. Außerdem soll die deutsche Botschaft in Ruanda Ziel der Geheimdienstler sein. Insgesamt seien Personen und Organisationen in 60 Ländern weltweit überwacht worden.

Diplomaten weltweit überwacht

Die Liste der überwachten Personen beinhaltet unter anderem den spanischen UN-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia, den einstigen israelischen Premierminister Ehud Olmert sowie den Verteidigungsminister Ehud Barak und seinen Stabschef Yoni Koren.

Auch ganze Organisationen sind offenbar Ziel der Überwachung durch Geheimdienste, darunter die Unicef und das französische Hilfswerk Ärzte der Welt (Médecins du Monde). Aus den Unterlagen geht auch hervor, dass der jetzige Darfur-Beauftragte Mohamed Ibn Chambas ebenfalls abgehört wurde. Dort sind auch SMS zu sehen, die Chambas als Präsident der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft in seinem Bemühen um einen Waffenstillstand in Liberia verschickt hatte.

Der britische Guardian, die New York Times und der Spiegel haben gemeinsam entsprechende Berichte veröffentlicht.

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Anonymer Nutzer 21. Dez 2013

Irgendwie fällt mir gerade auf was für Hauptquartiere die ganzen Geheimdienste haben. Die...

genussge 21. Dez 2013

Die wird von der NSA abgehört https://www.golem.de/news/handygate-nsa-stoppte-ueberwachung...

Anonymer Nutzer 21. Dez 2013

Wozu die Eile?

Seasdfgas 21. Dez 2013

ich glaub nicht das es so funktioniert... um eine revolution auf twitter unter falschen...


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