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Digitale Menschenrechte: "Überwachung ist Diebstahl"

506 Künstler aus aller Welt haben sich in zahlreichen Zeitungen weltweit für die Wahrung der Demokratie in der digitalen Welt ausgesprochen. Die Überwachung durch Geheimdienste verletze die Privatsphäre sowie die Gedanken- und Meinungsfreiheit.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Aufruf in der FAZ
Der Aufruf in der FAZ (Bild: FAZ/Screenshot: Golem.de)

"Es geht um den Konflikt zwischen dem Einzelnen und der absoluten Macht unter den neuen Bedingungen des Informationszeitalters", sagte der Schriftsteller Ilija Trojanow zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Trojanow ist einer der Initiatoren des Aufrufs, der in 31 Zeitungen weltweit abgedruckt wurde, darunter auch in der FAZ. Darin kritisieren die 506 Unterzeichner aus 83 Ländern, dass durch die massenhafte Überwachung nicht nur das Konsumverhalten, sondern das gesamte Verhalten eines jeden Nutzers aufgezeichnet werde. Die Überwachung sei Diebstahl, denn die Daten seien kein öffentliches Eigentum, sondern gehörten jedem einzelnen Individuum.

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Das existenzielle Recht der Unverletzlichkeit des Individuums gebe es nicht mehr, weil "Staaten und Konzerne die technologischen Entwicklungen zum Zwecke der Überwachung massiv missbrauchen." Die massenhafte Überwachung behandele jeden einzelnen Bürger als Verdächtigen und verletze dabei die historische Errungenschaft der Unschuldsvermutung. Die Überwachenden operieren im Geheimen und missbrauchen ihre Macht.

Aufruf an die Vereinten Nationen

Der Appell richtet sich auch an die UN-Vollversammlung, die über eine Resolution zur Wahrung der Menschenrechte im digitalen Zeitalter und der Forderung nach mehr internationalem Datenschutz steht. Der Menschenrechtsausschuss der Uno hat die von Brasilien und Deutschland erarbeitete Resolution zum Schutz der Privatsphäre im digitalen Zeitalter Ende November 2013 einstimmig angenommen. Sollte die Resolution auch von der Vollversammlung angenommen werden, fordern die Unterzeichner die Nationen auf, diese auch zu respektieren. UN-Resolutionen sind nicht bindend.

Zu den Unterzeichnern gehören fünf Nobelpreisträger für Literatur, darunter der Südafrikaner J. M. Coetzee, der türkische Schriftsteller Oran Pamuk und Günter Grass. Auch namhafte Musiker und Regisseure haben den Aufruf unterzeichnet, etwa Nick Cave, Josef Bierbichler und Doris Dörrie.

Die Petition kann unter change.org unterzeichnet werden.



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Frank1965 10. Dez 2013

Passend dazu: der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel lobt auf Facebook den Aufruf als...

BraezlJesus 10. Dez 2013

Gerade eben mal auf Change.org die Liste der Signatoren durchgegangen, fällt euch was...

Terrier 10. Dez 2013

aber die Vorratsdatenspeicherung muss her, damit sie die Filesharer ermitteln können...

jgid.de 10. Dez 2013

Wenn die Leute doch nur lesen würden, worüber sie meinen, urteilen zu können! Zitat aus...

Tamashii 10. Dez 2013

Ich freue mich üner diese Aktion und bin froh, dass das Thema eben doch noch nicht aus...


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