Abo
  • Services:
Anzeige

Snowden-Dokumente Schweden spioniert Russland für die NSA aus

Die USA können sich bei ihren Spionageaktivitäten auf die Mitarbeit befreundeter Staaten verlassen. Besonders wichtig ist die Kooperation mit Schweden, das geografisch günstig gelegen ist.

Anzeige

Der US-Militärgeheimdienst NSA greift bei der Ausspähung russischer Ziele offenbar stark auf Hilfe des schwedischen Geheimdienstes FRA zurück. Das geht aus Dokumenten aus dem Archiv des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden hervor, die der schwedische Fernsehsender SVT am Donnerstag veröffentlichte. Demnach liefert die Radioanstalt für die Verteidigung (Försvarets radioanstalt) der NSA eine "einzigartige Sammlung von hochrangigen russischen Zielen wie der Führung und der Innenpolitik". Das entsprechende Dokument ist auf den 18. April 2013 datiert.

Dabei greift die FRA offenbar auf Internetkabel zu, die von Russland aus durch die Ostsee über schwedisches Gebiet verlaufen. In Vorbereitung auf ein Treffen mit schwedischen Geheimdienstlern wurden die NSA-Vertreter angewiesen, der FRA für die "beständige Arbeit an den russischen Zielen" zu danken. Schweden spiele eine Hauptrolle bei der Ausspähung der russischen Führung und Gegenspionage. Der Kabelzugang der FRA führe zu einer "einzigartigen" Nutzung der technischen Aufklärung auf diesen Gebieten.

Kooperation "völlig selbstverständlich"

Die neuen Dokumente wären ein weiterer Beleg dafür, dass die FRA im großen Stil den Internetverkehr überwacht und die Daten mit den britischen und US-amerikanischen Geheimdiensten teilt. Entsprechende Vorwürfe waren bereits vor fünf Jahren erhoben worden. Bei einer Anhörung des EU-Untersuchungsausschusses zur Massenüberwachung hatte der britische Journalist David Campbell am 4. September 2013 ebenfalls über die Kooperation berichtet. Ein 2009 beschlossenes Gesetz ermöglichte es demnach der FRA, sämtliche Kommunikationskabel von und nach Schweden zu überwachen, einschließlich E-Mails, Textnachrichten und Telefongesprächen. Dadurch sei Schweden zum größten Kooperationspartner des britischen Geheimdienstes GCHQ außerhalb der sogenannten Five Eyes aufgestiegen. Dazu gehören die Geheimdienste der USA, Kanadas, Australiens, Neuseelands und Großbritanniens. Nach Angaben der Tageszeitung Dagens Nyheter hat die FRA zudem mehrfach Gesetze gebrochen oder großzügig ausgelegt, um die Überwachung möglichst ausdehnen zu können.

Schwedens Verteidigungsministerin Karin Engström bezeichnete die Kooperation zwischen NSA und FRA als völlig selbstverständlich. Dies sei erforderlich, um Schweden gegen weitere Bedrohungen zu verteidigen. Zudem seien die Aktionen legal und würden parlamentarisch kontrolliert.

Für weitere Hintergründe zur NSA-Affäre aktualisiert Golem.de fortlaufend diese beiden Artikel:

Chronologie der Enthüllungen

Glossar zur NSA-Affäre


eye home zur Startseite
a user 05. Dez 2013

Der ist doch hauptsächlich schuld daran. Der angeblich gesunde Menschenverstand wird...

ein... 05. Dez 2013

Wer weiß schon wie viel die Schweden für die Russen spionieren? Evtl. ist die Bilanz...

Anonymer Nutzer 05. Dez 2013

Angesichts all dieser Enthüllungen kann man die "Paranoia" Assange's bezüglich seiner...

violator 05. Dez 2013

Als damals das russische Schiff gestohlen wurde, auf dessen Story Jagd auf Roter Oktober...

Codemonkey 05. Dez 2013

Oder so tun die neutralen Schweden das schon für die USA. Seit 1950 wissen die Russen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bechtle IT-Systemhaus GmbH, Düsseldorf, Krefeld
  2. Fachhochschule Südwestfalen, Iserlohn
  3. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Nürnberg
  4. LexCom Informationssysteme GmbH, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)
  2. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  3. 27,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Mirai-Nachfolger

    Experten warnen vor "Cyber-Hurrican" durch neues Botnetz

  2. Europol

    EU will "Entschlüsselungsplattform" ausbauen

  3. Krack-Angriff

    AVM liefert erste Updates für Repeater und Powerline

  4. Spieleklassiker

    Mafia digital bei GoG erhältlich

  5. Air-Berlin-Insolvenz

    Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

  6. Fraport

    Autonomer Bus im dichten Verkehr auf dem Flughafen

  7. Mixed Reality

    Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

  8. Nvidia

    Shield TV ohne Controller kostet 200 Euro

  9. Die Woche im Video

    Wegen Krack wie auf Crack!

  10. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Dokumentarfilm Pre-Crime: Wenn Computer Verbrechen vorhersagen
Dokumentarfilm Pre-Crime
Wenn Computer Verbrechen vorhersagen

Programmiersprache für Android: Kotlin ist auch nur eine Insel
Programmiersprache für Android
Kotlin ist auch nur eine Insel
  1. Programmiersprache Fetlang liest sich "wie schlechte Erotikliteratur"
  2. CMS Drupal 8.4 stabilisiert Module
  3. Vespa Yahoos Big-Data-Engine wird Open-Source-Projekt

Core i7-8700K und Core i5-8400 im Test: Ein Sechser von Intel
Core i7-8700K und Core i5-8400 im Test
Ein Sechser von Intel
  1. Core i7-8700K Ultra Edition Overclocking-CPU mit Silber-IHS und Flüssigmetall
  2. Intel Coffee Lake Von Boost-Betteln und Turbo-Tricks
  3. Coffee Lake Intel verkauft sechs Kerne für unter 200 Euro

  1. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    violator | 17:21

  2. Probleme Schatten des Krieges

    Friesse | 17:10

  3. Re: Hawking irrt.

    Tilman21 | 17:08

  4. Re: In der Praxis: Alles über die Server von Skype

    schily | 17:03

  5. Und Deutschland.....

    Tilman21 | 16:58


  1. 14:50

  2. 13:27

  3. 11:25

  4. 17:14

  5. 16:25

  6. 15:34

  7. 13:05

  8. 11:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel