Abo
  • Services:
Anzeige
Ziel von Internetangriffen: das Bundesverteidigungsministerium
Ziel von Internetangriffen: das Bundesverteidigungsministerium (Bild: BMVg)

Spionage Aufrüstung im Cyberspace

Zur Abwehr von Internetangriffen arbeiten europäische und US-amerikanische Dienste eng zusammen. Dass der Schutz nicht immer ausreicht, zeigen erfolgreiche Attacken auf das Verteidigungsministerium.

Anzeige

Chinesische Hacker haben im vergangenen Jahr das Computernetz des Bundesverteidigungsministeriums angegriffen. Dabei wurde die Schadsoftware sowohl über mobile Datenträger als auch über das Internet eingebracht, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linke-Bundestagsfraktion hervorgeht. Die Regierung ging den Angriffen nach und stellte fest, dass es sich um "nachrichtendienstlich gesteuerte, zielgerichtete Angriffe mit chinesischem Bezug" gehandelt habe.

Während die Bundesregierung China als Angreifer auf staatliche Einrichtungen benennt, agiert sie bei Lauschaktivitäten von Partnerstaaten viel zurückhaltender. Bereits im Sommer hatten Medien darüber berichtet, dass in Wiesbaden-Erbenheim ein IT-Kontrollzentrum des amerikanischen Nachrichtendienstes NSA entstehen soll. Sogar der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, hatte im Innenausschuss des Bundestags den Bau des neuen Abhörzentrums bestätigt. Doch offiziell will die Bundesregierung davon nichts wissen: In der aktuellen Antwort schreibt sie, dass die US-Streitkräfte keine Aussagen über die Nutzer von Bauprojekten treffen müssten. Der Verfassungsschutz werde die Frage im Kontakt mit den US-Nachrichtendiensten klären.

Enge Kooperation der Geheimdienste

Grund für die Zurückhaltung ist wohl die enge Zusammenarbeit deutscher und amerikanischer Behörden beim Abhören ausländischer Kommunikationsverbindungen, aber auch bei der gemeinsamen Abwehr von Cyberangriffen. Dabei werden für Übungen Szenarien entwickelt, bei denen es um terroristische Anschläge aus dem Cyberspace geht. Vor allem der mutmaßlich von US-Geheimdiensten entwickelte Stuxnet-Computerwurm dient dabei als Warnung. Der Wurm, der technische Prozesse in iranischen Urananreicherungsanlagen störte, zeigte erstmals, wie sensible industrielle Steuerungsprozesse manipuliert werden können.

Europäische und amerikanische Behörden und Einrichtungen trainieren regelmäßig, wie auf einen Anschlag zu regieren ist. Schon länger werden in informellen Zusammenkünften wie der "Arbeitsgruppe zum Thema Cybersicherheit und Cyberkriminalität" oder dem "EU-/US-Senior-Officials-Treffen" entsprechende Übungen geplant. An den Übungen beteiligen sich sowohl zivile als auch militärische Einrichtungen - und rüsten dabei die eigenen Fähigkeiten kontinuierlich auf. Stuxnet ist dabei immer wieder Thema: Auf der Planbesprechung "Cyber Atlantic 2011" befasste man sich mit Ausfällen bei Prozesssteuerungssystemen sowie "fortschrittlichen Bedrohungen".

Umfassendes Konzept der kritischen Infrastrukturen 

eye home zur Startseite
Moe479 17. Dez 2013

es gibt immer eine lösung, die einfachste: trennung vom daten-netz, keine mobilen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MediaMarktSaturn Retail Concepts, München
  2. Robert Bosch GmbH, Ditzingen
  3. LEDVANCE GmbH, Garching bei München
  4. RZV Rechenzentrum Volmarstein GmbH, Wetter (Ruhr), Berlin, Bielefeld


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Samung UHD-TV 569,00€, LG UHD-OLED-TV 2.398,00€)
  2. ab 44,99€
  3. ab 13,53€

Folgen Sie uns
       


  1. Wirtschaftsministerin

    Huawei wird in Bayern Netzwerkausrüstung herstellen

  2. Overwatch

    Blizzard will bessere Beschwerden

  3. Mobilfunk

    Nokia nutzt LTE bei 600 MHz erfolgreich

  4. Ohne Flash und Silverlight

    Netflix schließt HTML5-Umzug ab

  5. Mass Effect Andromeda im Technik-Test

    Frostbite für alle Rollenspieler

  6. Hannover

    Die Sommer-Cebit wird teuer

  7. Android O

    Alte Crypto raus und neuer Datenschutz rein

  8. Streaming

    Akamai macht Videos mit Quic schneller

  9. United Internet

    1&1 bietet VDSL immer mehr über sein eigenes Netz an

  10. Videostreaming im Zug

    Maxdome umwirbt Bahnfahrer bei Tempo 230



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
NZXT: Lüfter auch unter Linux steuern
NZXT
Lüfter auch unter Linux steuern
  1. Creoqode 2048 Tragbare Spielekonsole zum Basteln erhältlich
  2. FluoWiFi Arduino-kompatibles Board bietet WLAN und Bluetooth
  3. Me Arm Pi Roboterarm zum Selberbauen

Mobile-Games-Auslese: Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler

Mass Effect Andromeda im Test: Zwischen galaktisch gut und kosmischem Kaffeekränzchen
Mass Effect Andromeda im Test
Zwischen galaktisch gut und kosmischem Kaffeekränzchen
  1. Mass Effect Countdown für Andromeda
  2. Mass Effect 4 Ansel und Early Access für Andromeda
  3. Mass Effect Abflugtermin in die Andromedagalaxie

  1. Re: Macht es auf eigene Rechnung und ein...

    TC | 17:17

  2. Re: Beschwert ihr euch?

    zampata | 17:11

  3. Re: Wie blöd muss man sein

    Moe479 | 17:11

  4. Re: Bekommt er dann auch Rundfunkgebühr?

    tingelchen | 17:09

  5. Re: Gesucht: Externes Gehäuse und NAS in einem

    Lefteous | 17:09


  1. 16:50

  2. 16:24

  3. 15:46

  4. 14:39

  5. 14:10

  6. 13:36

  7. 13:35

  8. 13:18


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel