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Landtagswahl: Piraten beklagen "bitteres Ergebnis" in Bayern

Kein gutes Omen für die Bundestagswahl: Die Piratenpartei hat den Sprung in den bayerischen Landtag nicht geschafft. Sie erreichte nur zwei Prozent der Stimmen.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Friedhelm Greis
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Keine Chance in Bayern: Die Wähler lassen die Piraten abblitzen. (Bild: Christof Stache/AFP/Getty Images)
Keine Chance in Bayern: Die Wähler lassen die Piraten abblitzen. Bild: Christof Stache/AFP/Getty Images

Die Piraten haben zum zweiten Mal in Folge den Einzug in ein Landesparlament verpasst. Eine Woche vor der Bundestagswahl scheiterte die Partei bei der Landtagswahl in Bayern am Sonntag dem vorläufigen Endergebnis zufolge(öffnet im neuen Fenster) mit 2,0 Prozent deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde. Bereits bei der Wahl in Niedersachsen im Januar 2013 waren die Piraten mit 2,1 Prozent der Stimmen(öffnet im neuen Fenster) unter den Ergebnissen vorhergehender Wahlen geblieben. Den Umfragen zufolge liegt die Partei sowohl im Bund(öffnet im neuen Fenster) als auch in Hessen(öffnet im neuen Fenster) , wo am kommenden Sonntag gewählt wird, bei zwei bis drei Prozent und dürfte aller Voraussicht nach bei beiden Wahlen an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die Landtagswahl in Bayern gewann die CSU unter Ministerpräsident Horst Seehofer mit großem Vorsprung vor der SPD, Freien Wählern und Grünen. Die bisherige Regierungspartei FDP und die Linke verpassten den Einzug in den Landtag.

Der bayerische Landesverband ist mit rund 6.400 Piraten der mitgliederstärkste der Partei. Dennoch konnten sich die bayerischen Piraten dem Abwärtstrend in den Umfragen(öffnet im neuen Fenster) seit dem Sommer 2012 nicht entziehen. Zuletzt waren sie vor einem Jahr in einer Befragung auf fünf Prozent gekommen. Ebenso wie die Bundespartei konnten auch die bayerischen Piraten nicht von der Debatte um die Überwachung durch die NSA profitieren. Parteichef Bernd Schlömer, der am Montag in Berlin den Ausgang der Wahl kommentieren will, bedankte sich auf Twitter für einen "engagierten Wahlkampf in Bayern" . Der wohl bekannteste bayerische Pirat, der Musiker und Urheberrechtsexperte Bruno Kramm, hatte sich bereits am Tag vor der Wahl bei seinen Mitstreitern bedankt: "Unser Straßenwahlkampf war episch. Alle gepowert bis zum Umfallen" , twitterte(öffnet im neuen Fenster) der Politische Geschäftsführer der bayerischen Piraten. Landeschef Stefan Körner twitterte(öffnet im neuen Fenster) nach Bekanntwerden der Wahlniederlage: "Bitteres Ergebnis aber klasse Wahlkampf!" Sowohl Körner als auch Kramm kandidieren allerdings für den Bundestag.

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren in Bayern waren die Piraten noch nicht angetreten. Nach dem überraschenden Wahlerfolg in Berlin vom September 2011 war ihnen 2012 der Einzug in die Landtage des Saarlands, Schleswig-Holsteins und Nordrhein-Westfalens geglückt.

Nachtrag vom 15. September 2013, 22:30 Uhr

Wir haben weitere Reaktionen der Piraten und aktuelle Hochrechnungen ergänzt.

Nachtrag vom 16. September 2013, 9:15 Uhr

Wir haben das vorläufige Endergebnis hinzugefügt.


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